München - Keine Verschnaufpause! Der ist noch nicht einmal 24 Stunden alt, da rollt der Ball schon wieder in der 2. Bundesliga.

Zum Auftakt des 8. Spieltages reist der 1. FC Köln, der unter der Woche seinen Premierensieg in der laufenden Saison feierte, zum SC Paderborn. Der FC St. Pauli muss im Spiel eins nach Andre Schubert bei Aufsteiger Jahn Regensburg ran, in Aalen kommt es zum Duell zwischen dem heimischen VfR und dem FSV Frankfurt (ab 17:45 Uhr im Live-Ticker/Liga-Radio).

"Es wird interessant zu sehen, welche Mannschaft dem Spiel den Stempel aufdrücken wird", freut sich SCP-Trainer Stephan Schmidt auf das Duell mit dem 1. FC Köln. Trotz Hochbelastung durch die Englische Woche wolle man vor ausverkauftem Haus "ein hohes Tempo bis zum Ende gehen, ein gutes Spiel zeigen und erfolgreich sein". Gegen den Bundesligaabsteiger werden dem Coach Diego Demme (rotgesperrt), Kapitän Markus Krösche (Rückenprobleme) und Patrick Ziegler (Innenbandanriss) fehlen. Hinter dem Einsatz von Deniz Yilmaz (Prellung) steht ein Fragezeichen.

"Wir wollen das positive Gefühl aus dem Frankfurt-Spiel mitnehmen", erläuterte Kölns Trainer Holger Stanislawski. Man werde auf einen Gegner treffen, der "mit guten Leuten" gespickt sei und darüber hinaus "zuhause sehr aggressiv auftreten würde". Aber er deutete auch an, dass diese Spielweise der Ostwestfalen seiner Mannschaft entgegen kommen könnte. "Wir hoffen, dass wir die Räume, die sich uns bieten werden, effektiv nutzen können", sagte der 43-Jährige. "Wir waren gegen den FSV in der ersten Hälfte zu mutlos und haben uns sehr schwer getan." Das soll sich in Paderborn ändern.

Seine Mannschaft habe gut trainiert und sei trotz der großen Belastung durch die Englische Woche mit großem Eifer bei der Sache: "Oft ist es so, dass am zweiten Tag nach dem Spiel die Konzentration nachlässt, aber das konnte ich nicht feststellen. Die Spieler sind voll auf der Höhe und sehr fokussiert." Auf Kevin Mc Kenna (Entzündung am Zeh) und Matthias Lehmann (Fieber) muss "Stani" in Paderborn verzichten.



Schiedsrichteransetzungen

Der Knoten ist geplatzt beim Jahn. Beim haben die Regensburger bewiesen, dass sie nicht nur gut spielen, sondern auch Tore erzielen können. Schon drei Tage nach dem zweiten Saisonerfolg geht es für den Jahn zuhause mit der Partie gegen den FC St. Pauli weiter. Bislang gab es noch kein Aufeinandertreffen dieser beiden Mannschaften. Ein letzten Mal muss Coach Oscar Corrochano auf den rotgesperrten Philipp Ziereis verzichten. Auch für Thomas Kurz (Reha) und Benedikt Schmid (Adduktorenprobleme) kommt ein Einsatz noch zu früh. Einer im Team hat an den aktuellen Gegner ganz besondere Erinnerungen: Linksverteidiger Christian Rahn stand insgesamt 15 Jahre beim FC St. Pauli unter Vertrag und bestritt für die Hamburger auch sein erstes Bundesligaspiel.

Im Spiel eins nach Andre Schubert soll es nun ein Trio auf der Trainerbank des FC St. Pauli richten. Timo Schultz, Thomas Meggle und Mathias Hain coachen die Mannschaft in Regensburg. Für die "Kiezkicker" ist es das vierte Spiel in zwölf Tagen. "Da wird es darauf ankommen, wie frisch und bereit wir sind", ist sich Sportdirektor Rachid Azzouzi der hohen Belastung für die Mannschaft bewusst.

Doch unabhängig von der körperlichen Beanspruchung wünscht sich Azzouzi von seiner Truppe vor allem eines: Mut! "Wir fahren nach Regensburg, um den Bock endlich umzustoßen. Und das ist möglich, denn diese Qualität hat die Mannschaft", findet der 41-Jährige. "Aber wir müssen wieder mutiger und befreiter aufspielen und uns als Einheit auf dem Platz präsentieren." Nicht mit auf die weite Reise gehen Lennart Thy (Bänderriss) und Sören Gonther (Kreuzbandriss).



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Drei Spiele innerhalb von acht Tagen - VfR-Trainer Ralph Hasenhüttl wollte die erste Englische Woche in der 2. Bundesliga unbedingt erfolgreich gestalten und setzte deshalb in den Startformationen der letzten beiden Partien insgesamt 16 Akteure ein. Der Plan ging auf: Sechs von neun möglichen Zählern konnten die Aalener bereits auf ihrem Konto verbuchen. "Letztes Jahr haben wir unter der Woche nie etwas mitnehmen können, weil wir nicht rotieren konnten. Dieses Mal haben viele Dinge dafür gesprochen, wenn man den Entwicklungsprozess der Mannschaft betrachtet", erklärt der 45-Jährige. Auch gegen Frankfurt wird Hasenhüttl seine Startelf wieder verändern - "wie weiß ich allerdings noch nicht."

Was der Coach allerdings weiß: Auf jeden, der am Freitag auflaufen wird, kann er sich zu einhundert Prozent verlassen. "Die Entwicklung der Mannschaft stimmt mich positiv", sagte Hasenhüttl nach dem jüngsten . "Die Spieler, die am Millerntor aufgelaufen sind, haben genau die Reaktion gezeigt, die ich mir erwartet habe." Gegen den FSV werden Thorsten Schulz (Trainingsrückstand), Tim Kister (Syndesmose-Einriss) und Jürgen Mössmer (Entzündung im Knie) nicht im Kader stehen.

Unter der Woche musste der FSV Frankfurt beim 1:2 in Köln seine erste Saisonniederlage hinnehmen. "Wenn die erste Saisonniederlage erst am 7. Spieltag passiert, sollte man damit umgehen können", sagte Benno Möhlmann, der in Fürth bereits VfR-Coach Ralph Hasenhüttl trainierte. "Die Aalener sind eingespielt. Sie haben immer zehn Spieler auf dem Platz, die laufen, die arbeiten, die kämpfen." Der 58-Jährige ist sicher, dass "wir nur gewinnen können, wenn wir Entschlossenheit und Willensstärke abrufen". Ausfallen werden Mathew Leckie, Anthony Jung, Marcel Gaus und Tufan Tosunoglu (alle Reha).



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