Der TSV 1860 München und Ewald Lienen haben den Cheftrainer-Vertrag in beiderseitigem Einvernehmen aufgelöst. Dies ist das Ergebnis der am Donnerstag (17. Juni) in der Geschäftsstelle zwischen dem bisherigen Cheftrainer der "Löwen" und Geschäftsführer Manfred Stoffers sowie Sportdirektor Miki Stevic stattgefundenen Gespräche.

Der 56-jährige Fußball-Lehrer hatte am Montag darum gebeten, seinen noch bis 30. Juni 2011 gültigen Vertrag vorzeitig aufzulösen, nachdem er ein konkretes Angebot von Olympiakos Piräus erhalten hatte.

"Das Beste - für beide Seiten"

Die "Löwen" sind diesem Wunsch nachgekommen und erteilen Lienen somit die sofortige Freigabe für den griechischen Vizemeister. Das Vertragsverhältnis mit Abder Ramdane als Co-Trainer wurde ebenfalls mit sofortiger Wirkung aufgehoben.

"Wir haben uns in einer sachlichen und von gegenseitigem Respekt bestimmten Atmosphäre darauf verständigt, dass die Auflösung des Vertrages in dieser Situation das Beste ist - für beide Seiten", sagte Manfred Stoffers: "Es ist besser, Ewald Lienen mit einer guten Erinnerung an 1860 München gehen zu lassen, als ihn mit Frust über die verbaute Karrierechance an den Verein zu binden."

Mit Olympiakos in die Europa League

Lienen selbst fällt der Abschied dennoch nicht leicht: "Ich hätte gerne die Hoffnungen der Fans erfüllt. Leider ist uns das nicht gelungen." Ausschlaggebend sei für ihn vor allem die sportliche Perspektive bei Piräus gewesen: "Olympiakos will jedes Jahr Meister werden und spielt in der nächsten Saison in der Europa League. Das ist für mich als Trainer einfach eine sehr große Chance."

Über die weiteren Inhalte des Auflösungsvertrages haben beide Seiten Stillschweigen vereinbart. Lienens Bilanz von insgesamt 36 Zweitliga-Spielen: 14 Siege, 7 Unentschieden, 15 Niederlagen.