Zusammenfassung

  • Matti Steinmann wurde erst unter Christian Titz von der Reservemannschaft in die Stammelf beim HSV befördert
  • Der 23-Jährige ist seither gesetzt
  • Im Interview spricht er auch über die neue Spielidee der Hanseaten

Köln – Matti Steinmann vom Hamburger SV wurde in der vergangenen Saison von der Reservemannschaft in die Bundesliga befördert und ist seither im Mittelfeld des HSV gesetzt. Im Interview mit bundesliga.de spricht der 23-Jährige über die Konkurrenten in der 2. Bundesliga, die Philosophie von Trainer Christian Titz und seine kuriose Karriere.

bundesliga.de: Am Freitag startet der HSV in die erste Zweitligasaison der Clubgeschichte. Anders als zuletzt in der Bundesliga sind sie nun die Favoriten. Wie geht die Mannschaft mit der neuen Situation um?

Matti Steinmann: Anders als in der Vergangenheit ist es ja ein positiver Druck. Ich bin optimistisch, dass wir einen guten Saisonstart hinlegen werden. Aber wir müssen uns eben auch in der Liga beweisen, uns auf unsere eigene Leistung konzentrieren und die Situation annehmen. Wir haben aber die Qualität und das nötige Selbstbewusstsein.

bundesliga.de: Sie werden wahrscheinlich häufig das Spiel machen müssen. Welche Spielidee hat der Trainer ihnen in der Vorbereitung vermittelt

Steinmann: Die Spielidee war im Ansatz bereits am Ende der letzten Saison zu sehen: Wir wollen dominant Fußball spielen, mit viel Ballbesitz und Zug zum Tor. Das gilt es im Training zu verinnerlichen und mehr und mehr auf dem Platz umzusetzen. Das geht natürlich nicht von heute auf morgen. Wir müssen geduldig bleiben.

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bundesliga.de: Was sind ihre persönlichen Ziele für die kommende Saison?

Steinmann: Ich möchte so viele Spiele wie möglich machen, um der Mannschaft so oft es geht zu helfen. Jeder Einzelne des Teams muss seinen Teil dazu beitragen, dass wir eine erfolgreiche Saison spielen.         

bundesliga.de: Welche Teams sind für Sie die größten Konkurrenten im Aufstiegskampf?
Steinmann: Zuallererst natürlich Köln, aber die Liga ist ausgeglichen und insgesamt schwer einzuschätzen. Es gibt viele Mannschaften mit Qualität

bundesliga.de: Sie sind 2014 von der zweiten Mannschaft des HSV zu den Profis gestoßen und haben dann schon am 4. Spieltag gegen die Bayern ihr Bundesliga-Debüt gegeben. Das zweite Bundesliga-Spiel ließ dann bis zum März 2018 auf sich warten. Gab es zwischen diesen zwei Spielen Momente, in denen Sie an ihrer Karriere als Profifußballer gezweifelt haben?

Steinmann:  Es war nicht immer einfach, gerade die Zeit, in der ich verletzt war. Aber ich bin insgesamt gestärkt daraus hervorgegangen, habe nie aufgegeben und viel für mich gelernt. Natürlich hätte ich gerne früher wieder in der Bundesliga gespielt, aber ich bin froh, dass ich die Chance genutzt habe und will mich jetzt weiter etablieren.

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© gettyimages / Oliver Hardt

bundesliga.de: Mitten im Abstiegskampf hat Ihnen Christian Titz dann das Vertrauen geschenkt und Sie standen in den letzten acht Saisonspielen unter ihm in der Startelf. Konnten Sie die Zeit trotz der sportlich prekären Situation auch ein wenig genießen?

Steinmann: Ich habe mich über das Vertrauen des Trainers sehr gefreut. Und natürlich genießt es jeder Spieler auf dem Platz zu stehen, die Stadionatmosphäre aufzusaugen. Dafür sind wir alle Fußballer geworden. Umso bitterer war es, dass es am Ende nicht zum Klassenerhalt gereicht hat, obwohl wir die letzten Spiele positiv gestalten konnten.

bundesliga.de: Fühlen Sie sich als gebürtiger Hamburger besonders in der Pflicht, den ersten Abstieg schnellstmöglich zu reparieren?

Steinmann: Ich glaube, dass ich für alle meine Mitspieler sprechen kann, wenn ich sage, dass wir den HSV schnellstmöglich wieder nach oben bringen wollen. Es gilt den Abstieg wieder gut zu machen und den Fans etwas zurückzugeben. In meiner Stadt den Aufstieg zu schaffen, wäre dann auch für mich etwas Besonderes.