Pinzgau - Nach Saalfelden am Steinernen Meer führte der Karlsruher SC sein letztes Testspiel gegen den russischen Erstligisten Rubin Kasan aus. Dabei musste KSC-Coach Markus Kauczinski auf Hiroki Yamada und Tim Grupp (beide muskuläre Probleme) sowie Ilian Micanski (Leistenprobleme) verzichten, die die rund einstündige Anfahrt zum Spielort nicht mit antraten.

Den KSC-Tross erwartete an Tag sieben beim Kräftemessen mit dem letztjährigen Fünftplatzierten der russischen Premjer-League neben einem top gepflegten Rasen auf dem  Gelände des 1. FC Pinzgau ein Temperatursturz auf 16 Grad und Dauerregen. Der aus deutscher Sicht wohl bekannteste Spieler der Russen ist der Brasilianer Carlos Eduardo, der 2010 von 1899 Hoffenheim zu Rubin Kasan wechselte.

Den ersten Schuss der Begegnung feuerte gleich nach rund 60 Sekunden Dimitrij Nazarov ab, der sich aus rund 20 Metern direkt an einem Abpraller versuchte und nur knapp am Rubin-Tor vorbeischoss. Nur wenig später (6.) war es erneut Nazarov, der einen schön vorgetragenen Angriff über die linke Seite durch Gulde und Max mit einem weiteren Schussversuch abschloss. Und der KSC machte munter weiter, in der 12. Minute kombinierten Torres und Krebs Jimmy Hoffer frei vor das Rubin-Tor, wo dieser den Ball aber auf dem nassen Rasen nicht kontrollieren konnte. Kurz darauf prüft Hennings aus 20 Metern Keeper Ryzhikov. Doch genau in diese gute Anfangsphase hinein dann der erste Nackenschlag: Der KSC verlor den Ball beim Spielaufbau in der Vorwärtsbewegeng und kassierte so das 0:1 durch Eduardo (13.).

Der KSC blieb weiter aktiv, musste aber umgehend die nächste kalte Dusche verkraften, als Orlishausen den glitschigen und nassen Ball bei einem Aufsetzer von Carlos Eduardo nicht festhalten konnte und Kasan somit auf 2:0 erhöhen konnte (16.) -  der zweite Treffer des Brasilianers. Der nächste gute Angriff gehörte wieder dem KSC – Torres Flanke von rechts setzte Hennings mit dem Kopf knapp am Tor vorbei (20.). 

KSC bleibt dran und wird belohnt

In der Folge gewann Rubin Kasan zunehmend die Oberhand und bestimmte das Spiel im Mittelfeld – daran änderte auch ein feiner KSC-Konter über Phillipp Max nichts, der in der Mitte Jimmy Hoffer bediente, dessen Schuss aber in letzter Sekunde noch abgeblockt werden konnte (35.). Vielfach bekam der KSC die robuste bis harte Gangart der Russen zu spüren, die so das KSC-Spiel immer wieder erfolgreich unterbanden. So wurden die Seiten gewechselt – und Coach Markus Kauczinski nutze diese Gelegenheit, wie vorab geplant alle Feldspieler komplett auszutauschen, einzig Keeper Dirk Orlishausen blieb auf dem Platz.

Die zweiten 45 Minuten spielten sich zu Beginn zunächst vor allem im Mittelfeld ab, erwähnenswert dabei ein Schussversuch von Ylli Sallahi aus halblinker Position, der knapp über das Rubin-Tor strich. (49.) – die einzige echte Chance der ersten Minuten. Doch dann ist es soweit - der KSC erzielt den Anschlusstreffer: Park tankte sich rechts durch, ziog den Ball hart nach innen – und dort war Neuzugang Vadim Manzon zur Stelle und traf gegen seine Landsleute erstmals für den KSC (54.). In der Folge blieb der KSC das Team mit mehr Spielanteilen, hatte mehr Ballbesitz.

Mit Beginn der Schlussviertelstunde begann Kasan wieder vermehrt, Lebenszeichen zu senden. Doch auch der KSC bleibt dran – und wird belohnt: Ylli Sallahi zirkelt einen Ball aus 18 Metern zum 2:2-Ausgleich in den rechten Winkel (86.). So trotzt der KSC dem russischen Erstligisten am Ende noch ein nicht unverdientes Unentschieden ab.

KSC:  Orlishausen – Max (46. Kempe), Gulde (46. Thoelke), Gordon (46. Stoll / 78. Mauersberger), Valentini (46. Traut) – Nazarov (46.Sallahi), Meffert (46. Peitz), Krebs (Mehlem), Torres (46. Park / 78. Fassnacht) – Hennings (46. Manzon), Hoffer (46. Köpke)