München - Zum Auftakt des 26. Spieltags in der 2. Bundesliga treten die "Zebras" des MSV Duisburg beim Karlsruher SC an. Rainer Scharinger feierte bei den Badenern mit einem Punktgewinn gegen den VfL Bochum einen gelungenen Einstand als Trainer. Bei der Heimpremiere von Scharinger geht es für den KSC ums blanke Überleben in der 2. Bundesliga (alle Freitagsspiele ab 17:45 Uhr im Live-Ticker/Liga-Radio).

Vor eigenem Publikum hat der KSC einiges gutzumachen, die beiden vergangenen Heimspiele gingen deutlich verloren. Kommt da der MSV Duisburg gerade recht? Die Elf von Milan Sasic gewann nur eines der letzten sieben Ligaspiele und erzielte in den vergangenen vier Partien nur ein Tor. Gegen die "Zebras" will Scharinger seinen ersten Sieg mit dem KSC landen. Der ist auch dringend notwendig, rangiert der Karsruher SC im Moment doch auf dem Relegationsplatz mit nur einem Punkt Vorsprung auf einen direkten Abstiegsplatz.

Der Coach prophezeit schon jetzt einen holprigen Weg zum Klassenerhalt: "Baustellen klingt vielleicht zu negativ. Es gibt ganz einfach viele Dinge abzuarbeiten, zu verändern, zu optimieren. Es wird ein langer Weg mit vielen Tälern bis zum Klassenerhalt." Der Disziplinverfechter hat bereits Maßnahmen eingeleitet: Keine freien Tage mehr wie unter seinen Vorgängern, tägliches Training steht auf dem Programm. "In unserer Situation müssen wir mehr machen als die anderen", erklärt Scharinger, der auf Marco Engelhardt (Lungeninfekt), Andreas Schäfer (Magen-Darm-Virus), Thomas Konrad (Knieprobleme), Gaetan Krebs (Ermüdungsbruch), Martin Hudec, Sebastian Langkamp (beide Muskelfaserriss) sowie Matthias Langkamp (Gelb-Sperre) verzichten muss.

Yelldell vor Rückkehr

Eine klare Ansage vor der Partie in Karlsruhe kommt derweil auch von Milan Sasic. Der kroatische MSV-Trainer will von seiner Mannschaft, dass sie zum Saisonende noch einmal alles gibt: "Wir werden bestimmt nicht diese neun Spiele in der Liga so laufen lassen und sagen: Wir sind im Pokalfinale, das reicht, das war's!" Auch Goran Sukalo bläst zum Angriff. "Wir werden am Freitag auf Sieg spielen. Für uns ist nach oben noch einiges drin", so der Mittelfeldspieler.

Verzichten müssen die "Zebras" weiter auf Ivica Grlic (Reha) und Julian Koch (Außenbandriss im Knie). Torhüter David Yelldell hat nach einer Prellung an der linken Hand, die er sich im Spiel gegen Arminia Bielefeld zugezogen hatte, wieder trainiert und die Reise ins Wildparkstadion angetreten. "Wir gehen davon aus, dass es am Freitag klappt", äußerte sich Sasic zuversichtlich.




Rot-Weiß Oberhausen - FC Erzgebirge Aue

Vor der Partie gegen den FC Erzgebirge Aue plagen RWO-Trainer Theo Schneider erhebliche Personalsorgen. Die beiden Defensivspieler Steven Rupprecht und Daniel Embers kehren nach überstandener Verletzung erst nächsten Mittwoch wieder ins Mannschaftstraining zurück. Heinrich Schmidtgal und Felix Luz befinden sich im Aufbautraining, Mike Tullberg muss aufgrund einer Muskelverletzung passen. Zusätzlich fehlt Marinko Miletic wegen einer Knieverletzung. Neu zum Lazarett der Oberhausener gesellt hat sich Yohannes Bahcecioglu, der sich beim Auswärtsspiel gegen 1860 München einen leichten Muskelfaserriss im Oberschenkel zugezogen hat.

