Der Naturrasen hat eine Schnitthöhe von 30 Millimetern, er besteht zu 50 Prozent aus Lolium Perenne (Deutsches Weidelgras) und zu 50 Prozent aus Poa Pratensis (Wiesen-Rispengras). In der Rostocker DKB-Arena nimmt man es sehr genau mit dem Belag der 105 mal 68 Meter großen Spielfläche, die eine Steigung von 0,5 Prozent zur Mitte hin aufweist.

Die exakten Angaben auf der Homepage von Hansa Rostock verraten, dass viel Liebe zum Detail in der hochmodernen Arena steckt, die in nur 16 Monaten entstand. Am 2. April 2000 hatte die Grundsteinlegung für den Komplettumbau des früheren Ostseestadions durch den damaligen Präsidenten Eckhardt Rehberg begonnen.

Und schon beim Bau des Ostseestadions Anfang der fünfziger Jahre nahm man es mit Zahlen ganz genau. Auf einem Gedenkstein vor dem Stadion steht, dass von der Bevölkerung 236.071 freiwillige Arbeitsstunden geleistet worden sind und der allein dadurch gesparte Geldwert 928.018,20 Mark betrug.

Am 27. Juni 1954 offiziell eröffnet

Erbaut im "Nationalen Aufbauwerk" der ehemaligen DDR, wurde das Ostseestadion am 27. Juni 1954 offiziell eröffnet - im Mittelpunkt standen aber die Endkämpfe um die Leichtathletik-Meisterschaften der DDR. Erst am 14. November 1954 bestritt der SK Empor Rostock beim 0:0 gegen BSG Chemie Karl-Marx-Stadt sein erstes Spiel im vollbesetzten Ostseestadion, das rund 25.000 Zuschauer aufnehmen konnte.

Heute finden 29.000 Zuschauer Platz in der DKB-Arena, wie das Ostseestadion im Juli 2007 mit der Deutschen Kreditbank als neuen Namensgeber für zehn Jahre umbenannt wurde. In der DKB-Arena, deren Umbaukosten mit 55 Millionen DM angegeben werden, finden außerdem Konzerte, Messen oder Empfänge statt und sie kann auch für Betriebs- und Familienfeiern genutzt werden.

Schauplatz für acht Fußball-Länderspiele der DDR

Der F.C. Hansa Rostock selbst wurde am 28. Dezember 1965 nach der Herauslösung der Fußballsektion aus dem SC Empor Rostock, der schon im Ostseestadion seine Liga-Heimspiele austrug, gegründet. Außer für viele Leichtathletik-Wettkämpfe war das Stadion auch Schauplatz für acht Fußball-Länderspiele der DDR.

Zu einer Meisterfeier im Ostseestadion reichte es für Hansa zu DDR-Zeiten nie. Vier Mal (1962, 1963, 1964, 1968) musste man sich als Vizemeister geschlagen geben. Erst 1990/91 wurde der F.C. Hansa NOFV-Meister und qualifizierte sich dadurch für die Bundesliga.

Historischer Sieg in der DKB-Arena

Zu den umjubelten Stars im Ostseestadion gehörten Torjäger Joachim Streich, der zwischen 1969 und 1975 in 141 DDR-Oberligaspielen 58 Mal für Hansa traf. Oder Abwehrspieler Gerd Kische, der wie Streich zum 1974er WM-Kader der DDR gehörte und 248 Punktspiele für Hansa bestritt.

In der DKB-Arena spielte sich schon Historisches ab: Am 19. Oktober 2008 feierte Hansa Rostock den höchsten Sieg, den es in der Geschichte der 2. Bundesliga bislang gegeben hat. 11.500 Zuschauer sahen einen 9:0-Sieg und sieben verschiedene Hansa-Torschützen gegen die TuS Koblenz.