Zwölf Spieltage sind in der 2. Bundesliga absolviert. Für mindestens vier Clubs hätte das erste Saisondrittel wahrlich besser verlaufen können. 1860 München, die TuS Koblenz, der FSV Frankfurt und Rot Weiss Ahlen finden sich auf den letzten vier Plätzen des Klassements und drohen den Anschluss an das Tabellenmittelfeld zu verlieren.

bundesliga.de hat die vier Vereine genauer unter die Lupe genommen und die bisherigen Saisondaten ausgewertet.

Dabei wird klar: Noch ist nichts verloren, die Saison ist noch lang und vor allem geben die Statistiken, die München, Koblenz, Frankfurt und Ahlen bisher abgeliefert haben, Anlass zur Hoffnung.

TSV 1860 München (elf Punkte, 13:17 Tore)

Am Boden konnten die Münchener schon 611 Zweikämpfe am Ball gewinnen. Nur Fürth mehr (632, Düsseldorf auch 611).

Kein Team spielt genauere Pässe - sofern sie lang sind. 68,7 Prozent dieser Zuspiele kommen zum Mitspieler.

Wenn 1860 in Führung ging, sah es am Ende meist auch gut aus. Vier Mal sprang ein Sieg raus, nur gegen den KSC reichte die Führung nicht - es gab ein 1:3.

1860 hat ein starkes Finish. Fünf Tore gelangen in der letzten Viertelstunde der Spiele (wie Paderborn). Nur St. Pauli (sieben Mal) und Union (sechs Mal) trafen ab der 76. Minute öfter.

Die Münchener flanken aus dem Spiel heraus ziemlich genau. 28,8 Prozent der 219 Flanken kamen zum Mitspieler - ligaweit Rang 3. Außerdem hat 1860 als einziges Team der Liga noch keinen Kopfballgegentreffer kassiert.

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TuS Koblenz (neun Punkte, 10:19 Tore)

David Yelldell hielt 74,6 Prozent der Bälle auf sein Tor und reiht sich damit ligaweit hinter Bielefelds Eilhoff (77,1 Prozent) und Aachens Stockmann (75,9 Prozent) ein. Der Deutsch-Amerikaner hielt durchschnittlich alle 21,5 Minuten einen Ball (Rang 2).

Mit Shefki Kuqi hat die TuS einen der besten Torschützen der 2. Bundesliga in ihren Reihen. Nur vier Spieler brachten mehr Schüsse aufs Tor (17) und nur Thurk (zwölf) und Federico (neun) mehr im Tor unter (sieben, wie Nöthe) als Kuqi.

Koblenz startet sehr stark in die Spiele. In der ersten Viertelstunde konnte die TuS schon fünf Tore erzielen. Das gelang sonst nur Augsburg. Die TuS wirft außerdem sehr geschickt ein. Schon drei Mal folgte nach einem Einwurf ein Koblenzer Tor. So oft gelang das keinem anderen Team im Unterhaus. Zusätzlich flanken die Oberwerther aus dem Spiel heraus so genau wie kein anderes Team der Liga. 31,2 Prozent der 205 Flanken kamen zum Mitspieler.

Mit Benjamin Lense, der 72,7 Prozent seiner Zweikämpfe am Ball gewann, und Matej Mavric (67,2 Prozent) sind die ligaweit zweit- und neuntbesten Zweikämpfer im Team der Koblenzer zu finden.

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FSV Frankfurt (sechs Punkte, 8:25 Tore)

Die Hessen haben aus den letzten drei Heimspielen fünf Punkte geholt.

Mit Matias Cenci haben die Bornheimer den Spieler in ihren Reihen, der ligaweit die meisten Luftzweikämpfe am Ball gewonnen hat (27). Vier Mal traf der Argentinier zudem ins Tor (ein Mal per Kopf).

Patric Klandt hielt alle 22,5 Minuten einen Ball und ist diesbezüglich ligaweit auf Rang 3 platziert (hinter Starke und Yelldell, gleichauf mit zwei weiteren Keepern).

Obgleich der FSV gegen Spitzenreiter Bielefeld zehn Ausfälle zu beklagen hatte, errangen die Frankfurter mit dem 0:0 einen klaren Achtungserfolg.

Der FSV lag auch in der Hinrunde 2008/09 weit hinten, war seit dem 11. Spieltag Letzter. In der Rückrunde waren dann nur sechs Teams besser als die Hessen und so rettete sich Frankfurt noch auf den 15. Platz.

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Rot Weiss Ahlen (drei Punkte, 7:22 Tore)

Rot Weiss hat schon drei Treffer nach Eckbällen erzielt (wie Fürth und Duisburg). Nur Kaiserslautern traf nach Ecken häufiger (vier Mal).

Ahlens Freistöße sind grundsätzlich gefährlich. 15 Mal führten sie zu einem Torschuss, wenn auch nur ein Mal zu einem Treffer.

In Duisburg gelang es RWA erstmals in dieser Saison, zwei Tore in einem Spiel zu erzielen.

Nur Union (46) und Bielefeld (36) gaben mehr Torschüsse per Kopf ab als Ahlen (35, davon drei Tore).

Gegen den MSV holte Rot Weiss in der zweiten Hälfte einen Zwei-Tore-Rückstand auf.


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