Trotz der Personalnot muss Oberhausen gegen die "Veilchen" unbedingt punkten. Derzeit steht Schneider mit seiner Mannschaft auf Platz 15, punktgleich mit dem Relegationsplatz 16, den der KSC innehat. Coach Schneider gibt sich vor der Partie optimistisch: "Man muss dem Aufstieger Riesenrespekt zollen, aber wir wollen am Freitag für Aue zur Stolperfalle werden."

Völlig entspannt kann Aue die Reise nach Oberhausen antreten. Zwei Zähler trennen die "Veilchen" vom Relegationsplatz 3. Um im Saisonfinale richtig mitmischen zu können, müssen die Kicker aus dem Erzgebirge ihre Auswärtsbilanz verbessern. Zuletzt verlor Aue auswärts fünf Spiele in Serie. "Wir wollen in Oberhausen endlich den berühmten Bock umstoßen und auswärts punkten", sagt Trainer Rico Schmitt. Der Übungsleiter weiß um die Schwierigkeit dieser Aufgabe, da der Gegner extrem unter Druck steht: "Sie befinden sich im Abstiegskampf, das kann nicht nur negativ sein, sondern auch positiv Kraft freisetzen. Das müssen wir wissen." Tobias Kempe reist aufgrund von muskulären Problemen nicht mit nach Oberhausen. Ebenso fällt Torhüter Stephan Flauder aus, der sich im Abschlusstraining am Sprunggelenk verletzte. Für ihn rückt Michael Arnold in den 18-Mann-Kader. Oliver Schröder und Thomas Paulus befinden sich weiterhin im Aufbautraining.




FSV Frankfurt - FC Ingolstadt 04

Seit sieben Spielen wartet der FSV auf einen Sieg, das ist die aktuell längste Serie in der 2. Bundesliga. Sechs der vergangenen sieben Partien gingen sogar verloren, damit belegt Frankfurt 2011 in der Tabelle Platz 18. Für das Heimspiel gegen die abstiegsbedrohten Ingolstädter gelobt Hans-Jürgen Boysen aber Besserung. "Ingolstadt wird es sehr, sehr schwer haben, hier etwas zu entführen. Wir wollen Motivation und Selbstvertrauen tanken für die restlichen Aufgaben", sagte der Cheftrainer.

Entscheidend ist für Boysen, den Schlüsselspieler des FCl aus dem Spiel zu nehmen: "Sie haben mit Stefan Leitl einen exzellenten Spieler, der heraussticht. Wir müssen unser größtes Augenmerk auf ihn legen und ihn mit sportlich fairen Mitteln eliminieren." Die Personallage ist beim FSV weitgehend entspannt. Lediglich Benjamin Pintol und Jaouhar Mnari plagten diese Woche Knieprobleme, Andreas Dahlén hat noch Trainingsrückstand und wird nicht im Kader stehen. Zur Aufstellung verriet Boysen: "Björn Schlicke und Gledson spielen in der Innenverteidigung und Marc Heitmeier spielt auch."

Neue Luft im Abstiegskampf: Der FC Ingolstadt holte aus fünf Spielen drei Siege und ist nun bei nur noch einem Punkt Rückstand auf Tuchfühlung zum Relegationsplatz 15. Gegen Aachen schaffte es das Team von Benno Möhlmann erstmals, einen Rückstand zu drehen. Das gelang vorher zwölf Mal nicht. Möhlmann kennt die Voraussetzungen, unter denen der FC Ingolstadt seinen positiven Trend im Volksbank Stadion fortsetzen kann: "Wenn wir mit der gleichen Bereitschaft dagegen halten und gemeinsam kämpfen wie gegen Aachen, haben wir eine echte Chance." Neben den Langzeitverletzten muss der 56-Jährige auf Sebastian Zielinsky verzichten (muskuläre Probleme). Innenverteidiger Malte Metzelder steht nach seiner Gelb-Sperre dagegen wieder im Kader.