München - Der Aufstiegskampf geht am Samstag in die nächste Runde: Während Greuther Fürth bereits am Donnerstagabend erfolgreich im Einsatz war, wird es für Eintracht Frankfurt am Ostersamstag ernst: Die Hessen müssen beim abstiegsgefährdeten MSV Duisburg ran, während der FC St. Pauli zum FSV Frankfurt reist. Im dritten Spiel empfängt Dynamo Dresden die Eintracht aus Braunschweig (alle Spiele ab 12:45 Uhr im Live-Ticker/Liga-Radio).

Die "Zebras" wollen sich in der heimischen Arena nicht verstecken, auch wenn der Gegner scheinbar übermächtig ist. So haben die Frankfurter doch die letzten fünf Spiele allesamt gewonnen, erzielten dabei 16:1 Tore. "Es ist eine schöne, interessante Aufgabe, aber nicht unlösbar", sagte Oliver Reck kurz und knapp. Maurice Exslager setzte bereits vor dem Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt ein Zeichen und verlängerte seinen auslaufenden Vertrag bis 2014. "Normalerweise konzentriere ich mich bei dieser Tabellensituation auf den Abstiegskampf. Doch die Unterschrift gibt mir Sicherheit, macht mich noch stärker. Wir sind bereit für das Spiel", freut sich "Exe". MSV-Coach Reck weiß um die Stärken der Frankfurter: "Sie haben mit Anderson, Meier, Schildenfeld und Idrissou besonders viele kopfballstarke Spieler. Wenn wir ihnen diese Waffe nehmen können und dann noch frech und mutig nach vorne spielen, können wir punkten."

Eintracht-Coach Armin Veh rechnet damit, "dass mein Kollege keine großen Änderungen vornehmen wird, weil sie in den letzten Wochen recht erfolgreich waren. Sie brauchen jedoch noch Punkte um sich endgültig abzusichern. Wir müssen also auf der Hut sein." Veh will die "Steilvorlage" vom Donnerstagabend nutzen und den Abstand auf Platz 3 vergrößern: "Ich habe mich für Hansa Rostock gefreut, weil ich meinem ehemaligen Verein den Klassenerhalt wünsche, und für Wolfgang Wolf, den ich sehr gut kenne. Natürlich auch darüber, dass Düsseldorf verloren hat, weil wir nicht nur auf uns schauen." Personalsorgen hat der Eintracht-Coach keine: "Alle 19 Spieler, die wir noch haben, sind fit und dabei."



Schiedsrichteransetzungen

Benno Möhlmann ist zufrieden mit den vergangenen Leistungen. "Für den Moment haben wir uns eine ganz gute Ausgangsposition erarbeitet, um unsere gemeinsame Aufgabe, den Klassenerhalt zu sichern, zuversichtlich und selbstbewusst angehen zu können", sagte der FSV-Coach. Das Polster auf den Relegationsplatz ist mit sechs Punkten ordentlich, aber sein Team dürfe nicht nachlassen: "Wir haben gerade über die mannschaftliche Geschlossenheit, die in den letzten Wochen immer besser geworden ist, einen Ansatz, den wir St. Pauli entgegen stellen können. Aber darüber hinaus müssen wir sehen, dass wir auch mutig die Offensive angehen." Personell plagen den FSV keine Probleme.

St. Paulis Cheftrainer Andre Schubert hat im Aufstiegskampf spätestens nach Donnerstagabend wieder Hoffnung geschöpft: "Man sieht Woche für Woche, dass die Begegnungen noch nicht entschieden sind", stellte der Coach der "Kiezkicker" mit Blick auf den Sieg von Hansa Rostock gegen Konkurrent Fortuna Düsseldorf fest. "Es gibt keine leichten Spiele mehr", fügte er hinzu. Die Partie gegen den FSV werde ebenfalls nicht leicht, doch "wenn wir unsere Qualitäten in den Vordergrund stellen können, dann sind wir auch besser als der FSV." Eine Veränderung in der Startelf wird es bei den Hamburgern geben: "Fabio Morena wird die Rolle von Carlos Zambrano einnehmen", legte sich Schubert fest. Neu im Kader wird der wiedergenese Lasse Sobiech sein. "Ich bin froh, dass er zurück ist. Sollte ein Innenverteidiger ausfallen, wird er in die Bresche springen."



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Vor dem Duell gegen Braunschweig gibt es für Dynamo-Coach Ralf Loose gute und schlechte Nachrichten: Dresdens Kapitän Cristian Fiel hat seine Erkältung überwunden und kehrte - ebenso wie der wiedergenesene Jens Möckel - auf den Trainingsplatz zurück. Marvin Knoll verletzte sich unterdessen ohne Fremdeinwirkung am Oberschenkel und fällt somit definitiv für das Braunschweig-Spiel am Samstag aus. "Wir wollen auch für unsere Fans ein gutes Heimspiel abliefern und haben uns deshalb genauso konzentriert wie bisher auf die kommende Partie gegen Braunschweig im einmal mehr ausverkauften Stadion vorbereitet", lobte Ralf Loose den Einsatz seiner Spieler in dieser Trainingswoche. "Wir spielen gegen den aktuell besten Aufsteiger der laufenden Saison. Uns trennen nur drei Punkte. Deshalb glaube ich, dass weder bei Braunschweig noch bei uns bereits die Luft raus ist. Wir versuchen durch den Konkurrenzkampf innerhalb des Teams, die Spannung bis zuletzt hochzuhalten."

Eintracht-Trainer Torsten Lieberknecht geht davon aus, dass die Begegnung am Samstag hochintensiv und die Aufgabe schwer werden wird. "Wir haben das Hinspiel mit 0:2 verloren, meiner Meinung nach aber unglücklich. An die Ergebnisse in Dresden erinnere ich mich hingegen ganz gerne, denn dort haben wir in den vergangenen drei Jahren jeweils 1:1 gespielt. Und Unentschieden sind ja gerade modern bei uns", so der 38-Jährige schmunzelnd. Bezüglich der Aufstellung deutete der Coach an, dass es erneut neue Spieler zum Einsatz kommen können oder jemand auf einer anderen Position aufläuft: "Wir werden schauen, dass wir immer frische Spieler auf den Platz bringen. Manchmal führen Veränderungen dazu, dass die Konzentrationsfähigkeit erhöht wird." Personell sieht es nach wie vor bis auf die Verletzung von Oliver Petersch (Adduktorenzerrung) und die Langzeit-Verletzten Matthias Henn, Steffen Bohl und Benjamin Kessel gut aus.



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