Zum Abschluss des 32. Spieltags bestreitet der FC Ingolstadt sein erstes Endspiel! Heute Abend treffen die "Schanzer" auf den FC St. Pauli und gewinnt die Köppel-Elf nicht, dann steht der Abstieg in die 3. Liga fest.

Acht Punkte beträgt der Rückstand des Tabellenvorletzten auf den Relegationsplatz.

Siegesserie muss her

Der Abstieg kann nur durch drei Siege in den ausstehenden Partien gegen St. Pauli, beim FSV Frankfurt und gegen die TuS Koblenz sowie massiver Schützenhilfe der Konkurrenz erreicht werden.

Die Donaustädter sind sich der Situation bewusst und haben das heutige Duell gegen die Hanseaten daher zu einer "Frage der Ehre" ausgerufen (ab 20 Uhr im Live-Ticker). "So lange rechnerisch noch eine Chance besteht, habe ich die Hoffnung nicht ganz aufgegeben", erklärte Trainer Horst Köppel.

Warten auf das erste Erfolgserlebnis

Allerdings wartet Ingolstadt als einziger Club im deutschen Profifußball noch immer auf den ersten "Dreier" im Jahr 2009. Zuletzt verloren die "Schanzer" vier Mal in Serie, davor gab es vier Unentschieden in Folge.

Das bisher letzte Erfolgserlebnis feierte der FCI am letzten Spieltag der Hinrunde mit 1:0 in Koblenz. Den letzten Sieg vor heimischer Kulisse gab es am 2. November 2008 gegen den mittlerweile als Bundesliga-Aufsteiger feststehenden SC Freiburg (4:0).

Vielleicht kommt mit dem FC St. Pauli aber genau der richtige Gegner ins TUJA-Stadion. Die Hanseaten sind das schwächste Auswärtsteam der Liga und haben nur zwei von 15 Auftritten in der Fremde erfolgreich bestritten.

Keine Gastgeschenke - Gibt es ein Schützenfest?

Die Hanseaten, die sich durch den jüngsten 2:0-Erfolg gegen Mainz aller Abstiegssorgen entledigt haben, sind jedoch nicht gewillt, die Punkte kampflos abzugeben. "Jetzt haben wir mit 42 Punkten das Vorjahresergebnis erreicht", sagte Trainer Holger Stanislawski: "Aber wir wollen noch mehr."

Die Fans können sich daher womöglich auf einen offenen Schlagabtausch und ein Schützenfest freuen. Es treffen schließlich die zwei schlechtesten Abwehrreihen der 2. Bundesliga aufeinander. Die Hanseaten haben mit 57 die meisten Gegentreffer hinnehmen müssen, die Ingolstädter (52) vor Beginn des 32. Spieltags die zweitmeisten.

Verletzungssorgen auf beiden Seiten

Die Gastgeber müssen auf die Langzeitverletzten Necat Aygün, Alexander Buch, Andreas Buchner und Vratislav Lokvenc verzichten.

Bei St. Pauli stehen Marc Gouiffe à Goufan, Filip Trojan, Rouwen Hennings, Fabian Boll, David Hoilett und Carsten Rothenbach verletzungs- oder krankheitsbedingt nicht zur Verfügung.