Der beste Aufsteiger trifft auf das beste Auswärtsteam: Das Spitzenspiel am Sonntag tragen Rot Weiss Ahlen und der 1. FSV Mainz 05 aus. (Erleben Sie die sechs Sonntagspartien des 11. Spieltags ab 13:45 Uhr im Live-Ticker/Liga-Radio!)

Nach den Schlappen gegen den 1. FC Kaiserslautern (1:4) und den SC Freiburg (0:3) wollen die Ahlener dieses Mal gegen einen Aufstiegsanwärter punkten. Mit den heimischen Fans sowie dem überzeugenden 2:0-Erfolg in Aachen unter der Woche im Rücken soll der sechste Saisonsieg eingefahren und den 17 Zählern weitere zugefügt werden.

Die Mainzer, die in Aachen vor drei Spieltagen mit 0:2 unterlagen, zollen dem Gegner Respekt. "Rot Weiss Ahlen dürfen, können und müssen wir nicht unterschätzen. Die haben nur vier Punkte weniger als wir und zu Hause gepunktet gegen Nürnberg und Rostock. Der letzte Sieg in Aachen sollte auch dem letzten zeigen, dass wir nicht zu einer No-Name-Mannschaft fahren. Ihnen gebührt Riesenrespekt, und den haben wir vor Ahlen", erklärte Trainer Jörn Andersen.

Sorgen im Defensivverbund

Der FSV muss vor allem im Defensivbereich kräfitg umbauen. Peter van der Heyden (Außenbandriss im Sprunggelenk) und der gesperrte Nikolce Noveski müssen passen. Ihre Ersatzmänner Bo Svensson, Marco Rose und Christian Demirtas befinden sich noch alle im Aufbautraining nach schweren Verletzungen.

Aber auch Ahlens Coach Christian Wück kann nicht aus dem Vollen schöpfen. Er muss weiterhin auf Manuel Bölstler (Knochenabsplitterung im Fuß) und Daniel Thioune (Mittelfußbruch) verzichten.


FC St. Pauli - 1. FC Nürnberg

Der FC St. Pauli hat unter der Woche seinen "Auswärtsfluch" besiegt und beim MSV Duisburg (2:1) die ersten Auswärtspunkte seit sechs Monaten eingefahren. Jetzt gilt es für die Kiezkicker, gegen Nürnberg ihre weiße Weste vor heimischem Publikum sauber zu halten.

Dieses Vorhaben müssen die Schützlinge von Holger Stanislawski aber ohne Björn Brunnemann angehen. Der Mittelfeldmann zog sich einen Faserriss am Übergang vom Gesäß- zum Oberschenkelmuskel zu. Ihm droht eine Zwangspause von vier bis sechs Wochen. Dafür ist Benjamin Weigelt nach überstandener Oberschenkelzerrung am Freitag wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen.

Oenning freut sich auf Millerntor-Atmosphäre

Auch beim 1. FC Nürnberg zeigt die Formkurve nach dem holprigen Start deutlich nach oben. Die Franken sind seit vier Partien ungeschlagen. Um diese Serie zu halten, ist ein enormer Aufwand nötig, wie Coach Michael Oenning weiß: "Wir werden das Spiel konzentriert angehen, weil wir wissen, dass uns eine heimstarke Mannschaft erwartet."

Der "Club"-Coach, der alle Mann an Bord hat, freut sich auf die besondere Atmosphäre am Millerntor: "Nicht nur für die Mannschaft, auch als Fan ist das ein ganz besonderes Erlebnis und unsere 2000 mitreisenden Anhänger werden wie eine Mauer hinter uns stehen."


TuS Koblenz - MSV Duisburg

Die TuS Koblenz gilt als die Heimmacht der 2. Bundesliga (17 Spiele ohne Niederlage) und willl das selbstverständlich auch gegen den MSV Duisburg demonstrieren. "Wir haben durch unser Publikum zu Hause einfach mehr Trümpfe in der Hand als auswärts", weiß Trainer Uwe Rapolder und hofft auf eine ordentliche Kulisse in der "Festung Oberwerth".

Den Gegner zält der TuS-Coach zum Kreis der Aufstiegsanwärter. "Der MSV Duisburg hat gute Chancen aufzusteigen", glaubt Uwe Rapolder und lässt sich dabei keinesfalls vom Tabellenstand blenden, der die "Zebras" aktuell auf Platz 9 sieht. Seine Marschroute ist klar formuliert: "Wir müssen uns durchkämpfen und unsere Punkte holen."

Scharte auswetzen

Beim MSV Duisburg herrschte nach dem 1:2 gegen die bis dato sieglosen St. Paulianer Katerstimmung. "Die Fehler, die wir bei den Gegentoren gemacht haben, dürfen einer Spitzenmannschaft nicht passieren," ärgerte sich Cheftrainer Rudi Bommer über die erste Heimniederlage der laufenden Saison.

