Düsseldorf - Das Spiel von Fortuna Düsseldorf gegen den FSV Frankfurt war eine Gala-Vorstellung der Rheinländer. Mit 6:0 fegten sie die Hessen aus der heimischen ESPRIT arena und entfernten sich durch die drei Zähler ein weiteres Stück von den Abstiegsplätzen.

Neben Neuzugang Ken Ilsö vom dänischen Club FC Midtjylland, der bei seinem ersten Einsatz von Beginn an gleich drei Mal traf, war Mittelfeldspieler Sascha Dum mit seinen drei Torvorbereitungen der Mann des Abends.

Im Interview mit bundesliga.de spricht der 24-Jährige über diese grandiose Partie gegen Frankfurt, blickt auf den Saisonverlauf der Fortuna zurück und erklärt, wo der Schlüssel zum Aufschwung der Fortuna liegt.

bundesliga.de: Herzlichen Glückwunsch zum 6:0-Sieg der Fortuna und Ihrem tollen Spiel mit drei Torvorbereitungen. Wie haben Sie das Spiel erlebt?

Sascha Dum: Es war ein toller Abend, an dem wir unsere Klasse als Mannschaft beweisen konnten. Es gibt Tage, da läuft es eben richtig rund - und am Ende steht dann ein Ergebnis wie gegen den FSV. Wir freuen uns, dass uns der Anschluss nach der kurzen Winterpause gut gelungen ist, denn nach unserem überzeugenden Sieg gegen Cottbus hatten wir ja auch gegen Hertha BSC Berlin lange Zeit gut mitgehalten.

bundesliga.de: Dennoch muss man fast sagen, dass 6:0 noch ein "knappes" Ergebnis war, oder nicht?

Dum: Das Ergebnis gegen den FSV ging in dieser Höhe in Ordnung und ist abgehakt. Jetzt liegt der Fokus auf dem nächsten Spiel.

bundesliga.de: Düsseldorf hat aus den letzten fünf Partien zehn Punkte geholt und ist in der Form-Tabelle auf Rang 3. Woher kommt der Aufschwung?

Dum: Wenn Sie auf den missglückten Start in die Saison ansprechen: Uns hatte in den ersten Begegnungen auch das gewisse Quäntchen Glück gefehlt, um zu punkten. Doch wir haben immer als Team zusammengestanden und uns nicht gegenseitig die Schuld zugeschoben. Es herrschte immer ein intaktes Verhältnis - innerhalb des Teams und auch zum Trainer. Diese Einstellung bringt seit geraumer Zeit auch Erfolgserlebnisse. Jeder weiß, worauf es ankommt, jeder kämpft für jeden und damit können wir Spiele dominieren oder aber zumindest auf Augenhöhe mit unseren Gegnern spielen.

bundesliga.de: Auf den Relegationsplatz beträgt der Vorsprung nun neun Punkte. Ist die Fortuna damit bereits gerettet?

Dum: Ich halte nichts davon, Dinge voreilig zu bewerten. Nicht umsonst sagt man, dass die 40-Punkte-Marke entscheidend für den Klassenverbleib ist. So werden wir uns also weiterhin von Spiel zu Spiel orientieren, um unser Ziel zu erreichen. Und dann schauen, dass wir am Ende mit einer möglichst guten Platzierung abschneiden.

bundesliga.de: Durch die guten Leistungen der vergangenen Wochen sind es sogar nur noch sieben Zähler Rückstand auf Rang 3. Glaubt die Mannschaft noch an den Aufstieg? Warum (nicht)?

Dum: Auch in dieser Hinsicht mag ich keine Prognosen stellen. Wir werden uns ausschließlich auf uns und unsere Spiele konzentrieren. Jeder von uns geht natürlich auf den Platz, um zu siegen. Wir werden sehen, was in den ausstehenden 14 Spielen noch möglich ist.

bundesliga.de: Sie haben den Großteil der Saison bisher verletzungsbedingt verpasst. Spüren Sie noch etwas oder sind Sie beschwerdefrei?

Dum: Ich bin beschwerdefrei, worüber ich natürlich sehr, sehr froh bin. Jetzt hoffe ich, dass dies auch so bleibt, damit ich mich immer wieder aufs Neue für weitere Einsätze empfehlen kann.

bundesliga.de: Jetzt geht es kommenden Montag nach München zum Spiel gegen 1860. Was für eine Partie erwarten Sie gegen die "Löwen"?

Dum: Beide Clubs, die Fortuna und 1860, stehen in der Tabelle zwar recht nah beieinander. Aber der Anspruch der Münchner ist - seit geraumer Zeit - die Rückkehr in die 1. Bundesliga. Es wird ein sehr enges Spiel, bei dem wir wiederum hellwach sein müssen und unsere Stärken in punkto Kampfgeist und Konzentration auf den Punkt bringen müssen.

Die Fragen stellte Gregor Nentwig