Belek - Im Trainingslager in der Türkeiunterlag der FC St. Pauli in einem Testspiel Ligakonkurrent 1. FC Kaiserslautern mit 0:1. Willi Orban köpfte den FCK, der nach Rot für Tim Heubach (18., Notbremse) zu zehnt weiterspielen musste, früh in Führung (3.). Die Kiezkicker hatten in Überzahl mehr vom Spiel, der Ausgleich gelang ihnen trotz guter Chancen nicht.

Bei sehr guten äußeren Bedingungen (15 Grad und Sonne) erwischte Kaiserslautern den besseren Start. Nach Foul von Dennis Daube an Amin Younes gab es für den FCK einen Freistoß an der rechten Seite. Kerem Demirbay brachte den Ball in den Strafraum und Willi Orban nickte zur frühen Führung ein – 0:1 (3.). Die nächste Chance hatten erneut die Lauterer, doch den 20-Meter-Schuss von Neuzugang Erik Thommy konnte Robin Himmelmann problemlos festhalten (14.). Die Elf von Kosta Runjaic hatte auch die nächste Möglichkeit des Spiels: Nach Doppelpass mit Younes konnte Daniel Buballa einen Schuss von Kevin Stöger gerade noch ins Toraus klären (17.).

Frühe Rote Karte

Aufregung dann auf der anderen Seite: Tim Heubach verlor als letzter Mann den Ball an Thy und wusste sich anschließend nur mit einem Trikotzupfer zu helfen. Der Unparteiische entschied auf Foul und zeigte Heubach die Rote Karte (18.). Sebastian Maier trat den fälligen Freistoß und fand Philipp Ziereis, doch dessen Kopfball flog über den Querbalken hinweg (20.). Die nächste Torchance hatte Thy nach schöner Kombination über die linke Seite. Michael Görlitz legte final mit der Hacke ab, doch Thys Schuss war zu unplatziert, Sippel parierte sicher (23.).

Die Lauterer konnten sich anschließend etwas befreien und kamen ihrerseits zu drei Chancen. Nach einem langen Ball war es zunächst Thommy ab, der per Kopfball aus sechs Metern an Himmelmann scheiterte (25.). Bei einem Younes-Schuss aus dem Rückraum musste Himmelmann wenig später nicht eingreifen (28.). Lang machen musste sich der 25-Jährige dann aber bei einem von Demirbay getretenen Freistoß, der im oberen rechten Eck eingeschlagen wäre (30.)

Schachten trifft die Latte

Richtig knapp wurde es dann auf der Gegenseite: Nach einem Konter kam Sebastian Schachten auf der rechten Seite an den Ball. Er machte einen Haken und schlenzte das Leder sehenswert an die Latte! Das hätte der Ausgleich sein können, es blieb aber beim 0:1 (37.). Wenig später probierte es Thy von der Strafraumgrenze, doch Sippel war zur Stelle (41.). Beim 0:1 sollte es zur Pause auch bleiben.

Nach der Pause wechselten beide Trainer munter durch, auf braun-weißer Seite spielte nur Himmelmann weiter. Die Kiezkicker bestimmten das Geschehen auf dem Rasen, die Lauterer versuchten in Unterzahl die Räume eng zu machen. Chancen für die Lienen-Elf konnten sie aber nicht vermeiden. Zunächst war es John Verhoek, der aus gut 30 Metern abgezogen hatte. Marius Müller, für Sippel in die Partie gekommen, konnte aber auf Kosten einer Ecke klären (48.). Verhoeks Sturmpartner Ante Budimir hätte sechs Minuten später den Ausgleich erzielen können. Der Kroate köpfte eine Rzatkowski-Ecke hauchdünn vorbei (54.).

Klich vs. Himmelmann

Lautern kam nur noch selten noch aus der eigenen Hälfte heraus, konnte den knappen Vorsprung gegen die anrennende Lienen-Elf aber weiterhin erfolgreich verteidigen. Ein Grund: die fehlende Präzision auf Seiten der Kiezkicker im Spiel nach vorne und letztlich auch im Abschluss. So konnten weder Lasse Sobiech (56.) noch Ante Budimir (62.) oder Marcel Halstenberg (68.) den Ball im FCK-Gehäuse unterbringen.

Eine Viertelstunde vor Schluss dann mal wieder Lautern, doch ein Freistoß von Mateusz Klich blieb harmlos, Himmelmann packte sicher zu (74.). 180 Sekunden später erneut das Duell Klich gegen Himmelmann, wieder entschied der FCSP-Keeper das Duell für sich (78.). Dann die wohl größte Chance des Spiels zum Ausgleich! Verhoek kam nach einem Gewühl an der Strafraumgrenze an den Ball und tauchte alleine vor Müller auf. Der Angreifer zog aus 14 Metern ab, jagte die Kugel aber über die Latte (82.).

Nur drei Minuten später dann die Doppelchance für die Braun-Weißen: Nach Rzatkowski-Freistoß scheiterte zunächst Budimir an Müller, der sich auch bei der anschließende Ecke lang machen musste. Erneut brachte Rzatkowski den Ball in den Strafraum, diesmal war Halstenberg per Kopf zur Stelle, wegen Müllers Parade aber glücklos (85.). Beim 0:1 sollte es dann auch bleiben.

FC St. Pauli

1. Halbzeit: Himmelmann – Schachten, Ziereis, Gonther, Buballa – Görlitz, Trybull, Daube, Maier – Nöthe, Thy

2. Halbzeit: Himmelmann – Startsev, Sobiech, Kalla, Halstenberg – Rzatkowski, Buchtmann, Nehrig (80. Kurt), Choi (84. Litka) – Budimir, Verhoek

1. FC Kaiserslautern

1. Halbzeit: Sippel – Zimmer, Heubach, Orban, Löwe – Ring, Demirbay – Younes, Stöger, Thommy – Hofmann

2. Halbzeit: Müller – Schulze, Schindele, Heintz, Jenssen – Matmour, Klich, Karl, Kwadwo – Mugosa

Tore: 0:1 Orban (3.)

Zuschauer: ca. 300

RoteKarte: Heubach (FCK, 18., Notbremse)