Sotogrande - Am vorletzten Tag des Trainingslagers hat der 1. FC Union Berlin im südspanischen Andalusien gegen den bulgarischen Meister und Pokalsieger PFC Ludogorets Razgrad mit 1:0 (1:0) gewonnen. Den Siegtreffer erzielte Sebastian Polter am nach 15 Spielminuten.

Nur 36 Sekunden waren gespielt, als Steven Skrzybski seine Schnelligkeit ausspielte und PFC-Keeper Georgi Argilashki bei einem Rückpass des eigenen Mannes in Bedrängnis brachte. Der Befreiungsschlag des Torhüters landete von Skrzybskis Schienbein außerhalb der torgefährlichen Zone. Eine weitere gute Szene hatte Sebastian Polter, der die Hereingabe von Christopher Quiring im Zentrum nur um wenige Zentimeter verpasste (5.).

Union zu Beginn spielbestimmend

Union behielt die Oberhand und ging weitere zehn Minuten später verdient in Führung. Benjamin Köhler bediente mit viel Ruhe und Übersicht den mitgelaufenen Sebastian Polter, der den Ball mit einem artistischen Seitfallzieher in die Maschen drückte. Aber Ludogorets hätte nach einem Stockfehler von Toni Leistner durchaus zum Ausgleich kommen können. Doch im Zusammenspiel klärten Roberto Puncec und Christopher Trimmel gegen Pedro Junior aufmerksam (20.).

Den Zuschauern bot sich ein temporeiches Spiel, in welchem Union über die rechte Außenbahn immer wieder gute Angriffe initiieren konnte. Ludogorets war individuell sichtbar gut besetzt, kam aber kaum zu nennenswerten Chancen. Eine dieser Annäherungen an das Köpenicker Tor entsprang aus einem Freistoß, der im Nachschuss von Cosmin Moti über den Querbalken flog (37.). Ebenfalls über das Gehäuse ging der Schuss von Pedro Junior, der von einem Ballverlust von Christopher Trimmel profitierte (43.). Mit der Führung für Union ging es in die Pause.

Gutes Spiel auch nach der Pause

Das Spiel blieb auch im zweiten Abschnitt auf konstant gutem Niveau, allerdings ergab sich erst nach zehn Minuten eine weitere Möglichkeit. Steven Skrzybski beförderte den Ball nach einer Kontersituation an den rechten Innenpfosten, von wo dieser wieder ins Spielfeld prallte (56.). Nach einer Stunde reduzierte sich Ludogorets durch ein Foul an Christopher Quiring.

Man einigte sich jedoch darauf, dass der Gegner wieder auf 11 Spieler auffüllen durfte, um den ernsthaften Testcharakter der Partie nicht zu gefährden. Auf dem Rasen erarbeitete sich nach einem leichten Zwischenhoch der Bulgaren Union ein klares Chancenplus. In kurzer Abfolge scheiterte Steven Skrzybski am Torhüter und Sören Brandy sehenswert am linken Außenpfosten (79./80.). Bis zum Schlusspfiff hielt Union den Gegner in Schach und gewann den freundschaftlichen Vergleich auch aufgrund der Vielzahl erspielter Chancen absolut verdient.  

"Wir wollten uns mit guten Mannschaften messen, um so zu überprüfen wie weit wir sind. Das haben wir heute sehr gut machen können. Als Trainer sieht man immer Dinge, die man noch besser machen kann. Aber ich denke, das war ein ordentlicher bis sehr ordentlicher Test", kommentierte Norbert Düwel die Begegnung nach dem Abpfiff.  

Union Berlin: Haas – Trimmel, Puncec, Leistner, Parensen – Quiring (79. Kopplin), Zejnullahu, Köhler (55. Jopek), Kobylanski (55. Brandy) – Polter (78. Nebihi), Skrzybski