Drei Debütanten, zwei Aufsteiger und ein "alter Hase" sorgten zum Saison-Auftakt in der 2. Bundesliga für Furore.

Die Trainer Claus-Dieter Wollitz (Energie Cottbus), Ewald Lienen (1860 München) und Marco Kurz (1. FC Kaiserslautern) feierten mit ihren neuen Clubs einen Einstand nach Maß, Fortuna Düsseldorf und Union Berlin meldeten sich mit beeindruckenden 3:0-Siegen zurück und teilen sich die Tabellenführung. Auch "Veteran" Peter Neururer kam mit dem MSV Duisburg gut aus den Startlöchern und wurde damit dem Anspruch gerecht, um die Rückkehr in die Bundesliga mitzuspielen.

"Wichtig ist, dass wir eine Mannschaft haben"

Claus-Dieter Wollitz tanzte am Sonntag wie Rumpelstilzchen angesichts des begeisternden Fußballs seiner Cottbuser beim 3:1 (1:1) gegen den FC Augsburg. Lienen wirkte wie immer engagiert und trieb seine Sechziger zum 2:0 (1:0) gegen die TuS Koblenz. Kenny Cooper (17.) und Benny Lauth (61.) schossen die Tore für die "Löwen".

Marco Kurz, in der vergangenen Saison bei 1860 entlassen, hatte bereits am Samstag seinen großen Auftritt auf dem Betzenberg beim 2:1 (2:0) gegen die SpVgg Greuther Fürth. Der MSV feierte mit Neururer ein 2:1 (2:0) beim FSV Frankfurt, wobei U-21-Europameister Sandro Wagner (4./40.) der entscheidende Mann war.

"Wichtig ist, dass wir eine Mannschaft haben. Das ist heute rübergekommen. Mit dem Ergebnis bin ich zufrieden, aber die Leistung ist noch verbesserungswürdig. Wir haben aber eine Mannschaft, die Möglichkeiten hat", sagte Wollitz, der "Leidenschaft" setzt. Diese zeigten Sergiu Radu (23.), Newcomer Alexander Bittroff (45.+3) und Emil Jula (63.) mit ihren Toren.

Rieseneuphorie in Düsseldorf

Ewald Lienen freute sich vor allem für sein Sturmduo Cooper/Lauth. "Das ist natürlich ein Traumeinstand für den Kenny. Beide haben ja noch mehr Chancen gehabt, wie ich auf meinem Zettel gesehen habe", sagte Lienen. Sachlich bewertete Marco Kurz sein Punktspiel-Debüt in Kaiserslautern. "Das war eine Steigerung, aber wir haben noch viel Arbeit vor uns", sagte der 40-Jährige.

Rieseneuphorie unterdessen im Lager der Aufsteiger. "Toll, wie sich die Mannschaft präsentiert hat. Wenn wir so weitermachen, zwingen wir die Zuschauer praktisch dazu, die Fortuna live zu erleben", sagte Düsseldorfs Präsident Peter Frymuth zum 3:0 (3:0) der Fortuna beim Zweitliga-Comeback nach zehn Jahren im Aufsteiger-Duell gegen den SC Paderborn.

"Das war ein Start, von dem man träumt"

Großer Jubel herrschte auch bei "Eisern Union" nach dem 3:0 (1:0) bei Rot-Weiß Oberhausen. "Dass es so einfach werden würde, hätte ich nicht erwartet. Das war ein Start, von dem man träumt", sagte Trainer Uwe Neuhaus.

Beim 1:1 (0:0) der beiden Aufstiegs-Mitfavoriten Karlsruher SC und Alemannia Aachen erlitt Alexander Iashvili bei einem Zusammenprall mit Aachens Mirko Kasper einen Bruch der Elle des linken Arms. "Er wird uns zwei bis vier Wochen nicht zur Verfügung stehen", sagte Teamarzt Marcus Schweizer nach der erfolgreichen Operation.

Zum Abschluss der Auftaktrunde tritt der Nordrivale Hansa Rostock am Montag (ab 20 Uhr im Live-Ticker / Liga-Radio) bei Bundesliga-Absteiger Arminia Bielefeld an.