Im Montagsspiel der 2. Bundesliga treffen die beiden ehemaligen Bundesligisten Arminia Bielefeld und Hansa Rostock aufeinander (ab 20 Uhr im Live-Ticker und im Liga-Radio).

Die formulierten Ansprüche der Trainer könnten vor dem ersten Saisonspiel kaum unterschiedlicher sein.

Unterschiedliche Ambitionen

"Wir wollen nichts mit dem Abstieg zu tun bekommen und versuchen, offensiven Fußball zu spielen", sagt Hansa-Trainer Andreas Zachhuber. Arminias neuer Trainer Thomas Gerstner ist weniger zurückhaltend: "Wir wollen Meister werden." Eine klare Ansage.

Die Ergebnisse im ersten Pflichtspiel der Saison fielen ebenfalls konträr aus. Rostock schied in der 1. Runde des DFB-Pokals beim Drittligisten VfL Osnabrück durch eine 1:2-Niederlage aus.

Bielefeld siegte derweil gegen die Spielvereinigung Unterhaching deutlich mit 3:0. Neuzugang und Hoffnungsträger Giovanni Federico konnte sich gegen den Drittligisten bereits in die Torschützenliste eintragen.

Mijatovic wieder fit

Arminia-Coach Gerstner will gegen Rostock "viele bis sehr viele Spieler" auflaufen lassen, die das Pokalspiel erfolgreich bestritten haben.

Christopher Katongo wird voraussichtlich spielen können, obwohl er sich im Freitagstraining eine Platzwunde an der Nasenwurzel zuzog. Verteidiger Andre Mijatovic meldete sich fit. Verzichten muss Gerstner hingegen auf Kevin Kerr (Zehenbruch) und Thilo Versick (Aduktorenprobleme).

"Entscheidung ist hauchdünn ausgefallen"

Ob Hansa-Coach Zachhuber auf Innenverteidiger Orestes zurückgreifen kann, entscheidet sich kurzfristig. Der 28-jährige Brasilianer hatte sich im Pokalspiel in Osnabrück vor zehn Tagen eine Kapsel- und Bandverletzung im linken Ellenbogen zugezogen, absolvierte aber am Sonntag das komplette Trainingsprogramm.

Ebenfalls fraglich ist der Einsatz von Stürmer Fin Bartels, der am Sonntag wegen einer Blockierung der Halswirbelsäule nicht trainieren konnte.

Für Stephan Gusche rückt Offensivspieler Kevin Schlitte in den Kader. Zwischen den Pfosten vertraut Zachhuber auf den vom SV Wehen Wiesbaden verpflichteten Alexander Walke. Der Ex-Bremer setzte sich im internen Duell gegen Jörg Hahnel durch: "Die Entscheidung ist hauchdünn ausgefallen", sagte Zachhuber.

Andreas Messmer