München - Verfolger MSV Duisburg hat die Bewährungsprobe beim direkten Konkurrenten Augsburg (0:0) bestanden und muss nun zuhause gegen den Abstiegskandidaten Union Berlin siegen, um weiter Druck auf Augsburg, Bochum und Aue auszuüben.

Auf heimischen Geläuf sind die Meidericher ohnehin eine Macht: Lediglich Erzgebirge Aue holte mehr Zähler zuhause. Im zweiten Samstagsspiel trifft mit Greuther Fürth ein weiteres Team aus dem Kreis der Verfolger auf eine Mannschaft aus der unteren Tabellenhälfte: Alemannia Aachen ist zu Gast (ab 12:45 Uhr im Live-Ticker/Liga-Radio).

MSV Duisburg - Union Berlin

Unions Trainer Uwe Neuhaus kennt die Heimstatistik des MSV und ist gewarnt. "Die Art und Weise, wie der MSV seine Heimspiele bestreitet, ist schon beeindruckend. Sie haben ein gutes Gleichgewicht in der Mannschaft und in allen Mannschaftsteilen hohe individuelle Klasse", so Neuhaus und benennt zudem die enorme Kopfballstärke von Goran Sukalo und Stefan Maierhofer als ernsthaften Gefahrenherd auf Seiten der "Zebras".

Im Hinspiel war MSV-Coach Milan Sasic allerdings ganz und gar nicht zufrieden mit seiner Elf, als Union mit 2:0 die Oberhand behielt. "Wenn ich", erinnert sich Sasic, "einmal in dieser Saison meiner Mannschaft einen Vorwurf habe machen müssen, dann bei diesem Spiel." Nun habe er mit seinem Team aber Union analysiert und wisse, "was wir gegen sie tun müssen", sagt der Übungsleiter und verweist vor allem auf deren Stärke "bei Standards - da bringen sie die richtige Körpergröße mit!"

Duisburgs "Größen" kehren zurück

Da trifft es sich gut, dass die zuletzt Gelb-Gesperrten Goran Sukalo und Stefan Maierhofer, mit 1,93 Meter und sogar 2,02 Meter ebenfalls Größen auf dem Platz, wieder mit dabei sind. Ivica Banovic und Maurice Ekslager könnten dafür auf die Bank rücken. Verzichten muss Duisburg weiterhin auf Sefa Yilmaz (Reha) und Ivica Grlic (Innenbandanriss).

Bei Union wird aufgrund seiner fünften Gelben Karte Daniel Göhlert fehlen. Für ihn wird aller Voraussicht nach Ahmed Madouni in die Innenverteidigung rücken. Gegenüber Bernd Rauw, der nach seiner Drei-Spiele-Sperre auch mit einem Infekt zu kämpfen hatte, habe Madouni laut Uwe Neuhaus "leicht die Nase vorn".




SC Paderborn - Alemannia Aachen

Für Paderborns Trainer Andre Schubert muss gegen Aachen "alles besser werden als in Oberhausen". Gegenüber dem 0:2 vor Wochenfrist müsse sich seine Mannschaft in allen Bereichen steigern, um erfolgreich sein zu können. Da die Alemannia in der laufenden Saison stets mit offenem Visier spiele, müsse sein Team insbesondere den Angriff um Top-Torjäger Benjamin Auer im Blick haben. "Weil Aachen sehr hoch steht, können sich für uns bei Ballgewinn Freiräume ergeben, die wir nutzen müssen", betonte Schubert in der Vorschau auf die Partie.

Nach seiner Pause aufgrund des Länderspieleinsatzes für Finnland ist Jukka Raitala wieder erste Wahl auf der linken Abwehrseite des SCP. Noch nicht entschieden hat sich Schubert bei der zweiten Linksposition, neben Daniel Brückner hat auch Philipp Heithölter gute Chancen auf einen Starteinsatz. Im Angriff fällt die Entscheidung zwischen David Jansen, Gaetano Manno und Nico Klotz.

"Ich mag Mannschaften, die einen Plan haben. Und Paderborn hat den Plan, aus einer sehr guten Ordnung heraus zu spielen", sagte Aachens Coach Peter Hyballa, der den Paderbornern Respekt zollt. "Uns erwartet ein Gegner mit viel Qualität, der uns zu Fehlern zwingen will." Für einen Alemannen wird das Gastspiel beim SC eine ganz besondere Angelegenheit. Tolgay Arslan kehrt in seine Heimatstadt zurück, in der er bei GW Paderborn mit dem Fußballspielen begann. "Natürlich ist das eine besondere Geschichte. Ich freue mich auf das Spiel", sagte der offensive Mittelfeldspieler.




Christoph Gschoßmann