Nach der Beurlaubung von Chef-Coach Frank Pagelsdorf beginnt der Vorstand des F.C. Hansa Rostock am Montag mit der Suche nach einem geeigneten Nachfolger.

"Bislang haben wir noch keinerlei Gespräche geführt, denn bei einem Sieg über den VfL Osnabrück hätten wir weiter mit Frank Pagelsdorf zusammengearbeitet", erklärte der Vorstandsvorsitzende Dirk Grabow, der andererseits aber auch betonte, dass nicht nur das letzte Ergebnis ausschlaggebend für den einstimmigen Beschluss von Vorstand und Aufsichtsrat war: "Mit der sportlichen Entwicklung der letzten Wochen konnten wir absolut nicht zufrieden sein."

Keine Frist gesetzt

Zu Gerüchten über Namen von potentiellen Nachfolgern nahm der Vorstand des F.C. Hansa keine Stellung: "Wir werden ja jetzt erst entsprechende Gespräche aufnehmen, haben aber natürlich schon klare Vorstellungen vom Profil des neuen Trainers. Er muss nicht nur unsere Rahmenbedingungen akzeptieren, sondern auch das Konzept des F.C. Hansa mittragen", erklärte das für die Lizenzspielerabteilung zuständige Vorstandsmitglied Herbert Maronn.

Der Hansa-Manager stellte auch klar, dass bei der Trainersuche nichts überstürzt werden soll: "Wir haben uns keine Frist gesetzt, bis der neue Trainer gefunden werden muss. Für die Übergangszeit haben wir mit Juri Schlünz einen Fachmann, der mit Leib und Seele Hanseat ist und schon verschiedene Ansatzpunkte finden wird."

Schlünz leitet ab Dienstag Training

Am Montag wurde das Training noch von den Co-Trainern Thorsten Haas und Perry Bräutigam geleitet. "Am Abend werde ich mich dann mit den beiden zusammensetzen und die weitere Herangehensweise beraten. Und am Dienstag stehe ich dann zum ersten Mal mit der Mannschaft auf dem Platz", so Interims-Trainer Schlünz.

"Ich hatte zuletzt ja eigentlich eine andere Intention, bin schließlich noch bis 2011 als Vorstandsmitglied für den Amateur- und Nachwuchsbereich verantwortlich. Und diese Tätigkeit macht mir auch unheimlich viel Spaß", erklärt der langjährige Hansa-Spieler. "Am liebsten wäre es mir jetzt, wenn ich in Kaiserslautern mit drei Punkten meinen Einstand feiern und danach gleich wieder meinen Ausstand geben könnte."

Zurück in die Erfolgsspur

Was er möglicherweise verändern wird, will Juri Schlünz ebenfalls erst nach Rücksprache mit den beiden Co-Trainern entscheiden. "Nachdem es zuletzt und vor allem auswärts einige Defizite gab, war ich mit dem Kampfgeist und der Laufbereitschaft am Sonntag durchaus zufrieden. Doch das müssen wir jetzt natürlich auch einmal über die gesamten 90 Minuten demonstrieren."

Dem aktuellen Interimscoach ist aber natürlich auch klar, dass sich so schnell wie möglich Erfolgserlebnisse einstellen müssen: "Wenn man auf die Tabelle schaut, weiß man, wie wichtig es jetzt ist, zu punkten. Damit müssen wir möglichst schon am kommenden Montag in Kaiserslautern anfangen!"