Erst kurz nach dem Start der Rückrunde ist Momar N'Diaye zum Kader von Rot Weiss Ahlen gestoßen. Und die große neue Unbekannte im Sturm des Tabellenletzten machte sich schnell einen Namen.

Bereits in seinem zweiten Spiel unter Christian Hock erzielte N'Diaye sein erstes Tor für Ahlen. Es war zugleich der Siegtreffer gegen RWO am 20. Spieltag und der erste Sieg für die Ahlener seit Ende November.

Im Interview mit bundesliga.de spricht N'Diaye über seinen gelungenen Einstand bei Rot Weiss und das erhoffte Ziel Klassenerhalt.

bundesliga.de: Herr N'Diaye, gleich im zweiten Spiel für Ahlen schossen Sie Ihr erstes Tor. Was bedeutet Ihnen dieses frühe Erfolgserlebnis?

Momar N'Diaye: Es ist immer ein sehr schönes Gefühl, wenn man sein erstes Tor für seinen neuen Club erzielt. Aber ohne die Unterstützung meiner Mannschaftskollegen hätte ich das niemals geschafft, denn ein Treffer ist immer die Arbeit des ganzen Teams.

bundesliga.de: Sie wurden nur wenige Tage nach Ihrer Ankunft in Ahlen auf Anhieb in der Startelf eingesetzt. Auch gegen RWO spielten Sie von Beginn an. Überrascht Sie das schnelle Vertrauen des Trainers?

N'Diaye: Nein, überhaupt nicht. Denn ich habe von Beginn an gezeigt, dass ich Lust habe, Fußball zu spielen und der Mannschaft unbedingt helfen will. Und dann ist es glaube ich für einen Trainer auch keine schwere Wahl, jemanden einzusetzen. Mir hat dieses Vertrauen aber sehr geholfen, so dass ich meine Leistung in den beiden Spielen abrufen konnte.

bundesliga.de: Sie sind in der Winterpause vom FC Metz gekommen. Warum haben Sie sich für Ahlen entschieden?

N'Diaye: Mit einem Blick auf die Tabelle hätten bestimmt viele Spieler abgelehnt. Aber für mich war gerade das eine Motivation, hier her zukommen und Ahlen beim Kampf um den Klassenerhalt zu helfen.

bundesliga.de: Im Sommer waren Sie bereits in Duisburg zu einem Testtraining. Damals hat es nicht mit einem Vertrag geklappt. Aber war Ihnen da schon klar, dass Sie gern in Deutschland spielen wollen würden?

N'Diaye: Ja, auf jeden Fall. Ich wollte unbedingt in Deutschland spielen, obwohl ich sagen muss, dass der deutsche Fußball wesentlich härter ist als der Fußball in Frankreich.

bundesliga.de: Wie ist Ihr erster Eindruck von Ahlen - sowohl sportlich wie auch menschlich?

N'Diaye: Ich fühle mich hier insgesamt von Tag zu Tag immer wohler. Alle Menschen hier im Club und im Umfeld sind wahnsinnig nett zu mir. Und das erleichtert es natürlich ungemein, mich zu integrieren.

bundesliga.de: Noch sind Sie ein weitestgehend unbeschriebenes Blatt in der 2. Bundesliga. Sagen Sie uns doch bitte, was Sie als Ihre Stärken auf dem Platz beschreiben würden?

N'Diaye: Ich bin ein Fußballer durch und durch. Meine Waffen zeige ich auf dem Platz. Da können mich meine Gegenspieler kennenlernen - sowohl was meine Stärken als auch meine Schwächen angeht.

bundesliga.de: Welche Ziele haben Sie sich in Ahlen gesteckt?

N'Diaye: Ich möchte natürlich mit Ahlen die Klasse halten und dabei so viele Spiele wie möglich absolvieren. Und dabei will ich mich jeden Tag weiterentwickeln, um irgendwann meine Höchstleistung abrufen zu können.

Die Fragen stellten Michael Reis und Sebastian Stolz