Einige Clubs der 2. Bundesliga nutzten die Länderspielpause zu Testspielen. Mit Erfolg? bundesliga.de fasst die Ergebnisse der Partien vom Samstag zusammen.


FSV Frankfurt - Darmstadt 98 3:3 (2:2)

Der FSV Frankfurt hat sich im ersten Testspiel unter der Regie von Cheftrainer Hans-Jürgen Boysen 3:3 (2:2) von Regionalligist Darmstadt 98 getrennt.

FSV beweist Moral

"Drei Gegentore schmecken nicht, das habe ich anders erhofft", gab der neue Cheftrainer Boysen nach dem Schlusspfiff zu Protokoll. "Das ist weder vom Ergebnis, noch vom Spielrhythmus zufriedenstellend. Wir haben noch viel Arbeit vor uns. Wir müssen jede Gelegenheit nutzen, das zu verbessern und das werden wir auch tun", versprach Boysen.

Darmstadt ging drei Mal in Führung, der FSV glich jeweils wieder aus. Den Anfang machte Elia Soriano mit dem 1:0 nach elf Minuten. Nach einer FSV-Nachlässigkeit in der Hintermannschaft stürmte Uwe Hesse alleine auf FSV-Torhüter Patric Klandt zu, der die Chance zunächst vereiteln konnte, doch nach der folgenden Hereingabe zappelte der Ball nach Sorianos Schuss im Netz.

Die Antwort zum 1:1 folgte zwei Minuten später: Matias Esteban Cenci setzte sich am rechten Strafraumeck durch und lupfte den Ball zum schönsten Tor des Tages über "Lilien"-Keeper Joel Samake.

Taylor setzt Schlusspunkt

Nach etwas mehr als einer halben Stunde war es wiederrum Soriano, der einen Abpraller zur Darmstädter Führung nutzte. In der 42. Minute zeigte FSV-Goalgetter Cenci, dass er auch hervorragend Freistöße schießen kann. Er zirkelte den Ball aus 22 Metern in halblinker Position direkt ins Tor.

Nach gut einer Stunde war Klandt einmal mehr machtlos. Soriano grätschte in eine Flanke von rechts, Klandt wehrte ab, doch Hesse stand genau richtig, um den abgewehrten Ball zur erneuten Führung einzuschieben. Den Schlusspunkt zum 3:3 setzte Matthew Taylor aus kurzer Distanz nach gefühlvollem Zuspiel von Cenci.

FSV Frankfurt: Klandt Simac, Klitzpera (46. Hickl), Husterer (70. Gledson), Ledesma (46. Voigt) - Lagerblom, Mehic (70. Diakite) - Mokhtari (74. Pintol), Gjasula (46. Kujabi), Orahovac (70. Taylor) - Cenci

Tore: 0:1 Soriano (11. Min.), 1:1 Cenci (13. Min.), 1:2 Soriano (35. Min.), 2:2 Cenci (42. Min.), 2:3 Hesse (61. Min.), 3:3 Taylor (82. Min.)


1. FC Union Berlin - KSV Holstein Kiel 1:1 (0:0)

In einem Testspiel trennten sich der 1. FC Union Berlin und Holstein Kiel 1:1. Union spielte erwartungsgemäß mit vielen Akteuren, die zuletzt nicht zur Startformation gehörten.

Zudem kamen mit Kiyan Soltanpour und Martin Kohlmann zwei Spieler zum Einsatz, die sonst zum Kader der 2. Mannschaft gehören. Nach einer recht ordentlichen 1. Halbzeit, in der Union die Kieler kaum zur Entfaltung kommen ließ, allerdings auch kaum eigene Chancen herausspielte, verflachte die Begegnung in der 2. Halbzeit immer mehr.

Kiels neuer Trainer Christian Wück brachte nach der Pause eine komplett neue Elf, um sich ein Bild aller Spieler seiner Mannschaft zu machen und auch Union wechselte einige Male. In der 58. Spielminute nutzte schließlich Soltanpour einer wenigen Chancen und brachte Union mit 1:0 in Führung. In der Folge häuften sich allerdings kleine Nachlässigkeiten und Ballverluste. Schließlich konnte Guscinas in der 78. Minute einen Konter erfolgreich abschließen und das Tor zum 1:1 Endstand erzielen.

Wettkampfpraxis wichtig

Beide Trainer ordneten das Geschehen nach Spielschluss ähnlich ein. "Für uns war das Spiel sicherlich deutlich wichtiger als für Union. Im ersten Spiel unter einem neuen Trainer wollen sich alle Spieler zeigen und das haben sie streckenweise recht ordentlich gemacht", befand Holstein-Coach Christian Wück.

Uwe Neuhaus nahm seine "2. Garde" ein wenig in Schutz: "Man hat schon gesehen, dass mehrere Wochen ohne echte Wettkampfpraxis ihre Spuren hinterlassen. Mit jedem verlorenen Zweikampf, jedem Ballverlust zieht man sich dann mehr zurück. Trotzdem bin ich zumindest mit der 1. Halbzeit halbwegs zufrieden, danach war es kein ansehnliches Spiel mehr für die Zuschauer, aber trotzdem wichtig für die Spieler."

