Der 1. FC Kaiserslautern hat mit Kerem Demirbay als Last-Minute-Transfer einen weiteren Leistungsträger verpflichtet. Der 21-Jährige Deutsch-Türke kam auf Leihbasis vom Hamburger SV zu den Roten Teufeln und fühlt sich nach wenigen Tagen bereits richtig wohl. 

"Ich war schon vor meinem Wechsel fest davon überzeugt, dass der 1. FC Kaiserslautern einfach ein geiler Verein ist. Die Philosophie mit der jungen Mannschaft ist top, wir verstehen uns alle sehr gut und ich wurde hier super aufgenommen", berichtet Demirbay auf der Homepage des 1. FC Kaiserslautern.

Leihgeschäft als Chance

Beim Hamburger SV, wo er in der vergangenen Saison sein Bundesliga-Debüt gab, kam der türkische U21-Nationalspieler auf drei Bundesligaeinsätze. Nach Gesprächen mit Hamburgs Trainer Mirko Slomka, hat sich Demirbay für ein Leihgeschäft entschieden. Beim 1. FC Kaiserslautern sieht er die Möglichkeit, sich weiterzuentwickeln.

"Ich habe mich sehr über diese Chance gefreut, denn der 1. FCK ist ein Top-Verein für mich, der langfristig gesehen wieder in die Erste Bundesliga gehört. In den Gesprächen mit Stefan Kuntz, Markus Schupp und Kosta Runjaic hat mich die Philosophie, nach der hier gelebt wird, überzeugt und es hat mir ein gutes Gefühl vermittelt."

3 Tore im ersten Spiel

Im Testspiel im Rahmen der Länderspielpause gegen eine Auswahl in der Pfalz, stand Demirbay bereits zum ersten Mal für seinen neuen Verein auf dem Platz. Bei dem 12:0-Erfolg erzielte er drei Tore und bewies seine Qualitäten.

"Ich denke, ich habe in der Offensive Qualitäten und kann auch Verantwortung übernehmen. Die Mannschaft ist für mich wie meine Familie und die muss beschützt werden", so Demirbay.

Entscheidend wird es für ihn allerdings erst im Bundesliga-Alltag: "Natürlich ist es schön, dass ich direkt drei Tore erzielen konnte. Es waren ja schon einige Fans da, die so einen Eindruck von mir gewonnen haben. Aber ich denke, das Spiel war noch kein Maßstab."

Der Mythos Betzenberg

Von der speziellen Atmosphäre im Stadion auf dem Betzenberg hat Kerem Demirbey bereits gehört. Die Vorfreude des 21-Jährigen auf das erste Heimspiel ist groß.

"Wenn man sich vorstellt, dass hier bei einem Top-Spiel in der Zweiten Liga bis zu 50.000 Zuschauer live dabei sind, ist das schon beeindruckend. Ich möchte den Zuschauern gemeinsam mit der Mannschaft auch wieder leidenschaftliche Spiele mit positiven Ergebnissen bieten und damit an alte Zeiten anknüpfen. Wir müssen zu Hause eine Macht werden."

Am kommenden Freitag könnte Demirbay im Spiel gegen den FSV Frankfurt sein Pflichtspiel-Debüt für die Roten Teufel geben. Dann erlebt er zum ersten Mal die packende Stimmung auf dem Betzenberg. 

Patrick Eckholt