Köln - Es geht fast um alles. Am Samstag des 32. Spieltags erwartet der 1. FC Kaiserslautern den FC St. Pauli (ab 12:45 Uhr im Liveticker). Während die roten Teufel gewinnen muss, um im Aufstiegsrennen weiter eine gute Ausgangslage zu haben, brauchen die Kiezkicker jeden Punkt gegen den Abstieg. Genauso geht es dem FC Erzgebirge Aue, der beim FC Union Berlin spielt (ab 12:45 Uhr im Liveticker).

1. FC Kaiserslautern - FC St. Pauli

Die roten Teufel sind in der komortablen Lage vorlegen zu können. Die Konkurrenten um den Aufstieg spielen erst morgen oder am Montag. Karlsruhe und Darmstadt nehmen sich dabei noch gegenseitig die Punkte weg. Dementsprechend hat es der FCK selbst in der Hand, den nächsten Schritt Richtung Bundesliga zu machen. "Wir wollen unsere Heimbilanz ausbauen, schauen nicht zu sehr auf St. Pauli, sondern konzentrieren uns auf unsere Stärken", sagt Trainer Kosta Runjaic selbstbewusst. Ein Pfund, das er mit in die Partie nimmt, ist das eigene Stadion: "Der Betze wird beben! Wir werden 90 Minuten lang eine Einheit mit unseren Fans bilden, solange bis der Schiedsrichter abpfeift." Die Rollenverteilung ist für Runjaic eindeutig: "Klar sind wir Favorit, die nackten Zahlen sprechen ja für sich."

"Im Grunde genommen aussichtslos"

"Im Grunde genommen ist es aussichtslos," sagt St. Paulis Cheftrainer Ewald Lienen mit einer Portion Ironie zum Spiel in der Pfalz. "Der FCK ist am Sonnabend um Längen Favorit. Für mich gehören sie zu den besten Teams in der Zweiten Liga und stehen deshalb auch zu Recht auf Platz zwei." Die Hamburger reisen also mit gehörigem Respekt in die Pfalz. Angesichts der FCK-Heimserie von 21 ungeschlagenen Spielen auch mit gutem Grund.

Geschlagen gibt sich der FC St. Pauli aber trotzdem nicht. "Wir fahren nicht in die Pfalz, um wieder mit leeren Händen zurückzufahren", sagt Jan-Philipp Kalla vor der Partie. "Wir haben vor zwei Jahren auf dem Betzenberg gewinnen können und werden auch in diesem Spiel alles reinschmeißen, um Zählbares mit nach Hamburg zu nehmen." Den Plan dafür gab Ewald Lienen auch schon bekannt: "Den Gegner an seinem Spiel hindern." Und dann eigene Chancen suchen.

1. FC Union Berlin - FC Erzgebirge Aue

Für die Eisernen ist die Saison im Prinzip vorbei. Weder nach oben, noch nach unten geht für die Neuntplatzierten noch was. Für Union-Coach Norbert Düwel dennoch kein Grund nachzulassen. "Wir werden uns gegen Aue sehr professionell verhalten, alles geben und keine Geschenke verteilen", sagt Düwel vor dem Spiel. Dass der Gegner alles geben wird um den letzten Tabellenplatz zu verlassen, ist dem Trainer klar. "Wir sind auf einen extrem engagierten, sehr organisierten und guten Gegner eingestellt", so Düwel. "Wir wissen, dass Aue hier mit großem Kampfeswillen auftreten wird."

"Mit aller Macht punkten"

Veilchen-Trainer Tomislav Stipic will genau diesen Kampf von seiner Mannschaft sehen: "Wir wollen die Leistung der letzten Wochen auf's Feld bringen und wir wollen mit aller Macht in Berlin punkten", sagt Stipic. "Wir fahren dorthin um einen weiteren Schritt Richtung Klassenerhalt zu machen." Oliver Schröder warnt davor, die Tabellensituation der Berliner als Vorteil für Aue zu sehen. "Union kann jetzt befreit aufspielen, sie haben nichts mehr zu verlieren", sagt Schröder. "Union ist zu Hause immer ein starker Gegner."

Sein Teamkollege Michael Fink sagt: "Union hat sich gegen Ende der Saison gefangen, dort ist das Spiel nie einfach. Dort wird schon ein großer Brocken auf uns zukommen." Der Mittelfeldspieler will sich aber nicht allzu sehr auf den Gegner konzentrieren. "Im Abstiegskampf gibt es keine einfachen Spiele. Jedes Spiel ist schwer. Wir haben gegen Braunschweig und Karlsruhe gezeigt, dass wir mithalten können. Wenn wir dieses Engagement wieder auf den Platz bringen, werden wir auch punkten können."