München - Zum Auftakt des 19. Spieltags in der 2. Bundesliga tritt der FC Augsburg am Freitag in Paderborn an, wo der Tabellenführer seinen Vorsprung auf die Konkurrenz verteidigen will. Zehn Spiele sind die Fuggerstädter mittlerweile schon ungeschlagen - gegen Paderborn soll das elfte folgen. Konkurrent MSV Duisburg spielt ebenfalls in der Fremde. Das Team von Milan Sasic tritt in Ingolstadt an, während der TSV 1860 München in Osnabrück seinen Negativlauf beenden will (alle Partien ab 17:45 Uhr im Live-Ticker/Liga-Radio).

SC Paderborn - FC Augsburg

"Wir sind bundesligatauglich", verkündete Augsburgs Coach Jos Luhukay und unterstrich damit die Ansprüche des FCA. Die beeindruckende Serie im Rücken, präsentiert sich seine Elf derzeit in Bestform. Paderborn muss den Blick nach der 0:1-Niederlage im Nachholspiel gegen Aue dagegen eher nach unten richten, steht auf Rang 13 und hat noch vier Punkte Vorsprung vor dem Relegationsplatz.

Die Gesamtbilanz der beiden Teams fällt leicht positiv für den SCP aus. Drei Mal behielten die Ostwestfalen gegen Augsburg die Oberhand, nur zwei Niederlagen stehen zu Buche. Zuhause ist Paderborn gar noch ohne Niederlage gegen den Tabellenführer. Die letzten beiden Aufeinandertreffen gewannen jedoch die Schwaben - und das jeweils zu Null.

Augsburg bangt um Thurk

Paderborns Coach Andre Schubert kann gegen den Tabellenprimus fast aus dem Vollen schöpfen, lediglich Daniel Brückner hat noch Trainingsrückstand. Markus Krösche, der nach seiner Verletzung gegen Aue ein Kurz-Comeback feierte, wird zunächst wohl nur auf der Bank sitzen. Die ärgerliche Niederlage gegen Aue, die wie im Hinspiel durch eine Standardsituation zustande kam, will Schubert mit seiner Elf möglichst schnell vergessen machen.

Beim FCA bangt man um den Einsatz von Torjäger Michael Thurk. "Er ist aus dem Spiel gegen Ingolstadt noch verletzt und bisher nur behandelt worden", berichtet FCA-Trainer Jos Luhukay. "Er versucht am Donnerstag eine Laufeinheit zu absolvieren, dann müssen wir schauen, ob es bis zum Spiel reicht." Dass Paderborn am Dienstag noch das Spiel in Aue auszutragen hatte, muss für den FCA kein Vorteil sein: "Sie können in nur kurzer Zeit die knappe 0:1-Niederlage nun vor eigenem Publikum wieder versuchen gutzumachen", meinte Luhukay.




FC Ingolstadt 04 - MSV Duisburg

Im Spiel Ingolstadt gegen Duisburg sieht alles nach einem Auswärtserfolg aus. 2008 endete die Partie 6:1 für den MSV und bedeutete die höchste Zweitliganiederlage in der Geschichte des FCI, auch in der Hinrunde gewannen die Meidericher mit 4:1, während Ingolstadt diesen Vergleich überhaupt noch nie für sich entscheiden konnte (ein Remis). Dies will man bei den "Schanzern" natürlich ändern, während der MSV nach dem Sieg gegen Osnabrück auf Tuchfühlung mit den Aufstiegsplätzen liegt und den Blick nach oben richtet.

Ingolstadt hofft gegen den MSV auf seine Neuverpflichtungen. Artur Wichniarek, der in der Vergangenheit mit einem Bandscheibenvorfall zu kämpfen hatte, klagt allerdings über Rückenprobleme. Ein Einsatz ist fraglich (sein Vertragsstatus bleibt bis zu einer gesicherten Rückkehr auf den Platz schwebend). Verteidiger Marino Biliskov, der am Mittwoch erstmals am Mannschaftstraining teilnahm, wird hingegen schon gegen den MSV in der Startelf erwartet.

MSV-Coach Milan Sasic will die zuletzt guten Ergebnisse gegen Ingolstadt nicht als Grundlage für das Spiel am Freitag nehmen. "Das ist Schnee von gestern", meinte der Übungsleiter. Neuzugang Ivica Banovic weiß: "Wir dürfen nicht noch einmal so auftreten, wie gegen Osnabrück in der ersten Halbzeit." Verzichten muss der MSV weiterhin auf Kapitän und Toptorjäger Srdjan Baljak (Muskelfaserriss an der Wade).




VfL Osnabrück - 1860 München

In Osnabrück treffen zwei der formschwächsten Teams der 2. Bundesliga aufeinander. Der VfL konnte nur zwei der letzten neun Spiele gewinnen, 1860 nur eins der letzten sieben Partien. In der Gesamtbilanz liegen die "Löwen" mit 2:1 Siegen knapp vorne und auch das Hinspiel gewannen die Münchner mit 3:1.

Osnabrück will nicht nur seine beeindruckende Flutlichtserie von 42 Spielen ohne Niederlage ausbauen, sondern auch den knappen Abstand zur Abstiegszone (ein Punkt) erhalten und im besten Fall ausbauen. Fehlen werden dabei die verletzten Michael Lejean (Fersenverletzung) und Niels Hansen (Rippenprellung).

1860-Coach Reiner Maurer plagen ebenfalls Personalsorgen. Daniel Halfar, Stefan Bell und Christopher Schindler sind verletzt, Djordje Rakic, Daniel Bierofka und Kai Bülow gesperrt. Neben dem Startelfdebüt von Neuverpflichtung Kevin Volland wird erwartet, dass Mittelfeldspieler Aleksandar Ignjovski links in der Viererkette verteidigt. Talent Tarik Camdal könnte im Mittelfeld zu seinem Saisondebüt kommen.




Christoph Gschoßmann