Bislang hat der FC Augsburg vor allem den Relegationsplatz im Blick gehabt. Bei der TuS Koblenz können die Augsburger nun aber sogar vorübergehend einen direkten Aufstiegsplatz erobern (die Samstagsspiele ab 12:45 Uhr im Live-Ticker/Liga-Radio!)).

Die Mannschaft von Trainer Jos Luhukay ist seit sieben Spielen ungeschlagen (sechs Siege, ein Unentschieden), und liegt nur noch zwei Punkte hinter dem Tabellenzweiten FC St. Pauli zurück. Mit einem Erfolg in Koblenz würde der FCA mindestens bis Sonntagnachmittag einen direkten Aufstiegsplatz einnehmen.

Augsburg ein gern gesehener Gast

Doch die Augsburger sind vor der Reise ans Deutsche Eck gewarnt: Die TuS Koblenz hat vor heimischem Publikum in der 2. Bundesliga und Regionalliga noch nie gegen den FCA verloren (drei Siege, zwei Remis).

Luhukay sieht zudem in der Tabellensituation des Vorletzten eine Gefahr für seine Mannschaft. "Sie stehen mit dem Rücken zur Wand und gerade in dieser Situation sind Mannschaft zu Großem fähig. Sie brauchen jeden Punkt, da müssen wir entsprechend auftreten", sagte er.

Fehlen wird nach seiner Gelb-Roten-Karte aus dem Spiel bei Hansa Rostock allerdings Andrew Sinkala. Ansonsten sind aber alle Mann an Bord, weshalb Luhukay auch optimistisch ist, die Erfolgsserie fortführen zu können: "Unsere Qualität im Kader und die individuelle Stärke muss den Ausschlag für einen erfolgreichen Aufritt geben."

Kapllani gegen die alten Kameraden

Den möchte Edmond Kapllani naturgemäß verhindern, auch wenn er beim FCA unter Vertrag steht. Momentan ist der Stürmer an die TuS ausgeliehen und erzielte in den vergangenen drei Spielen zwei Tore für die Koblenzer.

"Ich hoffe nicht, dass er auch gegen uns trifft, auch wenn er natürlich hoch motiviert sein wird. Nach dem Spiel kann er dann wieder seine Treffsicherheit in den restlichen Duellen beweisen", rät Luhukay seinem Ex-Schützling. Dessen neuer Chef, Petrik Sander, will gegen die Mannschaft der Stunde in der 2. Bundesliga wieder Boden auf den Relegationsplatz gutmachen. "In den letzten drei Spielen haben wir einige Punkte liegen lassen, darum müssen wir jetzt den vermeintlich schweren Brocken aus dem Weg räumen", sagte Sander.

Bei diesem Vorhaben kann der Coach zumindest wieder auf Innenverteidiger Benjamin Lense zurückgreifen. Ob auch dessen Abwehrpartner Matej Mavric auflaufen kann, entscheidet sich erst kurz vor Spielbeginn. Vermutlich ausfallen wird Martin Hudec, der im Training umgeknickt ist.

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SpVgg Greuther Fürth - F.C. Hansa Rostock

Für die SpVgg Greuther Fürth kann in dieser Saison eigentlich nicht mehr viel passieren. Auf Platz 3 haben die Franken 13 Punkte Rückstand, auf Platz 16 zehn Punkte Vorsprung. Umso wichtiger ist es für die Fürther deshalb, sich selbst und das Umfeld bei Laune zu halten. Darauf weißt auch Trainer Mike Büskens vor dem Spiel gegen den F.C. Hansa Rostock hin. "Wir wollen unseren Zuschauern wieder ein attraktives Spiel nach vorne bieten", sagt er.

Für die Gastgeber geht es aber auch darum, sich in der oberen Tabellenhälfte festzusetzen, um einen erfreulichen Abschluss einer durchwachsenen Saison einzuleiten. Dabei treffen sich auf einen Gegner, der im Kampf um den Klassenerhalt jeden Punkt gut gebrauchen kann. "Rostock will kompakt stehen und Nadelstiche setzen. Für uns geht es darum, unser Spiel durchzubringen. Dabei müssen wir den Gegner von unserem Tor weg halten und die sich bietenden Räume nutzen", erklärt Büskens die Marschroute.

Die Ausgangslage für einen unterhaltsamen Nachmittag ist aus Fürther Sicht gut, es trifft die treffsicherste (Fürth, zwölf Tore) auf die offensivschwächste (Rostock, zwei Tore) Mannschaft der Rückrunde. Allerdings müssen die Fürther personell umbauen. Kim Falkenberg und Milorad Pekovic sind Gelb-gesperrt, Marco Caligiuri fällt möglicherweise auch aus. Ob Stephan Loboué ins Tor zurückkehrt, ist noch offen.

"Wissen, wie wir sie packen können"

Beim Gegner aus dem Norden steht der Schlussakt einer turbulenten "englischen Woche" bevor. Nach der 0:1-Niederlage gegen den FC Augsburg vergangenen Samstag wurde Trainer Andreas Zachhuber beurlaubt. Nachfolger Thomas Finck erreichte beim Debüt am Mittwoch im Nachholspiel gegen Union Berlin ein 0:0.

Mit vier Punkten Vorsprung auf den Relegationsplatz wird es für Hansa allerhöchste Zeit, den ersten Sieg nach sechs sieglosen Spielen einzufahren. "Natürlich haben wir vor allem im Spiel nach vorn noch Reserven, wo wir anhand der Videos über Lösungsansätze gesprochen haben", erläutert Finck die Analyse des Remis gegen Union. Sein Team wartet seit mehr als fünf Stunden auf einen eigenen Treffer.

Von Panikmache vor den Stärken des Gegners hält der neue Kapitän der Hansa-Kogge aber nichts. "Die Fürther haben zwar sehr gute Offensivqualitäten, besitzen dribbelstarke, schnelle Spieler, die nur schwer zu halten sind. Doch die Mannschaft ist auch verwundbar und wir wissen, wie wir sie packen können", sagt Finck. Hoffnung macht die Erinnerung an die Hinrunde. Da gewannen die Rostocker zuhause mit 4:0 gegen die SpVggg - es war der höchste Saisonsieg.

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