München - Gegen den FSV Frankfurt hat der MSV Duisburg vor zwei Wochen die erste Heimniederlage der Saison eingesteckt. Diese Pleite gilt es nun auszumerzen, am besten mit einem Sieg im Derby gegen den VfL Bochum am Freitag (ab 17:45 Uhr im Live-Ticker).

"So ein Derby ist immer ein bisschen mehr als ein normales Spiel", gestand MSV-Trainer Milan Sasic, der mit einem Sieg sogar vorübergehend auf Platz 1 klettern kann. "Es wird aber nicht einfach gegen den VfL, der nach dem Abstieg mit dem Ziel angetreten ist, wieder nach oben zu kommen. Und die letzten drei Spiele haben gezeigt, dass man mit der Mannschaft meines Kollegen Friedhelm Funkel rechnen muss."

Bochum mit Siegesserie

Drei Spiele in Folge haben die Bochumer zuletzt gewonnen und dabei nur ein Gegentor kassiert. In der Tabelle rangieren die Westfalen zwar weiter auf dem 9. Platz, doch der Abstand zum Relegationsplatz 3 wurde von zehn auf sechs Punkt verringert.

Mit einem Sieg bei den "Zebras" will Bochum seine Ausgangsposition für die Rückrunde noch einmal verbessern. "Wir wollen an die Leistungen der letzten Spiele anknüpfen", meint deshalb auch VfL-Trainer Funkel.

Doch der Coach warnt auch vor den Gastgebern: "Sie haben ohne Zweifel eine gute Mannschaft. Der MSV ist für mich ein Aufstiegskandidat. Das wird keine einfache Aufgabe." Zumal die Duisburger nach zuletzt zwei sieglosen Auftritten gegen den FSV Frankfurt (1:3) und beim SC Paderborn (0:0) unter Zugzwang stehen. Daher braucht es wieder die "Einstellung und Laufbereitschaft von zuletzt, um auch in Duisburg zu bestehen", erklärt Funkel.

Nur wenig Ausfälle

Duisburg hofft im Derby auf volle Zuschauerränge, und auch im Kader kann Sasic fast aus dem Vollen schöpfen. Sorgen macht lediglich Maurice Exslager; der Stürmer laboriert an einem grippalen Infekt.

Bei den Bochumern wird neben dem Langzeitverletzten Matias Concha definitiv Paul Freier nicht zur Verfügung stehen, der nach seinem grippalen Infekt noch nicht den nötigen Fitness-Level erreicht hat, sowie die beiden Rekonvaleszenten Philipp Bönig und Mirkan Aydin.




Arminia Bielefeld - Alemannia Aachen

Die schlechten Nachrichten reißen derzeit bei Arminia Bielefeld nicht ab. Die Ostwestfalen warten nicht nur seit vier Spieltagen auf einen Punktgewinn, zum Hinrundenabschluss gegen Alemannia Aachen fällt nun auch noch Torhüter Dennis Eilhoff aus.

Arminias Nummer 1 wurde von einem Magen-Darm-Virus außer Gefecht gesetzt. Der 28-Jährige konnte am Abschlusstraining ebenso wenig teilnehmen wie Innenverteidiger Markus Bollmann, der sich am vergangenen Freitag in Karlsruhe einen hartnäckigen Bluterguss in der Wade zugezogen hatte und ebenfalls ausfällt. Hinzu kommen neben den Langzeitverletzten auch Manuel Bölstler, Marcel Appiah, Franck Guela, Alon Abelski und Christ Kasela.

Keine leichte Aufgabe für Trainer Ewald Lienen und sein Team, um vielleicht den Abstand des Tabellenletzten zur Konkurrenz zu verkürzen. Zumal mit der Alemannia eine Mannschaft aus dem Mittelfeld der 2. Bundesliga kommt. "Sie wollen das Spiel in die Mitte lenken und arbeiten dort dann sehr kompakt und effektiv", beschreibt Lienen die übliche Taktik des Gegners. Gleichzeitig würden die Alemannen nach vorne frei und unbelastet aufspielen. "Sie haben eine junge, hungrige Mannschaft und sind daher ein ernstzunehmender Gegner. Aber auch wir haben viele junge Spieler im Kader, das gleicht sich also aus", erklärt Lienen.

Hyballa befürchtet Rutschpartie

Einen Gang rausgenommen hat das Trainerteam in Aachen in dieser Woche. Am Montag fiel die zweite Einheit aus, am Dienstag gab Coach Peter Hyballa ganz frei - eine völlig ungewohnte Maßnahme, die vor allem der mentalen Entspannung dienen sollte.

Große Überraschungen sind bei der Aufstellung also nicht zu erwarten, Kevin Kratz kehrt nach Gelbsperre auf die zentrale Position vor der Abwehr zurück. "Er ist ein ganz wichtiger Spieler für uns", sagt Hyballa. Kratz ist als beweglicher Techniker auch für die zu erwartenden Platzverhältnisse in der SchücoArena prädestiniert. "Es wird auf dem Platz sicher kein Hochgenuss werden", vermutet Hyballa eher eine Rutschpartie denn einen Teppichboden. "Da wird auch mal der eine oder andere lange Ball gespielt werden."

Hyballa gibt aber klar verständliche Ziele aus: "Drei Punkte holen, am besten auch noch gut spielen, keine Verletzten und dann sicher wieder nach Hause kommen."




FC Erzgebirge Aue - FSV Frankfurt

Die Partie in Aue wurde wegen starken Schneefalls abgesagt.