Köln – Zwei Traditionsvereine wollen am Montagabend den schlechten Saisonstart zurechtbiegen und die Abstiegsränge verlassen: Der TSV 1860 München empfängt den Karlsruher SC.

Die Löwen haben als einziges Team in der 2. Bundesliga noch keinen Sieg auf dem Konto und reagierten darauf zuletzt mit einem Trainerwechsel. Viel Erfahrung soll es dabei richten: Benno Möhlmann, mit 501 Einsätzen in der 2. Bundesliga der erfahrenste Übungsleiter im Unterhaus, ersetzt Torsten Fröhling. Möhlmann arbeitete bis zum Frühjahr 2015 noch beim FSV Frankfurt.

Möhlmann: "Kaltschnäuzigkeit fehlt"

Die ersten Eindrücke der Mannschaft fand Möhlmann durchaus positiv: "Sie ist fit, physisch stabil und glaubt an sich", so sein Fazit nach den ersten zehn Tagen. "Was fehlte, war die Effizienz und Kaltschnäuzigkeit. Das müssen wir möglichst schnell hinkriegen." Gleich bei seiner Premiere mit 1860 (ab 20:00 Uhr im Liveticker) muss Möhlmann aber auf etliche Stammkräfte verzichten: Gerade in der Defensive wird das Personal durch die Ausfälle von Kai Bülow, Milos Degenek und Rodnei knapp.

Ein Trainerwechsel steht auch beim Karlsruher SC an, allerdings wird Markus Kauczinski seinen laufenden Vertrag bis zum Sommer 2016 noch erfüllen. "Bis dahin gilt meine volle Konzentration und Energie der Mannschaft und dem Verein", versicherte der KSC-Coach, der in der Innenverteidigung auf Manuel Gulde (Oberschenkel-Zerrung) verzichten muss.

KSC mit Siegesserie gegen 1860

Die Badener kommen 2015/16 einfach nicht in Tritt, sechs Spiele in Folge hat man nun nicht mehr gewonnen, steht aktuell auf dem Relegationsplatz 16. Immerhin gab es vor der Länderspielpause noch ein Remis gegen den aktuellen Tabellenführer SC Freiburg.

Die letzten vier Duelle hat der KSC übrigens gegen 1860 gewonnen, eine längere Siegesserie gibt es keinen anderen Club in der 2. Bundesliga. In guter Erinnerung sollte dabei vor allem das letzte Aufeinandertreffen am 34. Spieltag der vergangenen Saison sein, als Karlsruhe mit 2:0 gewann und sich den Relegationsplatz drei sicherte. Die Löwen mussten damit in die Abstiegsrelegation. Am Ende blieben beide Clubs in der 2. Bundesliga und begegnen sich nun – nur wenige Monate später – auf Augenhöhe im Tabellenkeller.

Karol Herrmann