München - Vier Spiele, drei Siege, ein Remis: Beim TSV 1860 München geht es langsam, aber sicher wieder aufwärts. Gelingt den "Löwen" wie in der Vorsaison auch ein Dreier in Karlsruhe, können sie in der Rückrunde vielleicht doch noch mal oben angreifen. Allerdings fällt auf Seiten der Sechziger Stammtorwart Gabor Kiraly aus.

Im zweiten Samstagsspiel muss der VfL Bochum beim Abstiegskandidaten FSV Frankfurt bestehen, wenn er seine Aufholjagd fortsetzten will (alle Spiele ab 12:45 Uhr im Live-Ticker/Liga-Radio).

Karlsruher SC - 1860 München

Beim TSV 1860 zeigte die Formkurve zuletzt wieder nach oben. Seit vier Spielen ist die Elf von Trainer Reiner Maurer ungeschlagen und holte dabei zehn von zwölf möglichen Punkten. Durch diese Serie sind die Münchner den Spitzenplätzen wieder ein gutes Stück näher gekommen, Platz 3 ist "nur" noch acht Punkte entfernt. Mit einem Sieg in Karlsruhe können die "Löwen" wieder Tuchfühlung aufnehmen.

Zumal die Münchner in Karlsruhe im Vorjahr sehr gut aussahen. Beim 4:2-Sieg der Münchner im Vorjahr überzeugte vor allem Benjamin Lauth (Foto) mit zwei Toren. Auch jetzt peilt er einen Sieg an: "Wir wollen das Gefühl mit in den Urlaub nehmen. Dafür müssen wir in Karlsruhe nachlegen." Nicht mithelfen kann Torhüter Gabor Kiraly, der sich im Donnerstagstraining verletzte. "Er kann mit dieser Verletzung nicht abspringen", sagte Maurer, der aber Vertrauen in Ersatzmann Timo Ochs hat: "Dass Timo nun spielt, ist überhaupt kein Problem." Auflaufen können wird dagegen Abwehrmann Necat Aygün.

Beim KSC sieht es derweil alles andere als rosig aus: von den letzten 15 Partien konnten die Badener nur eine gewinnen. Zuhause hielt der KSC kein einziges Mal in den letzten 15 Spielen seinen Kasten sauber. Auch unter Neu-Coach Jörn Andersen besserte sich die Lage nicht, bisher verloren die Badener alle vier Spiele unter ihm. Aber Hoffnung gibt es noch, zumindest bei Dirk Orlishausen: "So eine Serie wie hier habe ich noch nie erlebt. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass die so weitergeht", sagte der Keeper der "Pforzheimer Zeitung". "Ein Problem ist, dass wir immer sehr schnell in Rückstand geraten. Gegen 1860 München sollten wir das vermeiden, einen Treffer machen und gut ins Spiel finden. Dann ist der Sieg absolut drin", glaubt Orlishausen.

FSV Frankfurt - VfL Bochum

Der FSV Frankfurt überraschte unter der Woche mit einer Neuverpflichtung: Lauterns Chadli Amri stürmt ab der Winterpause für den FSV. "Mit seiner Geschwindigkeit, Technik und Vielseitigkeit ist er ein Gewinn für unsere Mannschaft", sagte Trainer Hans-Jürgen Boysen über den neuen Mann. Gegen die Bochumer kann Amri aber noch nicht helfen - obwohl das dringend nötig wäre. Die Hessen sind seit acht Partien sieglos, so lange wie aktuell kein anderer Zweitligist.

Nur ein Punkt trennt den FSV noch von der Abstiegszone. Immerhin acht Punkte hat der VfL, der schlecht gestartet war, schon zwischen sich und Rang 16 gebracht. Der mediale Fokus in Bochum liegt derzeit auf dem Pokalspiel gegen Rekordmeister Bayern München am kommenden Dienstag. Nicht so jedoch bei Chefcoach Andreas Bergmann: "Ich habe ausschließlich Frankfurt im Fokus", sagt er mit Nachdruck.

"Die Spieler wissen um die Schwere der Aufgabe in Frankfurt", versichert Bergmann. "Ich glaube nicht, dass das Spiel am Dienstag zu sehr in den Köpfen ist." Bergmann rechnet nicht mit einem Selbstläufer: "Frankfurt wird alles dafür tun, um mit einem positiven Erlebnis in das nächste Jahr gehen zu können", weiß Bergmann, der ein "unangenehmes und schweres Spiel" erwartet. Personell wird sich beim VfL wenig ändern und auch die Einstellung soll gleich bleiben: "Wir müssen die Überzeugung und die Entschlossenheit aus dem Spiel gegen Düsseldorf (1:1, d. Red.) mit nach Frankfurt nehmen", sagte Bergmann.