München - Die SpVgg Greuther Fürth marschiert weiter unaufhaltsam in Richtung Bundesliga. Am vergangenen Spieltag setzte sich die Mannschaft von Trainer Mike Büskens mit 3:0 gegen den Karlsruher SC durch und feierte damit bereits den 18. Saisonsieg.

Mit einem Erfolg beim FC Erzgebirge Aue würden die Fürther zumindest vorübergehend neun Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz haben. Im zweiten Samstagsspiel des 28. Spieltags empfängt der TSV 1860 München den akut abstiegsgefährdeten FC Hansa Rostock (beide Spiele ab 12:45 Uhr im Live-Ticker/Liga-Radio).

Hohen Besuch bekommt der FC Erzgebirge Aue am 28. Spieltag. Niemand geringeres als der aktuelle Tabellenführer Greuther Fürth ist im Sparkassen-Erzgebirgsstadion zu Gast. Trotzdem gilt für Trainer Karsten Baumann kein "Bange machen", denn "wir haben in den letzten Spielen auch eine gute Serie hingelegt und uns Selbstvertrauen geholt." So ist es: Sieben Punkte sprangen aus den vergangenen drei Partien heraus. "Die Mannschaft glaubt an sich und ihre Stärken", weiß der 42-Jährige.

Natürlich hat er bei allem Vertrauen in die eigene Stärke auch gehörigen Respekt vor den Franken, die er als "beste Mannschaft in dieser Zweitligasaison" bezeichnet, weil sie "individuell sehr stark sind, aber eben auch als Mannschaft funktionieren". Gegen den Ligaprimus darf Baumann Pierre le Beau und Guido Kocer, die ihre Sperren abgesessen haben, wieder im Kader begrüßen. Dafür fehlen Marc Hensel (10. Gelbe Karte), Tobias Kempe (5. Gelbe Karte) und Oliver Schröder (Bänderdehnung im Schultereckgelenk).

Einzig die SpVgg Greuther Fürth hat die vergangenen fünf Spiele in der 2. Bundesliga gewonnen. Zuletzt fegte man nach dem unglücklichen Ausscheiden aus dem DFB-Pokal Halbfinale gegen Borussia Dortmund den Karlsruher SC mit 3:0 aus der heimischen Trolli ARENA. Für den Fürther Trainer Mike Büskens ist klar, dass Aue der SpVgg nichts schenken wird: "Wir müssen von Anfang an dagegenhalten, denn der FC Erzgebirge hat eine Mannschaft mit viel Kampfkraft und Leidenschaft. Das ist ein körperlich robustes Team, das uns alles abfordern wird."

Unter der Woche gab Stephan Schröck bei den Fürthern seinen Wechsel zu 1899 Hoffenheim bekannt. Gegen die "Veilchen" muss Büskens auf den Außenverteidiger, der sich noch im Aufbautraining befindet, verzichten. Außerdem fehlen den "Kleeblättern" Kingsley Oneuegbu (ebenfalls im Aufbautraining) und Robert Zillner (Kreuzbandriss).




Schiedsrichteransetzungen

Der TSV 1860 München empfängt am heutigen Samstag den Tabellenletzten Hansa Rostock. Die "Kogge" ist stark vom Sinken bedroht: Zu den Nicht-Abstiegsplätzen weisen die Hanseaten bereits zehn Punkte Abstand auf, zum Relegationsplatz 16 sind es vier Zähler. Lediglich sechs Punkte holte Rostock bisher in der Rückrunde. Aus den vergangenen fünf Spielen gab es sogar nur einen einzigen Zähler für die Mannschaft von Wolfgang Wolf. Zuletzt verlor man beim FC Erzgebirge Aue mit 0:1.

"Wir werden weiter alles versuchen, um den Anschluss auf den Relegationsplatz nicht zu verlieren" gab sich Wolf im "Kicker" dennoch optimistisch. Verzichten muss der Coach gegen die Münchner auf Sebastian Pelzer (Prellung), Kevin Müller (Bluterguss), Mohammed Lartey (Schambein-OP), Pavel Kostal (Fuß-OP) und Björn Ziegenbein (Hüftverletzung). Außerdem muss Stephan Gusche eine Rotsperre absitzen.

1860 München beendete zuletzt mit dem 1:0-Sieg in Dresden eine Serie von vier Spielen ohne Sieg. Insgesamt holten die "Löwen" in der Rückrunde starke 20 Punkte - nur der Ligaprimus Greuther Fürth holte in diesem Zeitraum mehr Zähler (23). Für 1860 Trainer Reiner Maurer zählt gegen die Hanseaten nur ein Erfolg: "Wir wollen unbedingt einen 'Dreier' einfahren, nachdem wir die letzten beiden Heimspiele nicht gewinnen konnten."

Gegen die Hanseaten muss Reiner Maurer auf Kai Bülow und Dominik Stahl verzichten, die aufgrund ihrer fünften Gelben Karte gesperrt sind. Zudem fehlen den "Löwen" Daniel Halfar (Schambeinentzündung), Djordje Rakic (Grippe), Sandro Kaiser und Benjamin Schwarz (beide im Aufbautraining).




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