Mit Augsburg, Koblenz, 1860 München und der SpVgg Greuther Fürth stehen bei den drei Sonntagsspielen der 2. Bundesliga gleich vier Teams auf dem Rasen, die unter der Woche die 2. Runde im Pokal siegreich bestritten haben (ab 13:15 Uhr im Live-Ticker/Ligaradio).

Lediglich Hansa Rostock und der SC Paderbon waren nicht im Einsatz. Nach dem verkorksten Saisonstart in der 2. Bundesliga will Rostock gegen die SpVgg Greuther Fürth in die Erfolgsspur zurückfinden.

Orestes fällt aus

"Die Zeit, Geschenke zu verteilen, muss vorbei sein", betont Rostocks Cheftrainer Andreas Zachhuber.

Gegen die Franken fehlen Orestes, Enrico Kern und Enrico Neitzel. "Orestes wird wohl bis zum Paderborn-Spiel ausfallen. Bradley Carnell plagt zudem eine Schambeinblockierung und Felix Kroos ist von einem Lehrgang der deutschen U19-Natinalmannschaft mit einer Oberschenkelverhärtung zurückgekehrt", sagte Zachhuber.

Tim Sebastian wird dagegebn wohl spielen können. Er trainierte am Donnerstag erstmals nach seinem Nasenbeinbruch, den er sich gegen Augsburg zugezogen hatte, mit einer speziellen Gesichtsmaske.

"Uns fehlt noch die Kaltschnäuzigkeit und wir machen manchmal noch schülerhafte Fehler. Das kann man aber schnell ablegen. Ich bin mir sicher, wenn uns das gelingt, gewinnen wir", sagte der Abwehrspieler.

Trainer Zachhuber erwartet eine "spielstarke Fürther Mannschaft, die mit Sami Allagui und Christopher Nöthe zwei sehr gute Stürmer hat".

Fürth ohne Karaslavov

Fürth besiegte unter der Woche Ahlen mit 3:2 nach Verlängerung. "Mein Eindruck ist, dass die Spieler die intensiven 120 Minuten gut weggesteckt haben", sagt Benno Möhlmann. "Rostock ist eine spielstarke Mannschaft, die gut kombiniert. Da wird es wichtig sein, dass wir uns über Robustheit und Zweikampfführung Vorteile schaffen", so der 55-Jährige.

Während Stephan Schröck, Bernd Nehrig und Christopher Nöthe zur Verfügung stehen, wird Asen Karaslavov fehlen. Er hatte sich gegen Ahlen am Knie verletzt. Beim bulgarischen Innenverteidiger wurde nach einer Kernspintomografie ein Außenband-Abriss am linken Knie diagnostiziert. Karaslavov muss operiert werden und fällt für unbestimmte Zeit aus.

Martin Meichelbeck fehlt wegen einer Zerrung im Adduktoren-Bereich ebenfalls. Dani Schahin ist bei der U20-WM in Ägypten.


TSV 1860 München - SC Paderborn

Die Münchner "Löwen" kegelten am Mittwoch Hertha BSC mit 4:1 im Elfmeterschießen aus dem Pokalwettbewerb.

"Explosiv" sei der Jubel nach dem Einzug des TSV 1860 München ins Achtelfinale des DFB-Pokals gewesen, sagte Trainer Ewald Lienen und betonte: "In einer Englischen Woche muss man schnell zur Tagesordnung übergehen."

Die Partie gegen den SC Paderborn sei "ein ganz wichtiges Spiel, in dem wir bis an unsere Grenzen gehen müssen. Eine Mannschaft, die alles aus sich herausholt, kann auch gegen einen besseren Gegner gewinnen, wenn der nicht dazu bereit ist", so Lienen. Der 55-Jährige wird voraussichtlich auf das gleiche Personal wie beim Hertha-Spiel zurückgreifen können. Lediglich Mathieu Beda ist fraglich. Ob der Franzose spielen kann, entscheidet sich kurzfristig.

"Die Mannschaft weiß um ihre Qualität"

Nach dem 5:1-Sieg am letzten Spieltag gegen Cottbus blickt Paderborns Cheftrainer Andre Schubert der Partie gegen die "Löwen" zuversichtlich entgegen. "Die Mannschaft weiß um ihre Qualität, mit der sie in jedem Spiel punkten kann", sagt Schubert.

Voraussetzung für den Erfolg sei es, an die Leistungsgrenzen zu gehen und die Vorgaben umzusetzen. "Das haben wir gegen Cottbus sehr gut gemacht. Wir sind als geschlossene Einheit aufgetreten und letztendlich auch dafür belohnt worden", so der Coach, der wohl den gleichen Akteuren wie zuletzt vertraut.


FC Augsburg - TuS Koblenz

Der FC Augsburg will dem überraschenden 1:0-Erfolg in der 2. Hauptrunde des DFB-Pokal gegen den SC Freiburg im Heimspiel gegen Koblenz den nächsten Sieg folgen lassen. "Wir haben in diesem Spiel die Möglichkeit, eine ereignisreiche Woche mit dem dritten Sieg zu krönen", sagt FCA-Trainer Jos Luhukay. "Wir müssen mit voller Konzentration an diese Aufgabe heran gehen und dürfen nicht glauben, dass es nach zwei Siegen nun von alleine klappt", fordert der 46-Jährige.

Der Niederländer weiß, dass es ein Geduldsspiel werden könnte: "Das Spiel ist mit dem Pokalspiel nicht vergleichbar. Wir dürfen nicht den Fehler machen und von der Euphorie getragen, blauäugig und naiv nach vorne zu rennen, denn dann bekommen wir hinten die Nackenschläge versetzt. Wir müssen vielmehr mit Finesse und schnellem Spiel unseren Schlüssel zum Erfolg suchen. Sollte das nicht klappen, können wir immer noch die Brechstange auspacken", so Luhukay.

Nicht zur Verfügung steht ihm dabei Neuzugang Michael Schick, der mit einem Bänderriss im Sprunggelenk auf unbestimmte Zeit ausfällt. Fragezeichen stehen noch hinter den Einsätzen von Jens Hegeler und Imre Szabics.

"Haben unsere Formel allmählich gefunden"

Nach dem 4:2 n.V. gegen Cottbus im Pokal geht Koblenz ebenfalls mit Rückenwind in die Partie bei den Schwaben.

"Wir haben unsere Formel allmählich gefunden", sagt TuS-Trainer Uwe Rapolder. "Wir leben hier von unserer Aggressivität. Aus einer kompakten Organisation heraus müssen wir den Ballführenden einfach immer unter Druck setzen. Das ist jetzt viel besser als in den Spielen zuvor."

Wie genau seine Startelf aussehen wird, darauf wollte sich Rapolder noch nicht festlegen. Fest steht: Benjamin Lense kehrt in den Kader zurück. Njazi Kuqi wurde unter der Woche an der Leiste operiert und fällt rund vier Wochen aus. Auch Dominique Ndjeng wird wohl nicht spielen können. "Wir haben zurzeit nur 15 gesunde Feldspieler. Vielleicht wird es gegen Augsburg ein, zwei Wechsel geben", sagte Rapolder.