München - Hertha BSC und Eintracht Braunschweig stehen als Aufsteiger in die Bundesliga bereits fest. Das Rennen um den begehrten Relegationsplatz ist jedoch noch völlig offen. Mit dem 1. FC Kaiserslautern, dem 1. FC Köln und dem FSV Frankfurt streiten sich gleich drei Mannschaften um Tabellenplatz 3. Für die Domstädter gilt es am Samstag vorzulegen, um die Mitkonkurrenten aus Frankfurt und Kaiserslautern, die am Sonntag im direkten Duell aufeinandertreffen, unter Druck zu setzen.

Eine einfache Angelegenheit wird ein Dreier für die "Geißböcke" aber mit Sicherheit nicht, denn das Team gastiert beim wiedererstarkten VfL Bochum. In der zweiten Samstagspartie in der 2. Bundesliga trifft der SV Sandhausen auf den FC Ingolstadt 04. Während der SV als Tabellenvorletzter mit 23 Punkten seit Freitagabend als zweiter Absteiger feststeht, stehen die "Schanzer" mit 39 Zählern im gesicherten Mittelfeld. bundesliga.de blickt auf die beiden Samstagsspiele (ab 12:45 im Live-Ticker/Liga-Radio).

Es ist schon unglaublich, was Peter Neururer in den vergangenen gut drei Wochen mit dem VfL Bochum angestellt hat. Mit der optimalen Ausbeute von neun Punkten aus drei Spielen unter dem neuen Trainer konnte sich das Team aus dem Ruhrpott im Abstiegskampf Luft verschaffen und viel Selbstbewusstsein tanken. "Wir haben in dieser Saison erstmals drei Saisonspiele in Folge gewonnen. Wenn wir wieder so konzentriert wie in der Vergangenheit auftreten und bis an unsere Leistungsgrenze oder darüber hinaus gehen, dann können wir auch gegen den 1. FC Köln gewinnen und einen ganz großen Schritt machen", erklärte Abwehr-Routinier Marcel Maltritz vor der anstehenden Partie.

Kölns Trainer Holger Stanislawski versucht hingegen, den Druck von seiner Mannschaft zu nehmen: "Meine Spieler sollen alles abwerfen, drei Spiele richtig Spaß haben und richtig genießen. Der Druck ist jetzt bei allen da, aber wir müssen uns vor Augen halten: Wir verlieren Platz 3 nicht, sondern wir können ihn gewinnen."

Der 1. FC Köln kann im Spiel in Bochum personell fast aus dem Vollen schöpfen. Einzig Tobias Strobl muss aufgrund eines grippalen Infekts passen. Beim VfL fehlen Lukas Sinkiewicz (Knieprobleme) und Selim Gündüz (Kreuzbandriss). Leon Goretzka und Mirkan Aydin sind nach Problemen unter der Woche wieder einsatzbereit.



Schiedsrichteransetzungen

Am Donnerstag wurde bekannt, dass sich der SV Sandhausen am Saisonende von Trainer Hans-Jürgen Boysen trennen wird. "Die Mission Klassenerhalt konnten wir nicht erfüllen, auch wenn ich immer noch ein kleines Fünkchen Hoffnung besitze. Deshalb ist es besser, einen Neuanfang in der 3. Liga zu machen", sagte Präsident Jürgen Machmeier. Dass die Badener die letzten drei Spiele abschenken, ist jedoch ausgeschlossen, schließlich will sich das Team würdevoll aus der 2. Bundesliga verabschieden.

Doch auch der FC Ingolstadt will am Samstag nochmal alles in die Waagschale werfen, um den Klassenerhalt endlich auch rechnerisch zu schaffen. "Für uns gilt es jetzt, da wir uns auf der Zielgeraden befinden, endlich über die Ziellinie zu gehen", erklärte Trainer Thomas Oral, warnt jedoch gleichzeitig davor, den Gegner zu unterschätzen. "Sandhausen hat in den letzten beiden Partien gegen Hertha und Bochum kompakt gestanden. Sie hätten auch mehr Punkte einfahren können."

Während bei den "Schanzern" alle Spieler einsatzfähig sind, blickt der SVS auf ein großes Lazarett. Mit Daniel Ischdonat, Ole Kittner, Kristjan Glibo, Alexander Riemann, Simon Tüting, Frank Löning und Ju Tae Yun stehen gleich sieben Akteure nicht zur Verfügung.



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