München - Für den 1. FC Kaiserslautern verlief der vergangene Spieltag traumhaft. Am Samstag unterlag Mitkonkurrent Köln dem abstiegsbedrohten VfL Bochum, tags darauf servierten die "Roten Teufel" den FSV Frankfurt - ebenfalls ein Rivale um Rang 3 - mit 4:1 ab und verschafften sich so eine geniale Ausgangsposition im Kampf um den Relegationsplatz.

Die Pfälzer haben vor dem 33. Spieltag vier Punkte Vorsprung auf den 1. FC Köln. Ein Sieg in Regensburg und der 3. Platz wäre dem FCK nicht mehr zu nehmen. Die "Geißböcke" haben parallel dazu Tabellenführer Hertha BSC zu Gast (alle Spiele ab 13:15 Uhr im Live-Ticker/Liga-Radio).

Beim Tabellenletzten Jahn Regensburg, der den Gang in die 3. Liga antreten muss, ist bereits Aufarbeitung angesagt. "Es haben alle versucht, ihr Bestes zu geben", blickt Trainer Franciszek Smuda im "kicker" auf die Saison zurück. "Mancher hat vor ein paar Monaten noch in der U23 gespielt und jetzt hat er Zweitligaerfahrung. Das wird sich auf lange Sicht für den Verein auszahlen." Gegen den favorisierten FCK muss der polnische Übungsleiter auf eine Fülle von Spielern verzichten. Pedro Beck Gomes (Kreuzbandriss), Ramon Machado (Muskelfaserriss), Marco Djuricin, Andre Laurito, Jonatan Kotzke und Thomas Kurz (alle im Aufbautraining) werden ausfallen.

Der Relegationsplatz wird dem 1. FC Kaiserslautern auf dem Silbertablett präsentiert. Die "Roten Teufel" müssen lediglich die Partie beim Tabellenletzten Jahn Regensburg gewinnen, dann winkt die Qualifikationsrunde zur Bundesliga. Aber: Der FCK hat in den vergangenen Wochen so manchen Gegner zuhause vorgeführt, um danach auswärts ein ganz anderes Gesicht zu zeigen. In Aue spielte die Elf von Franco Foda gegen neun Mann nur 1:1, in Cottbus kassierte man eine 2:4-Schlappe. Deshalb ist man gewarnt.

"Regensburg dürfen wir auch trotz des feststehenden Abstiegs nicht unterschätzen", sagt Foda. "Viele Niederlagen, die sie kassiert haben, waren sehr knapp im Endergebnis." Enis Alushi, Markus Karl (beide Reha), Albert Bunjaku (Muskelverletzung) und Mimoun Azaouagh (Muskelfaserriss) werden in der Oberpfalz nicht mit von der Partie sein.



Schiedsrichteransetzungen

Das Beste kommt zum Schluss! Im letzten Heimspiel der Saison erwartet der 1. FC Köln mit Hertha BSC den Tabellenführer der 2. Bundesliga. "Das wird noch einmal eine richtige Herausforderung", sagt Trainer Holger Stanislawski, der die Hoffnung auf den Aufstieg noch nicht begraben will. "Die Möglichkeit ist zwar minimal, aber wir wollen sie nicht verschenken." Bis auf Innenverteidiger Kevin Wimmer (Bänderriss) stehen dem 43-Jährigen alle Akteure zur Verfügung.

Nur noch einen Punkt benötigt Hertha BSC, um die Meisterschaft in der 2. Bundesliga perfekt zu machen. Dieser Punkt soll in Köln her. "Wir müssen von Beginn an unsere defensive Stabilität finden und im Spiel nach vorne Möglichkeiten kreieren und verwerten", sagt Trainer Jos Luhukay. "Wir haben eine starke Saison gespielt, die wir nun auch so zu Ende bringen möchten." Peter Pekarik, Ronny (beide gelbgesperrt) und Peter Niemeyer (Trainingsrückstand) treten die Reise ins Rheinland nicht mit an.




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Rein tabellarisch geht es für den FC Energie Cottbus um nichts mehr. Die Lausitzer rangieren mit 44 Zählern im Mittelfeld. Trotzdem ging es im Training unter der Woche "heiß her". Für Trainer Rudi Bommer ist das ein Anzeichen dafür, dass alle Akteure auf die letzten beiden Partien hinfiebern und die Spielzeit keineswegs "austrudeln" lassen. Das Heimspiel gegen den Vorletzten SV Sandhausen will Bommer offensiv angehen. "Wir gehen vorne drauf", kündigte der 55-Jährige an. Julian Börner (Rotsperre), Michael Schulze (Gelbsperre), Markus Brzenska, Daniel Brinkmann (beide im Aufbautraining) und Daniel Adlung (U23) stehen nicht im Kader.

Den SV Sandhausen plagen vor der Partie in der Lausitz Personalsorgen. Zu dem verletzten Quintett Simon Tüting, Ole Kittner (beide rekonvaleszent), Kristjan Glibo (Oberschenkel-Verletzung), Frank Löning und Daniel Ischdonat (beide Knieverletzungen) hat sich noch Regis Dorn gesellt, der sich im Training am Mittwoch einen Mittelhandbruch zuzog. Im Abstiegskampf spielt die personelle Misere der Badener aber keine Rolle mehr. Die Mannschaft von Hans-Jürgen Boysen steht mit dem SSV Jahn Regensburg bereits als Absteiger in die 3. Liga fest.




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