München - Am 4. Spieltag der 2. Bundesliga kommt es am Freitag zu einem Spitzenspiel, das wohl niemand vor der Saison auf dem Zettel hatte: Der Aufsteiger Karlsruher SC bittet den aktuellen Ligaprimus Greuther Fürth zum Duell um die Tabellenspitze. Außerdem steht ein Derby an.

Die Arminia Bielefeld spielt gegen den SC Paderborn um die Krone in Ostwestfalen. Der SCP wartet dabei immer noch auf seinen ersten Sieg, die Arminia ist dagegen noch ungeschlagen (Freitag, ab 18:15 Uhr im Live-Ticker). bundesliga.de blickt auf die Partien voraus:

Erster gegen Zweiter, Karlsruhe gegen Fürth. Wer hätte das gedacht? Die Stimmung könnte beim KSC zurzeit nicht besser sein. Aus drei Spielen holten die Badener sieben Punkte, belegen aktuell den zweiten Tabellenplatz und spielen ganz oben mit. "Wir haben festgestellt, dass wir um die Tabellenspitze spielen. Das motiviert. Da brauch ich niemand bremsen und auch niemanden pushen", sagt Trainer Markus Kauczinski. Die Karlsruher sind sich der Situation bewusst und stellen sich der Aufgabe, ohne dabei die Bodenhaftung zu verlieren. "Wir können damit umgehen", so Kauczinski. Personell kann der Coach aus dem Vollen schöpfen und sich gewiss auf sein Prunkstück verlassen: Die Abwehr. Der KSC stellt mit null Gegentoren die beste Defensive der Liga, trifft aber mit Fürth nun auf die beste Offensive.

Diese hat jedoch einen kleinen Knacks bekommen. Der erfolgreiche Sturm muss auf aufgrund der Kreuzbandverletzung von Nikola Djurdjic nun umgebaut werden."Die Sache mit Niko war für uns alle ein Schock. Wir haben mit ihm einen elementaren Spieler verloren", sagt Sportdirktor Rouven Schröder. Sein Landsmann Ognjen Mudrinski wird ihn zunächst ersetzten, ein Dauerlösung wird das jedoch nicht sein. "Wir sind in Überlegungen den Ausfall von Niko durch einen Transfer zu kompensieren", so Schröder. In die Partie gegen Karlsruhe geht das Kleeblatt trotz des Ausfalls von Djurdjic als Favorit. Personell kann Coach Frank Kramer auf den Großteil seiner Mannschaft bauen. Lediglich hinter Mergim Mavraj und Zoltan Stieber stehen noch kleine Fragezeichen. Sie werden von ihren Länderspielreisen direkt nach Karlsruhe fahren - ob es für den Kader reicht, wird vor Ort entschieden. Kramer erwartet beim Gastspiel gegen den KSC ein schwere Aufgabe: "Wir treffen auf einen sehr kompakten Gegner, es wird nicht einfach werden, zumal der KSC kein typischer Aufsteiger ist. Wir müssen präzise verteidigen und sehr effizient sein".



Schiedsrichteransetzungen

An den SC Paderborn haben die Bielefelder noch frische und sehr erfreuliche Erinnerungen. In der ersten Runde des letztjährigen DFB-Pokal kickte der damalige Drittligisit den SCP mit einem 3:1-Erfolg aus dem Wettbewerb. Nun begegnen sich die Teams auf Augenhöhe. Die Arminina geht dabei mit breiter Brust in das Ostwestfalenderby. Personell müssen die Bielefelder den Ausfall von Jan Fießer verkraften, der mit einer eitrigen Angina ausfällt. Coach Stefan Krämer zeigt sich trotzdem zuversichtlich für die Partie und baut auf die gute Verfassung seines Teams: "Wenn man die Zweitligaspiele zählt, sind wir gegen Paderborn deutlich im Hintertreffen, was jedoch nicht heißt, dass wir nicht gewinnen können und wollen. Mit der Leistung der letzten Wochen ist das durchaus möglich."

Mit ähnlich frischem Rückenwind gehen die Paderborner das Derby an. Auch wenn noch kein Dreier zu Buche steht, haben die Ostwestfalen beim Punktgewinn daheim gegen Köln die Formkurve weiter ansteigen lassen. Coach Andre Breitenreiter hat die freie Auswahl für die Startelf. Bis auf Alban Meha stehen ihm alle Akteure zur Verfügung. Der SCP-Trainer erwartet eine "umkämpfte" Partie, schaut mit großer Zuversicht auf das Derby: "Die Vorfreude auf das Spiel innerhalb der Mannschaft ist sehr groß. Die Spieler haben in dieser Woche wieder sehr ordentlich trainiert, wir sind sehr gut vorbereitet".



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