Heiße Saisonendspiele sind für die Koblenzer nichts Neues. Für die TuS ging es in den vergangenen Jahren fast immer bis zum Ende um den Klassenerhalt.

So auch in dieser Saison. Nur das Torverhältnis trennt Koblenz (35 Punkte) vom Relegationsplatz. "Wir dürfen keine Nerven zeigen", sagt Trainer Uwe Rapolder vor dem Heimspiel gegen den FC St. Pauli. (Verfolgen Sie die Spiele des 33. Spieltags am Sonntag ab 13:45 Uhr im Live-Ticker/Liga-Radio!)

"Vielleicht müssen wir in diesem Spiel auch ein bisschen Geduld haben. Letztlich kommt es nur darauf an, dass wir gewinnen. Das heißt: Wir müssen am Sonntag ein Tor mehr schießen als der FC St. Pauli", so Rapolder weiter.

St. Pauli will Schützenhilfe leisten

Vor allem auf die Karte "Zuschauer" setzt Rapolder. Er fordert volle Unterstützung: "Unsere Fans müssen hinter uns stehen und uns lautstark nach vorne peitschen. Einzelne Spieler dürfen am Sonntag nicht kritisiert werden - auch nach einer misslungenen Aktion muss man die Spieler wieder aufbauen. Unterm Strich zählt nur eines: Die TuS Koblenz muss die Klasse zu halten!" Rapolder bangt noch um den angeschlagenen Zoltan Stieber.

Der FC St. Pauli hat sein erste Vorgabe schon erreicht, der Klassenerhalt ist in trockenen Tüchern. Das heißt für St. Paulis Trainer Holger Stanislawski aber nicht, dass die Ziele ausgegangen sind: "Wir wollen versuchen über 50 Punkte und über 50 Tore zu erreichen." Aktuell sind es 45 Punkte und 49 Tore. Außerdem wollen sie Schützenhilfe leisten. "Uns verbindet eine gewisse Sympathie zu Osnabrück und den handelnden Personen wie Pele Wollitz und Marvin Braun. Die Mannschaft wird sich daher in Koblenz nicht hängen lassen", kündigt Teammanager und Pressesprecher Christian Bönig an.


VfL Osnabrück - RW Ahlen

Abstieg? Davon will Trainer Claus-Dieter Wollitz vom VfL Osnabrück nichts wissen. Schon garnicht nach dem beherzten Auftritt seiner Schützlinge in Nürnberg, der zwar keine Punkte (0:2) brachte, aber eine Erkenntnis. "Wer 90 Minuten bei einem Aufstiegskandidaten so dagegen hält und so spielt, der soll absteigen? Das kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen", betont Wollitz.

Die aktuelle Tabellensituation würde die Relegation bedeuten. Und trotz der guten Vorstellung im Frankenland müssen Punkte her. Am besten schon gegen die Ahlener, die bei sechs Punkten Vorsprung nur noch theoretisch in die Zweitliga-Verlängerung rutschen könnten.

"Wer zu viel nach den anderen schaut..."

"Die Ausgangssituation vor dieser Begegnung ist klar. Wir alle wissen, dass uns ein Punkt reicht und wir in diesem Fall auch nicht auf die Ergebnisse der anderen Teams schauen müssen. Und ich bin mir sicher, dass die Mannschaft dementsprechend motiviert und leidenschaftlich aufspielen wird", glaubt Ahlens Manager Stefan Grädler.

Bei den Ahlenern sieht es personell gut aus. Allerdings könnte Deniz Naki erneut den Vorzug bekommen, da Marco Reus noch nicht bei 100 Prozent ist. 100 Prozent - das ist auch die Devise in Osnabrück. Eine große Rechnerei will Trainer Wollitz vermeiden: "Wer zu viel nach anderen schaut, ist von sich selbst nicht überzeugt."


FC Augsburg - SV Wehen Wiesbaden

Das 3:3 bei Hansa Rostock war wertvoll für den FC Augsburg. Die Schwaben jubelten nach dem Schlusspfiff, als wäre der Klassenerhalt schon perfekt, aber bei vier Punkten Vorsprung auf den Relegationsplatz kann es in der 2. Bundesliga auch ganz schnell in die andere Richtung gehen. Das weiß auch Manager Andreas Rettig: "Wir brauchen einen Sieg gegen Wiesbaden!"

Am Sonntag soll dann nicht nur der Klassenerhalt, sondern auch der Abschied aus dem Rosenaustadion gefeiert werden. Es wird das letzte Heimspiel im bisherigen "Wohnzimmer" des FCA. In der neuen Saison geht es in die "impuls arena". Für Wehen Wiesbaden beginnt dann auch eine Reise - in die 3. Liga.

"Eine Ehre" für Wiesbaden

Die Hessen wollen sich aber ehrenvoll von der 2. Bundesliga verabschieden. Die Wechen für die Zukunft wurden bereits gestellt: Hans Werner Moser wird auch in der kommenden Saison der Trainer sein. Steffen Vogler und Sandro Schwarz werden als Co-Trainer fungieren.

"Wir haben die Möglichkeit, mit einem Sieg an Ingolstadt vorbei zu ziehen. Es ist eine Ehre, das letzte Spiel im Rosenau-Stadion zu bestreiten. Wir werden die Partie hoffentlich so gestalten,wie gegen Oberhausen und 1860 München, die Mannschaft hat darin Charakter bewiesen", so Schwarz.


FSV Frankfurt - FC Ingolstadt

Gemeinsam haben der FSV Frankfurt und der FC Ingolstadt vor der Saison den Sprung in die 2. Bundesliga gemeistert. Während die Rückkehr der Ingolstädter in die Drittklassigkeit bereits feststeht, müssen die Frankfurter um den Ligaverbleib bangen. Trotz starker Rückrunde sind es nur noch zwei Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz.

"Wir freuen uns auf das Spiel. Es ist ein Endspiel, wir wollen und brauchen die drei Punkte", forciert FSV-Manager Bernd Reisig die Spannung vor der Partie. "Diese Situation haben wir uns in der Winterpause erhofft und erträumt und uns in der Rückrunde mit viel Schweiß erarbeitet. Wenn wir uns auf unsere Stärken konzentrieren, werden wir den 'Dreier' einfahren." Markus Husterer (Außenbanddehnung mit Teileinriss im linken Knie), Daniel Schumann (Schwellung am linken Auge) und Gennadi Blizniuk (Virusinfektion) kommen für einen Einsatz am Sonntag nicht infrage. Kirian Rodriguez Ledesma ist aufgrund muskulärer Probleme leicht angeschlagen.

Ingolstadt hofft auf versöhnlichen Abschluss

Angeschlagen sind auch die Ingolstädter nach dem feststehenden Abstieg. Aber bei den "Schanzern" heißt es jetzt: Ärmel hochkrempeln! Der Spatenstich für das neue Stadion erfolgt in der nächsten Woche. Und Horst Köppel will weiter in Ingolstadt bleiben.

"Wir haben schon darüber gesprochen. Ich kann mir das schon vorstellen. Der Verein hat Pläne und Möglichkeiten. Ich gehe davon aus, dass wir uns einigen", sagte Köppel nach der 0:1 (0: 0)-Niederlage gegen den FC St. Pauli. Auch der Verein streibt einen weitere Zusammenarbeit an. In Frankfurt und dann am letzten Spieltag gegen Koblenz soll aber dann ein versöhnlicher Abschluss in der 2. Bundesliga her.

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