Karlsruhe/Regensburg - Die Wut hat sich inzwischen ein bisschen gelegt, der Trotz aber ist geblieben. Geht es nach Sportdirektor Oliver Kreuzer, dann besteht überhaupt kein Zweifel am Klassenerhalt des Zweitligisten Karlsruher SC.

"Wir gewinnen das Spiel. Aus die Maus. Ich verschwende null Gedanken an einen Abstieg", sagte Kreuzer vor dem Relegations-Rückspiel am Montag im Karlsruher Wildpark gegen den Drittligisten Jahn Regensburg (ab 20:15 Uhr im Live-Ticker/Liga-Radio)).

Heimstärke macht Mut



Nach dem war Kreuzer aufgebracht über den Foulelfmeter, den Regensburgs Selcuk Alibaz zur 1:0-Führung (58.) der Gastgeber nutzte.

KSC-Trainer Markus Kauczinski wollte sich mit der Szene des ersten Spiels nicht lange aufhalten, sondern erinnerte seine Profis vor dem entscheidenden Duell an die eigene Heimstärke: "Wir haben Frankfurt zuhause geschlagen und Paderborn bezwungen. Das sind Dinge, die sind in den Köpfen drin, die lassen uns hoffen. Aber es wir ein Kampf bis zum Schluss", sagte Kauczinski (Hier geht's zum Interview), unter dessen Regie die von vielen schon abgeschriebenen Badener die letzten vier Ligapartien im Wildpark gewannen (kein Gegentreffer).

"Das wird ein Riesenspaß"



Regensburgs Tobias Schweinsteiger setzt vor dem Showdown weiter auf die Außenseiterchancen seines Teams. "Das wird alles ein Riesenspaß. Und wenn es 120 Minuten geht. Diese zwei Spiele sind für uns ein Traum", sagte der Jahn-Kapitän. Im Erfolgsfall kann der Bruder von Nationalspieler Bastian Schweimsteiger die Früchte allerdings nicht mehr ernten. Tobias Schweinsteiger wechselt zum FC Bayern II in die Regionalliga und spielt dann erstmals in einem Verein mit seinem Bruder.

Auch Jahn-Coach Markus Weinzierl steht womöglich vor dem Absprung. Seit knapp zwei Wochen gilt der 37-Jährige als Anwärter auf den Trainerposten beim FC Augsburg. "Es macht keinen Sinn, wenn man immer über mich spricht", sagte Weinzierl. Erstmal solle die Mannschaft im Vordergrund stehen, die als bestes Auswärtsteam der 3. Liga nun auf genau diese Stärke baut. "Wir haben so eine tolle Saison gespielt und wissen, dass wir auch am Montag nicht ohne Chance sind", meinte Weinzierl.

Drittligist statistisch vorne



Die Karlsruher, die dank des Ausgleichstreffers von Pascal Groß (76.) eine glänzende Ausgangsposition haben, waren erst einmal in die Drittklassigkeit abgestiegen - im Jahr 2000.

Doch der KSC dürfte gewarnt sein. Seit der Wiedereinführung der Relegationsspiele hatte sich in Dynamo Dresden, dem FC Ingolstadt und dem SC Paderborn bisher immer der Drittligist durchgesetzt.