Peter Auer hat mit der TuS schon viel erlebt
Peter Auer hat mit der TuS schon viel erlebt
2. Bundesliga

"Können gegen jeden Gegner bestehen..."

Von Oberliga-Alltag bis hin zu Zweitliga-Triumphen: Torwart-Trainer Peter Auer hat die Entwicklung der TuS Koblenz wie kaum ein Zweiter aktiv miterlebt.

tuskoblenz.de sprach vor dem Heimspiel gegen den FSV Mainz 05 mit Peter Auer über die aktuelle sportliche Situation.

Frage: Herr Auer, Sie kennen noch die Zeiten, als die TuS gegen die zweite Mannschaft des FSV Mainz gespielt hat - vor meist wenigen hundert Zuschauern im Stadion Oberwerth. Denken Sie noch oft an diese Jahre?

Peter Auer: Hin und wieder schon, denn die Oberliga-Zeiten liegen ja noch keine Jahrzehnte zurück. Die TuS hat sich in den letzten Jahren sportlich rasant entwickelt, daher sind für mich die Erinnerungen an alte Zeiten zugleich ein warnender Zeigefinger. Denn eines ist klar: Der Fußball ist ein schnelllebiges Geschäft - und es gab immer schon Vereine, die innerhalb kürzester Zeit nach oben gekommen sind.

Nicht alle konnten sich allerdings dauerhaft dort etablieren, denn das ist eben die Kunst. Übertragen auf die TuS heißt das: Wir müssen jeden Tag dankbar sein, mit unserem Verein in der 2. Liga vertreten zu sein und bereit sein, sehr hart dafür zu arbeiten - erst Recht, wenn man die Infrastruktur sieht. Unser Stadion ist ebenso wenig zweitligatauglich wie die Trainingsbedingungen, um nur einmal zwei Punkte zu nennen.

Frage: Kommen wir zur sportlichen Situation. Gegen den FSV Mainz ist die Serie von 18 ungeschlagenen Heimspielen wohl ernsthaft in Gefahr, oder?

Auer: Das war sie doch auch schon vor den letzten drei Heimspielen, in die wir keineswegs als Favorit gegangen sind. Und mit fünf Punkten haben wir eine ordentliche Ausbeute erzielt, auch wenn es hätten sieben sein müssen. Das 1:1 gegen den MSV Duisburg war vom Spielverlauf her deutlich zu wenig.

Wir haben gezeigt, dass wir zu Hause gegen jeden Gegner der Liga bestehen können, warum nicht auch gegen Mainz? Angesichts unserer personellen Situation, die leider unverändert angespannt ist, kann es aber genauso gut sein, dass wir auch mal ein Heimspiel verlieren. Dann geht die Welt über Koblenz auch nicht unter.