Diese Scharte soll das Team nun in Koblenz auswetzen. "Nach diesem Rückschlag müssen wir jetzt unbedingt die positive Heimserie von Koblenz beenden, und schnell wieder einen positiven Lauf kriegen", fordert Bommer. Verzichten muss er auf Serge Branco (gesperrt), dafür steht Marcel Heller nach seinen Rückenproblemen erstmals im Kader. Angeschlagen sind Cedrick Makiadi (Bluterguss), und Ivica Grlic (Fußprobleme).


FC Ingolstadt - SC Freiburg

Das 0:0 beim SV Wehen Wiesbaden bedeutete für den FC Ingolstadt das erste "Zu Null" in der 2. Bundesliga. Trainer Thorsten Fink war mit dem Spiel zufrieden, hofft aber jetzt im Duell mit den spielstarken Freiburgern darauf, dass sein Team mehr Raum für das Offensivspiel zur Verfügung gestellt bekommt als dies in Wiesbaden der Fall war.

Darum ist wieder Angriff Trumpf und so werden voraussichtlich wieder zwei Stürmer beim Anpfiff auf dem Platz stehen: Vratislav Lokvenc und Ersin Demir. Nicht mit dabei sein kann Marcel Hagmann, der erneut einen Schlag auf seinen Mittelfuß bekam. Nur ein leichtes Laufprogramm konnte zuletzt Steffen Wohlfarth (muskuläre Probleme) absolvieren. Fraglich ist weiterhin der Einsatz von Heiko Gerber (Risswunde).

Wieder eine positive Reaktion?

Freiburg musste unter der Woche einen Rückschlag hinnehmen, als Mainz mit 1:0 die Punkte aus dem Breisgau entführte. Den Kopf in den Sand stecken will man beim SC deswegen natürlich nicht. "Vom Spielerischen her war das 0:1 gegen Mainz unsere bislang beste Niederlage, wenn man das so sagen will", sagt Robin Dutt. Dennoch sieht der Trainer "die Mannschaft insgesamt weiter auf einem guten Weg".

Zumal auf die bisherigen Saisonniederlagen in Aachen und Nürnberg stets positive Reaktionen vom Team gekommen sind. Mithelfen, dass sich dies fortsetzt, kann Ali Günes. Der Angreifer hat seine Muskelverletzung auskuriert. Das einzige Fragezeichen steht hinter dem Einsatz von Ömer Toprak. Der Verteidiger bekam gegen Mainz einen schmerzhaften Schlag auf den Fuß ab.


VfL Osnabrück - FC Augsburg

Die Englische Woche verlief für den VfL Osnabrück bisher nicht nach Wunsch. Zwei Mal mussten sich die Schützlinge von Claus-Dieter Wollitz mit 0:2 geschlagen geben - dem 1860 München und dem 1. FC Kaiserslautern.

Kurios ist jetzt, dass 2:0 das Standardergebnis ist, wenn der VfL mit Augsburg die Klingen kreuzt. Vier Mal trafen beide Mannschaften in der 2. Bundesliga aufeinander und jedes Mal hieß es am Ende 2:0. Zwei Mal siegte der VfL, in den vergangenen beiden Duellen triumphierte der FCA.

Über Zweikämpfe zum Erfolg

Ihren Aufwärtstrend nach sieben Punkten aus den vergangenen drei Spielen wollen die Augsburger auch in Osnabrück fortsetzen. Trainer Holger Fach erwartet "ein kampfbetontes Spiel, in dem wir die Zweikämpfe annehmen müssen und darüber hinaus Osnabrück fußballerisch erschrecken wollen. Der Schlüssel zu Erfolg wird sein, dass wir uns durch Zweikampfstärke Chancen erarbeiten und diese besser verwerten als zuletzt".

Personell stehen dem Trainer die gleichen Spieler zur Verfügung wie im vergangenen Duell gegen den FSV Frankfurt.


RW Oberhausen - FC Hansa Rostock

Rot-Weiß Oberhausen hat alle seine neun Saisonzähler auf eigenem Terrain eingefahren. Groß ist die Hoffnung natürlich auch dieses Mal, die Punkte zu behalten.

Vor allem das 2:1 im vergangenen Heimspiel gegen Aufstiegsanwärter 1. FC Kaiserslautern gibt den Mannen von Trainer Jürgen Luginger Selbstvertrauen. Unter der Woche setzte es eine 1:2-Schlappe beim 1. FC Nürnberg. Luginger bangt vor dem Spiel um den Einsatz von Timo Uster, den Nackenprobleme plagen.

Bartels an Hand operiert

Hansa möchte Wiedergutmachung für die 1:2-Heimniederlage gegen die SpVgg Greuther Fürth betreiben und die Fans mit einem Sieg in Oberhausen erfreuen.

Personell sieht es aber alles andere als rosig aus. Hinter dem Einsatz von Orestes (Grippe) und Tobias Rathgeb (Adduktiorenprobleme) steht noch ein Fragezeichen. Definitiv fehlen wird Fin Bartels. Der 21-jährige Mittelfeldspieler hat sich am Freitag im Training einen Mittelhandbruch zugezogen und ist noch am gleichen Abend im Rostocker Südstadt-Klinikum an der linken Hand operiert worden. Aufgrund der Verletzung muss Fin Bartels eine einwöchige Trainingspause einlegen.