1. FC Union Berlin: Busch - Menz, Rauw, Schulz, P. Kohlmann (46. M. Kohlmann) - Peitz (83. Göhlert) - Brunnemann (26. Mattuschka), Dogan (67. Bemben), Antunovic - Benyamina (46. Soltanpour), Biran

Tore: 1:0 Soltanpour (58.), 1:1 Guscinas (78.)


SC Paderborn - Begatal-Auswahl 6:0 (3:0)

Kräftig Werbung in eigener Sache betrieb der SCP beim Testspiel gegen eine Begatal-Auswahl an der niedersächsischen Grenze in Barntrup-Sonneborn. Beim 6:0 (3:0) ließen die Paderborner vor 600 Zuschauern Ball und Gegner sehr überzeugend laufen, vergaßen nur bisweilen das Toreschießen. Unermüdlicher Antreiber im Mittelfeld, zunächst in zentraler Position und dann auf der rechten Seite, war einmal mehr Rolf-Christel Guié-Mien.

Ohne den leicht verletzten Matthias Holst (Bluterguss), die noch nicht ganz gesundeten Sebastian Schachten und Mahir Saglik (beide noch geschwächt durch die Grippe) und ein Quartett, das parallel in der U23 zum Einsatz kam (Sascha Burchert, Jens Wemmer, Christian Strohdiek und Sven Krause) ging der SCP die Partie an. So agierte Guié-Mien zunächst in der Spielmacher-Rolle, während Nejmeddin Daghfous (rechts) und Daniel Brückner (links) die Außenpositionen besetzten.

Klare Verhältnisse

Mit drei schnellen Toren startete der SCP in die Partie. Auf Flanke von Daghfous nutzte Mannschaftskapitän Rudolf Zedi seine Kopfballstärke und traf in der siebten Minute zum 0:1. Nur vier Minuten später war Frank Löning ebenfalls per Kopf zur Stelle, nachdem Philipp Heithölter den Ball von der linken Seite hereingegeben hatte. Das 0:3 erzielte Gaetano Manno nach schönem Doppelpass mit Sturmpartner Frank Löning, der in der Folgezeit bei einem Abschluss am Pfosten scheiterte. Auf der anderen Seite konnte sich Keeper Kasper Jensen bei zwei Fernschüssen auszeichnen.

Auch im zweiten Durchgang erfreute der SCP die Zuschauer mit gelungenen Kombinationen. In einem einseitigen Spiel mit 24:1-Ecken fielen die weiteren Treffer in der Schlussphase. Sercan Güvenisik, der zuvor einen an ihm verschuldeten Foulelfmeter verschoss (64.), zielte in der 83. Minute bei einem Lupfer zum 0:4 besser. Mit zwei Linksschüssen (85./86.) sorgte der dreifache Torschütze Löning für den Endstand.

Sportlicher Leiter und Chef-Trainer Andre Schubert zeigte sich sehr angetan von der gelungenen Trainingseinheit: "Wir waren 90 Minuten in Bewegung und haben den Ball gut laufen lassen. Der gegnerische Torwart ist zwar über sich hinaus gewachsen, aber auch so war ein zweistelliger Sieg möglich".

SC Paderborn 07: Jensen (46. Masuch), Gonther, Klukin, Mohr, Heithölter, Daghfous, Zedi, Guié-Mien, Brückner (46. Krösche), Daghfous, Manno (46. Güvenisik), Löning

Tore: 0:1 (7.) Zedi, 0:2 (11.) Löning, 0:3 (20.) Manno, 0:4 (83.) Güvenisik, 0:5 (85.) Löning, 0:6 (86.) Löning


SpVgg Greuther Fürth - Albanien 2:1 (2:1)

Die SpVgg Greuther Fürth hat ein Freundschaftsspiel gegen die A-Nationalmannschaft von Albanien mit 2:1 (2:1) gewonnen.

Die Gäste gingen in der 11. Spielminute durch Erjon Bogdani in Führung. Dem Tor war allerdings eine klare Abseitsposition vorausgegangen. Marino Biliskov glich zehn Minuten später mit einem Kopfball-Treffer aus. Den Endstand zum 2:1 besorgte in der 37. Minute Nicolai Müller.

"Ich habe eine flotte Partie von meiner Mannschaft gesehen. Es war ein verdienter Sieg. Wir haben auch nach den vielen Einwechslungen gut weitergemacht. Es war ein guter Test, um die Pause zu überbrücken", analysierte SpVgg-Trainer Benno Möhlmann die Partie.

SpVgg Greuther Fürth: Grün - Schröck (46. Kakoko), Biliskov, Mauersberger (46. Meichelbeck), Falkenberg (46. Nehrig) - Fürstner (67. Kleineheismann), Serdarusic (67. Rapp), Haas (46. Mokhtari), Müller - Sailer, Ghasemi-Nobakht (67. Katerna)

Tore: 0:1 Bogdani (11.), 1:1 Biliskov (21.), 2:1 Müller (37.)


FC St. Pauli gewinnt Blitzturnier in Baunatal

Im ersten Spiel gegen den Gastgeber KSV Baunatal konnte das Team von Holger Stanislawski mit 1:0 gewinnen. Timo Schultz traf mit dem Kopf und machte den knappen aber verdienten Sieg perfekt. Im zweiten Spiel gegen den KSV Hessen Kassel konnte sich Max Kruse als Torschütze eintragen - das Spiel endete 1:1.