Nach nur zwei Zählern aus den letzten fünf Partien und dem Abrutschen auf Platz 17 der Tabelle steht Hansa Rostock beim FC St. Pauli (Fr., ab 17:45 Uhr im Live-Ticker) unter Druck. Mut machen den Ostseestädtern aber der neue Manager und der direkte Vergleich.

Der Nachfolger von Herbert Maronn steht am Millerntor neben Mannschaft und Trainer Dieter Eilts besonders im Blickpunkt. "Es zählt nur arbeiten, arbeiten und nochmals arbeiten. Ich war als Spieler ein Kämpfer und ich werde das auch jetzt sein", kündigt René Rydlewicz an.

Eilts verlangt eine Reaktion

"Ich bin gekommen, um zu helfen und ich gehe davon aus, dass ich auch wirklich helfen kann und wir es gemeinsam schaffen", verbreitet der Ex-Hansa-Profi Optimismus und glaubt an den Klassenerhalt, spricht aber auch von "einem Endspiel für den gesamten Verein".

Trainer Eilts erwartet, "dass die Mannschaft bereit ist, an ihre Grenzen zu gehen. Entscheidend ist, dass wir drei Punkte holen. Wir wollen frühzeitig Druck machen und so verhindern, dass der Gegner vor unser Tor kommt." Für eigene Tore könnte wieder Enrico Kern sorgen, der nach längerer Verletzungspause für Regis Dorn in den Kader rückt.

St. Paulis magere Bilanz

St. Pauli steht zwar mit 31 Punkten noch ganz passabel auf Rang 8, musste aber unter der Woche einen herben Rückschlag verkraften - das 1:5 bei 1860 München vom vergangenen Sonntag. "Jeder muss sich neu beweisen und alles aus sich rausholen. Vor allem bei den Fans hat die Truppe was gut zu machen", fordert Holger Stanislawski. Vor allem die 15 Gegentore in den fünf Spielen seit Rückrundenstart ärgern den Trainer.

Die Bilanz zwischen "Kiezkickern" und der "Kogge" spricht dabei auch nicht unbedingt für die Gastgeber: Nur drei Siege aus 13 Meisterschaftsspielen stehen für die Hamburger zu Buche (10 Pleiten).

"Man weiß nicht, wie man Hansa einschätzen soll. Einerseits sprechen die Ergebnisse klar gegen Rostock, andererseits haben sie meist gar nicht so schlecht gespielt. Sie werden mit Sicherheit um jeden Zentimeter kämpfen und da müssen wir gegenhalten", warnt Fabian Boll daher auch im Vorfeld. Andreas Biermann (Schuter-OP), Marius Ebbers (Aufbautraining), Marc Gouiffe à Goufan (Meniskus-OP), Jan-Philip Kalla (Aufbautraining) und Thomas Meggle (Reha) stehen allerdings nicht zur Verfügung.


FSV Frankfurt - 1. FC Kaiserslautern

Die Pfälzer wollen nach der Heimpleite gegen Greuther Fürth am vergangenen Sonntag in Frankfurt unbedingt ihre Chancen im Aufstiegsrennen wahren. Die Statistik zeigt bisher zwar nur eine zurückliegende Ligapartie beider Clubs gegeneinander an, in der Hinrunde hatten die "Roten Teufel" mit 2:1 da aber das bessere Ende für sich.

Neben den Langzeitverletzten Laurentiu Reghecampf und Mathias Abel muss Trainer Milan Sasic beim FSV auf Kapitän Axel Bellinghausen (Bluterguss nach Leisten-OP) und Srdjan Lakic (lädierte Wade) verzichten. Martin Amedick und Anel Dzaka kehren dagegen wieder in den Kader zurück.

Auch die Gastgeber sinnen nach dem 0:2 in Oberhausen auf Wiedergutmachung und wollen an die guten Leistungen der Vorwochen mit zehn Zählern aus vier Partien anknüpfen. "Das wird ein heißes Spiel. Der 1. FC Kaiserslautern hat einen traditionsreichen Namen und wir sind froh, dass der Verein bei uns spielt. Fußballerisch können wir definitiv mithalten, wenn wir an unsere Grenzen gehen", sagt Teamchef Tomas Oral: "Nichtsdestotrotz liegen Welten zwischen beiden Vereinen. Wir sind der Underdog, aber präsentieren uns selbstbewusst." Für Torhüter Patric Klandt, der eine Rot-Sperre absitzt, kommt Marjan Petkovic zum Einsatz.


TuS Koblenz - VfL Osnabrück

Nach bereits drei Siegen in Serie brennt die Mannschaft der TuS auf eine Fortsetzung. "Sie hat einen neuen Teamgeist entwickelt und erkannt, dass sie als Team in dieser Liga jeden Gegner schlagen kann", weiß Uwe Rapolder. Der Club verbesserte sich zwar auf Platz 13, für den Trainer aber ist das keineswegs ein Grund zum Ausruhen: "Die Truppe muss die drei Siege jetzt mit einem vierten veredeln." Das wäre übrigens eine Premiere für die TuS im Profifußball.

Auch die Gäste sind sich der Bedeutung der Partie bewusst. Trotz des knappen Erfolgs gegen Ingolstadt (1:0) steht der VfL nur wegen des besseren Torverhältnisses hauchdünn über dem Relegationsplatz. Endlich soll erstmals seit Regionalliga-Zeiten im Sommer 2007 der zweite "Dreier" in Folge gelingen.

Claus-Dieter Wollitz verlangt dafür und für den aktuellen Abstiegskampf die nötige Konzentration. "Ich will nichts mehr hören von Pech, Chancenplus oder Lob für gutes Spiel. Das mündet nur in eine gefährliche 'Wir-schaffen-das-schon-Mentalität'", sagt der Coach.