Die Befürchtungen haben sich bestätigt: Patrick Ebert fällt mindestens sechs Monate aus. Nach der ersten Untersuchung am Samstag in einer Ulmer Klinik konnte lediglich abschließend geklärt werden, dass sich Patrick Ebert keinen Bruch am Schienbein zugezogen hatte.

Genauere Diagnosen waren nicht möglich, zumal das Klnikum über keinen Kernspintomografen verfügte. Trainer Markus Babbel hoffte zu diesem Zeitpunkt noch. "Ich wünsche mir, dass wir bei Patricks Verletzung Glück im Unglück haben".

"Sehr bitte für Patrick, ausgerechnet jetzt..."

Herthas Nummer 20 flog am Sonntag gemeinsam mit der Mannschaft zurück nach Berlin. Klagte aber bei der Ankuft am Flughafen über Schmerzen. "Ich habe schlecht geschlafen und spüre Schmerzen bei jedem Schritt", sagte der 23-Jährige. Am Montagmorgen unterzog sich Patrick Ebert einer Magnet-Resonanz-Tomografie bei Herthas Mannschaftsarzt Ulrich Schleicher.

Der niederschmetternde Befund lautete: Riss des vorderen Kreuzbandes, sowie ein Riss des Außenbandes im rechten Knie.

Chefcoach Markus Babbel sagte betroffen: "Es ist sehr bitter für Patrick, ausgerechnet jetzt eine so schwere Verletzung verkraften zu müssen. Er wollte entscheidend mithelfen, die grauenhafte vergangene Saison vergessen zu lassen. Aber er wird sich wieder heran kämpfen und uns dann helfen, den Aufstieg zu schaffen."

Zusammenprall mit gegnerischem Torwart

Vorausgegangen war dem ganzen ein unglücklicher Zusammenprall Eberts mit dem Ulmer Torwart Benjamin Gralla beim 4:0-Sieg im letzten Testspiel des Trainingslagers.

Auch Hertha-Manager Michael Preetz zeigte sich geschockt: "Das ist ein schwerer Schlag für Patrick Ebert und Hertha BSC. Natürlich wird er fehlen, aber unser Kader ist so stark, diesen Verlust zu kompensieren." Herthas Mittelfeldantreiber, der sich in einer erstaunlichen Frühform präsentierte, wird wohl erst wieder zur Rückrunde einsetzbar sein.