Auf den ersten Blick sind die vier in den Samstagsspielen des 32. Spieltags (alle Partien ab 12:45 Uhr im Live-Ticker/Liga-Radio!) involvierten Clubs nach oben und nach unten aus dem Gröbsten raus. Von einem lockeren Auslaufen bis Saisonende wollen ihre Trainer aber nichts wissen.

Alemannia Aachen - SpVgg Greuther Fürth

Rein rechnerisch könnte Alemannia Aachen in dieser Saison noch auf den Relegationsplatz abrutschen, faktisch ist den Aachenern der Klassenerhalt nach dem 1:0-Erfolg bei Rot Weiss Ahlen am vergangenen Wochenende aber eigentlich nicht mehr zu nehmen. Neun Punkte und das bessere Torverhältnis hat die Alemannia dem aktuellen Tabellen-16., Hansa Rostock, voraus.

Aachens Trainer Michael Krüger fordert von seinem Team trotzdem auch gegen die Fürther eine ordentliche Vorstellung. "Solche Spiele gewinnt derjenige, der bereit ist, am meisten zu investieren", sagt Krüger, der sich mit der Analyse des Erfolgs in Ahlen gar nicht lange aufhielt: "Die drei Punkte waren wichtig, dass es keinen Schönheitspreis zu gewinnen gab, wussten wir vorher."

Vor der Partie gegen die einen Punkt vor der Alemannia (41 Zähler) rangierenden Franken warnt Krüger vor allem vor der Spielstärke der Gäste. "Man muss sie bearbeiten, wenn wir ihnen Räume anbieten, wird es sehr schwer", erklärt er. Um den 2:0-Erfolg aus dem Hinspiel zu wiederholen stehen den Hausherren die gleichen Spieler zur Verfügung wie zuletzt in Ahlen. Zudem ist Timo Achenbach wieder im Training, könnte zumindest wieder in den Kader rücken.

Büskens will endlich wieder gewinnen

Die SpVgg reist in der 2. Bundesliga gerne nach Aachen. Nur eines der sechs Gastspiele im Westen verloren die Fürther, insgesamt gab es in 19 Aufeinandertreffen erst drei Niederlagen für die Franken gegen die Alemannia.

Daran soll sich nach dem Geschmack von Trainer Mike Büskens auch am Samstag nichts ändern. "Wir streben natürlich den Sieg an. Wir haben in den letzten Begegnungen einfach Punkte liegen lassen", kritisiert Büskens, der mit seinem Team zwar nur eines der letzten neun Spiele verlor, zuletzt aber drei Mal in Folge die Punkte teilen musste.

Die Personallage beim viertbesten Rückrundenteam der Liga ist gut, lediglich Marco Caligiuri ist nicht einsatzbereit. Der Mittelfeldspieler laboriert an einer Verletzung in der Kniekehle.

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MSV Duisburg - SC Paderborn

Theoretisch könnte der MSV Duisburg noch in das Rennen um den Bundesliga-Aufstieg eingreifen. Bei acht Punkten Rückstand auf den Relegationsplatz werden daran aber sicher nur noch die kühnsten Optimisten unter den "Zebra"-Fans glauben. Spätestens nach dem 0:2 im direkten Duell beim drittplatzierten FC Augsburg am vergangenen Spieltag haben die Mannschaft und Trainer Milan Sasic das Träumen eingestellt.

Nun geht es im Spiel gegen den starken Aufsteiger aus Paderborn - gegen den der MSV in der 2. Bundesliga noch nie verloren hat - nur noch darum, einen versöhnlichen Saisonabschluss einzuläuten. Fehlen werden dabei neben den Langzeitverletzten auch die gesperrten Ivica Grlic und Kristoffer Andersen - und auch Sören Larsen. Der dänische Pechvogel zog sich am Montag einen Außenbandriss im rechten Sprunggelenk zu und fällt wohl bis Saisonende aus.

Schubert: "Wir sind ehrgeizig genug"

Während beim MSV also ein Stürmer fehlt, kehrt bei den Gästen aus Paderborn der Torjäger in den Kader zurück. Mahier Saglik hat seine Rot-Sperre (drei Spiele) abgesessen und könnte sogar in der Startelf stehen. Linksverteidiger Sebastian Schachten (Bluterguss im Knie) wird nicht von Beginn an auflaufen, der Gelb-gesperrte Kapitän Markus Krösche wird durch Rudolf Zedi ersetzt.

All diese Umstellungen können Trainer Andre Schubert aber nicht schocken, der SCP hat schließlich schon längst das Saisonziel Klassenerhalt erreicht. Nun geht es Schubert darum, die Motivation bei seinen Jungs auch für die verbleibenden drei Spielen hoch zu halten. "Wir sind ehrgeizig genug, um so gut wie möglich abzuschneiden", sagt Schubert. Bei optimaler Punktausbeute könnten die Ostwestfalen sogar noch auf Platz 5 der 2. Bundesliga klettern. Alleine das ist Anreiz genug.

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