München - Gleich am 3. Spieltag kommt es in Duisburg zu einem "kleinen" Spitzenspiel. Der MSV, Überraschungs-Spitzenreiter nach dem 2. Spieltag, empfängt den TSV München von 1860 in der Schauinsland-Reisen-Arena (beide Samstagsspiele ab 12:45 Uhr im Live-Ticker/Liga-Radio).

Der MSV hat in den beiden Auftaktspielen beim VfL Osnabrück (3:1) und gegen den FC Ingolstadt 04 (4:1) begeistert - "aber natürlich ist, bei allem Respekt vor den beiden Aufsteigern, 1860 noch einmal eine andere Hausnummer, eine Mannschaft mit hoher Qualität", sagt Duisburgs Trainer Milan Sasic. Spitzenreiter gegen Geheimfavorit - die Vorzeichen machen Appetit auf den Samstag.

Der gelungene Start in die Liga - für MSV-Sportdirektor Bruno Hübner kommt das nicht von ungefähr. "Dass wir ein Team haben, dass sich in diesen ersten Wochen so schnell in die Herzen der Duisburger gespielt hat - daran haben viele mitgewirkt", schreibt er im Editorial des "ZebraMagazins": "Natürlich Trainer Milan Sasic, seine Trainerkollegen, unsere Scoutingabteilung mit Dieter Mertens an der Spitze und das Nachwuchsleistungszentrum in Person von Uwe Schubert."

Der 49-Jährige setzt in der Begegnung aber auch auf die Fans, denn vor allem auch die "haben daran einen hohen Anteil", verdeutlicht Hübner. "Denn Sie sind in der vergangenen Saison vor allem in den Heimspielen oft enttäuscht worden. Aber Ihre Unterstützung gerade im Vorfeld der Saison, in Lübeck, in Osnabrück oder gegen Ingolstadt war einfach erstklassig!"

Maurer erwartet "offenes Spiel"

1860-Cheftrainer Reiner Maurer ist optimistisch, etwas Zählbares von der Wedau mitzubringen. "Im vergangenen Jahr haben wir beide Spiele gegen Duisburg gewonnen", sagt Maurer, der sich mit der "Art und Weise unseres bisherigen Auftretens" zufrieden zeigte.

"Ich denke, dass es ein offenes Spiel wird. Wichtig wird sein, dass wir gut ins Spiel kommen. Duisburg ist bisher noch keinem Rückstand hinterhergelaufen.", so der 50-jährige Trainer. Bei den "Zebras" kann Maurer erstmals in einem Pflichtspiel auf den Peruaner Juan Barros bauen. Dagegen wird Maurer seinen Innenverteidiger Mate Ghvinianidze nicht mit nach Duisburg nehmen. Seine Begründung: "Er ist noch nicht bei 100 Prozent."

Dort ist Kollege Kai Bülow nach seinen Rückenproblemen wieder angekommen, trotzdem scheint Maurer eher das Innenverteidiger-Duo Stefan Bell und Stefan Buck aus dem Osnabrück-Spiel zu favorisieren. Ebenfalls den Sprung in den 18-Mann-Kader hat wegen einer Verletzung Eke Uzoma nicht geschafft. Seine Prellung aus dem letzten Spiel hätte zu einer Fehlbelastung des Knies geführt. Sandro Kaiser und Emanuel Biancucchi seien zwar fit, aber aufgrund der großen Auswahl im offensiven Mittelfeld habe er Daniel Halfar, Savio Nsereko und Alexander Ludwig den Vorzug gegeben.




FSV Frankfurt - Fortuna Düsseldorf

"Das wird ein hochinteressantes Spiel. Wir wollen unsere sehr gute Heimbilanz ausbauen. Mit unserem 2:0-Heimsieg in der vergangenen Saison gegen Fortuna Düsseldorf haben wir bewiesen, dass wir es schaffen können", hofft FSV-Geschäftsführer Bernd Reisig auf ein erfolgreiches Spiel, aber warnt auch vor dem Gast aus Düsseldorf: "Sie zählen zu den Top-Favoriten der Liga, aber sind unglücklich gestartet. Daher stehen sie unter Druck."

FSV-Cheftrainer Hans-Jürgen Boysen hat einen verletzten Spieler zu beklagen: "Zu Wochenbeginn habe ich mich sehr gefreut, dass alle Mann an Bord sind, aber nun hat sich Marc Stein das Syndesmoseband gezerrt. Er wird acht bis 14 Tage ausfallen. Alle anderen konnten das volle Programm absolvieren. Das ist gut für uns, denn der Konkurrenzdruck erhöht die Leistungsfähigkeit. Wir sind vor den Düsseldorfern gewarnt, die aber auch den ein- oder anderen Ausfall verkraften müssen. Ich hoffe auf eine tolle Kulisse im Stadion."

FSV-Kapitän Björn Schlicke lässt sich vom 16. Tabellenplatz der Fortuna nicht täuschen: "Ich weiß, wie gefährlich sie sind. Aber wir haben in den letzten beiden Wochen gut trainiert und müssen uns nicht verstecken."

Meier zuversichtlich

Fortuna-Trainer Norbert Meier hat durchaus Respekt vor den Frankfurtern. "Wir haben die Frankfurter mehrfach beobachtet und gesehen, dass die Mannschaft - gerade in ihren Heimspielen - sehr diszipliniert und souverän agiert", erklärte Meier.

Nach den zwei Auftaktniederlagen befände sich die Mannschaft in einer für sie ungewohnten Situation, mit der sie - nach zwei überaus erfolgreichen Jahren - klar kommen müsse. "Das tut sie bislang. Die Stimmung in de Truppe ist absolut in Ordnung", so der Coach. Das Team habe unter der Woche im Training sowohl körperlich als auch verbal gezeigt, dass es topmotiviert sei, in Frankfurt zu gewinnen.