München - Für viele Fußball-Fans beginnt am heutigen Freitag die erste heiße Phase der neuen Saison. Die DFL Deutsche Fußball Liga wird ab 12 Uhr im Rahmen einer Pressekonferenz in Frankfurt die offiziellen Spielpläne der Saison 2013/14 für die Bundesliga und die 2. Bundesliga präsentieren. Die Vorstellung der Spielpläne wird im Internet exklusiv und live auf bundesliga.de übertragen (zum Livestream).

Auch beim DSC Arminia Bielefeld ist die Vorfreude nach dem Aufstieg aus der 3. Liga groß. "Diese 2. Bundesliga ist wirklich der Wahnsinn. Die meisten Clubs haben ja sogar eine Bundesliga-Vergangenheit. Das ist Tradition pur", sagt DSC-Trainer Stefan Krämer im Interview mit bundesliga.de.

Der 46-Jährige sagt außerdem, was sich für die Ostwestfalen in der kommenden Saison ändern wird, welche Ziele er sich gesetzt hat und worauf er sich am meisten freut.

bundesliga.de: Herr Krämer, ganz Fußball-Deutschland schaut am Freitag nach Frankfurt zur DFL. Sie sicherlich auch, oder?

Krämer: Ja, wir freuen uns alle schon riesig auf die Präsentation der Spielpläne. Wir hatten das Ziel 2. Bundesliga fest im Visier. Dass wir es so schnell realisieren konnten, kam aber auch für uns überraschend. Deshalb war dieser Aufstieg umso schöner und wurde in Bielefeld auch fast zwei Wochen von allen gefeiert. Das war fast wie Kölner Karneval. Ich habe das Training für Freitag deshalb extra so gelegt, dass wir alle ab 12 Uhr bei uns im Trainingszentrum vor dem Bildschirm sitzen können.

bundesliga.de: Sind Sie auch ein bisschen aufgeregt, wie der Gegner zum Auftakt heißen wird?

Krämer: Aufregung ist es nicht wirklich. Aber ich bin schon sehr gespannt. Und wenn ich mir ein Szenario aussuchen dürfte, würde ich ein Heimspiel wählen. Der Gegner ist mir dabei gar nicht so wichtig. Aber für uns als Aufsteiger wäre es sehr wichtig, die Euphorie und Begeisterung mitzunehmen. Und das geht zum Auftakt am besten zuhause in der SchücoArena.

bundesliga.de: Aber der 1. FC Köln wäre für Sie persönlich sicherlich ein 'Traumlos'.

Krämer: Das wäre schon ein richtiger Hammer. Ich wohne seit 30 Jahren in und um Köln. Da ist es natürlich ganz klar, dass ich eine große Affinität zum FC habe. Aber wie schon gesagt: Hauptsache, es wird ein Heimspiel.

bundesliga.de: Freuen Sie sich schon auf die vielen Duelle gegen so namhafte Clubs wie Kaiserslautern, Köln oder Düsseldorf?

Krämer: Diese 2. Bundesliga ist wirklich der Wahnsinn. Die meisten Clubs haben ja sogar eine Bundesliga-Vergangenheit. Das ist Tradition pur. Für uns ist das jetzt auch wieder eine neue Welt. Ob man in der 3. Liga vor 2.000 oder zum Beispiel auf dem Betzenberg vor 40.000 Fans spielt - das hat schon eine ganz andere Qualität.

bundesliga.de: Also verändert sich so einiges für den DSC?

Krämer: Nein, es ändert sich grundsätzlich nicht so viel. Denn auch in der 3. Liga wird professionell Fußball gespielt, und daher sind die Abläufe ähnlich. So werden wir weiterhin vor einem Heimspiel nicht ins Hotel fahren, sondern uns erst am Spieltag treffen. Den einen oder anderen Ablauf werden wir aber sicherlich noch verfeinern müssen.

bundesliga.de: Haben Sie vor dieser Aufgabe Respekt?

Krämer: Ich habe vor dieser Aufgabe sogar sehr großen Respekt. Aber es ist auch eine ganze Menge Vorfreude da. Wir werden uns auf jeden Gegner akribisch und gewissenhaft vorbereiten. Im Urlaub habe ich mir rund 40 Zweitligaspiele angeschaut, um die Unterschiede zwischen der 3. Liga und der 2. Bundesliga kennenzulernen. Wir werden unser Spiel sicherlich ein wenig verändern müssen. Aber Bange machen gilt nicht.

bundesliga.de: Wie schätzen Sie die Bielefelder Chancen insgesamt ein?

Krämer: Die 2. Bundesliga ist eine richtig große Herausforderung für uns. Wie groß, das hat man in der vergangenen Saison an den Beispielen von Sandhausen und Regensburg gesehen. Dieses erste Jahr ist immer sehr schwierig. Das müssen wir dringend überstehen. Und dann können wir weiterschauen.

bundesliga.de: Welche Ziele haben Sie sich gesetzt?

Krämer: Die Erwartungshaltung in der Stadt und das Interesse am Verein ist nach dem Aufstieg groß. Ich brauche aber keine zusätzliche Motivation. Denn das Spiel an sich treibt mich an. Ich will, dass wir auch gegen Teams wie Kaiserslautern, Düsseldorf oder Köln bestehen und die Klasse halten. Und ich bin mir sicher, dass wir das schaffen werden. Denn ich bin davon überzeugt, dass wir eine konkurrenzfähige Mannschaft stellen.

Das Gespräch führte Michael Reis


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