München - Die Schneemassen haben kurz vor Weihnachten der Partie Erzgebirge Aue gegen den FSV Frankfurt einen Strich durch die Rechnung gemacht.

Knapp sechs Wochen später steigt nun am Dienstag (ab 17:45 Uhr im Live-Ticker) das Nachholspiel vom 17. Spieltag der 2. Bundesliga. Doch die Vorzeichen haben sich deutlich geändert.

Erste Heimniederlage der Saison

Im Dezember waren die Auer noch ohne Heimniederlage in dieser Saison, diese Serie hat der VfL Osnabrück am vorletzten Spieltag geknackt. Die Frankfurter hatten vor dem eigentlichen Termin zwei Auswärtsspiele in Folge nicht verloren, nun fahren sie mit der 0:6-Klatsche aus dem Spiel in Düsseldorf nach Sachsen.

"Es gibt Sahnetage und welche, die weniger schön und angenehm sind", meinte auch FSV-Cheftrainer Hans-Jürgen Boysen zur herben Niederlage. "Ich hoffe, dass wir die klare Niederlage vergessen machen und nicht umsonst nach Aue fahren", ergänzte der Übungsleiter vor dem Nachholspiel.

Herbe Niederlage für den FSV

Aber auch die Gastgeber wollen Wiedergutmachung betreiben, denn durch zuletzt zwei Niederlagen in Folge fiel Aue vom Relegationsplatz bis auf Rang 7 in der Tabelle ab. Mit einem Sieg könnte man aber zurück auf den 3. Platz klettern.

"Klar sind wir enttäuscht gewesen", meinte auch Aues Trainer Rico Schmitt. "Aber die Mannschaft hat sich 34 Punkte erarbeitet. Als Neuling in der Liga fühlen wir uns auch in diesen Tabellenregionen sehr, sehr wohl. Und am Dienstag haben wir die Chance, weiterhin zu punkten und die hervorragende Saison weiterzuführen."

Möglicher Sprung nach vorne

Die Frankfurter haben aber ebenfalls die Chance, einen großen Sprung nach vorne zu machen. Mit einem "Dreier" würden die Hessen mit dem MSV Duisburg auf Platz 3 nach Punkten gleichziehen.

"Als zusätzliche Motivation spielen wir gegen eine Mannschaft, die wir bei einem Erfolg überholen würden. Die Mannschaft wird stark daran interessiert sein, in Aue ihr wahres Gesicht zu zeigen. Wir stehen vor einer sehr schweren Prüfung, die wir aber optimistisch angehen. Wir müssen den Mut finden, wieder nach vorne Fußball zu spielen", erklärte Trainer Boysen.

Boysen prophezeite aber auch: "Wenn wir mit guter Organisation antreten, gibt es ein enges Spiel. Die Auer sind schwer zu knacken. Sie stehen oben in der Tabelle, ohne viele Tore zu erzielen. Sie sind diszipliniert, sehr kampf- und laufstark."

Gut gefüllte Kader

Personell können beide Trainer fast aus dem Vollen schöpfen. Bei den "Veilchen" fehlt Oliver Schröder verletzt, Adli Lachheb kommt nach seiner Gelbsperre zurück und auch Marc Hensel, der "eigentlich" das Spiel aufgrund seiner 5. Gelben Karte verpasst hätte, diese Sperre aber nun am 18. Spieltag absaß, ist einsatzbereit.

Bei den Frankfurtern geht man auf Nummer sicher. "Christian Müller ist fraglich, er hat in Düsseldorf einen Schlag aufs Wadenbeinköpfchen bekommen", sagte Boysen, daher wird der FSV einen Mann mehr auf die Auswärtsfahrt mitnehmen.