München - Am Sonntag des 4. Spieltags der 2. Bundesliga kommt es zu einem Oberbayern-Derby. Der TSV 1860 München trifft auf den FC Ingolstadt, der nach drei Niederlagen in Serie schon unter Erfolgsdruck steht.

Außerdem hat FC Energie Cottbus den aufstrebenden VfR Aalen zu Gast. Dynamo Dresden möchte gegen den FSV Frankfurt endlich den ersten Dreier einfahren (alle Spiele ab 13:15 Uhr im Live-Ticker). bundesliga.de blickt auf die Partien voraus.

Die Sechziger sind bereits gut in Schuss. Nach der unglücklichen Auftaktniederlage bei St. Pauli holten die "Löwen" zuletzt zwei Siege und sicherten das Weiterkommen im DFB-Pokal. "Das Selbstbewusstsein ist da. Wir wissen aber auch, dass wir das Glück nicht überstrapazieren dürfen", sagte Trainer Alexander Schmidt. Er geht trotz des FCI-Fehlstarts mit ordentlich Respekt in die Partie, schätzt vor allem das Angriffspersonal der Schanzer: "Ingolstadt hat eine gute Qualität in der Offensive mit Hajnal, Caiuby, Eigler und Hofmann". Trotz der prominenten Neuzugänge des Gegners sind sich die Münchener ihrer aktuellen Form durchaus bewusst und wollen gegen Ingolstadt punkten, können dabei personell aus dem Vollen schöpfen. "Wir sind hungrig und heiß, wollen unbedingt nachlegen", sagte Schmidt.

Den nötigen Einsatz kann man den Ingolstädtern nicht absprechen, doch die Null auf dem Punktekonto ist noch nicht ausradiert. Drei Niederlagen stehen zu Buche. Coach Marco Kurz hat die unglückliche Heimpleite gegen den Karlsruher SC aufgearbeitet und richtet den Blick nach vorne. "Ist doch klar: Wir fahren nach München, um dort zu gewinnen", sagte der Ex-"Löwen"-Coach. Das nötige Selbstvertrauen fehlt dem FCI also nicht. Personell stehen bis auf die Langzeitverletzten alle Spieler zu Verfügung. Viele Dreier gab es in den Duellen zwischen den beiden Mannschaften bisher nicht zu verzeichnen. In vier Partien gab es drei Remis und einen Sieg für die Münchener.



Schiedsrichteransetzungen

Der FC Energie Cottbus möchte im zweiten Heimspiel der Saison an die 4:0-Gala beim ersten Auftritt daheim gegen den SC Paderborn anknüpfen. "Mein Team hat sehr gut trainiert und möchte ähnlich auftrumpfen", sagte Energie-Trainer Rudi Bommer. Die Cottbuser haben allen Grund sich dieses Spiel zum Vorbild zu nehmen, gewannen sie doch saisonübergreifend die letzten drei Heimspiele und schossen dabei elf Tore. Der FCE kann dabei auf einen großen Kader zurückgreifen. Der zuletzt erkrankte Erik Jendrisek wird in die Mannschaft zurückkehren, auch Defensivspieler Daniel Brinkmann ist nach überstandener Fußverletzung eine Option. Nicht dabei sein kann Nicolas Farina. Den Franzosen plagen Rückenprobleme.

Der VfR hat da deutlich größere Personalsorgen. Enrico Valentini ist nach seiner Innenbandverletzung wieder ins Training eingestiegen, aber noch keine Option für das Gastspiel in der Lausitz. Leandro Grech (Probleme am Zeh) und Robert Lechleiter (Erkältung) mussten unter der Woche eine Pause einlegen. Kevin Ruiz wird weiterhin ausfallen. Die Stimmung in Aalen ist nach zuletzt zwei Siegen in Folge dennoch gut. Aber der VfR geht klarer Außenseiter in die Partie, das weiß auch Coach Andre Ruthenbeck: "Wenn Energie ins Rollen kommt, gehören sie zu den Top 5 der 2. Bundesliga. Dies gilt es zu unterbinden." Sportdirektor Markus Schupp vertraut auf die ansteigende Formkurve der Mannschaft: "Das Team hat sich in Aue für eine gute Leistung belohnt und hochverdient gewonnen. Der Sieg hätte deutlich höher ausfallen können, doch die drei Punkte waren der nächste wichtige Schritt in die richtige Richtung. Mit dieser Mentalität müssen wir auch nach Cottbus fahren."



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In den bisherigen vier Aufeinandertreffen zwischen Dresden und dem FSV Frankfurt erzielten beide Teams immer mindestens ein Tor. Die Dresdener könnten nicht nur ein Treffer, sondern auch einen Dreier gut gebrauchen. Unter der Woche arbeiteten die Sachsen die bittere Pleite gegen Union Berlin auf (1:3). "Wir haben gegen Union wirklich keinen guten Tag erwischt, das Spiel aber gemeinsam ausgewertet. Nun sind wir in der Bringschuld und wollen gegen Frankfurt beweisen, dass wir es besser können", sagte Abwehrspieler Thorsten Schulz. Coach Peter Pacult mahnt trotz der Ergebniskrise zur Ruhe im Umfeld. "Man muss die Kirche im Dorf belassen und nicht schon nach drei oder vier Spielen alles in Frage stellen." Personell kann der Österreicher fast frei auswählen. Für den noch nicht ganz fitten Angreifer Amine Aoudia, kommt das Spiel gegen den FSV jedoch noch zu früh.

Genau richtig kam für FSV-Trainer Benno Möhlmann hingegen der 1:0-Erfolg seiner Elf am vergangenen Wochenende gegen den VfL Bochum: "Der Sieg und große Teile des Spiels haben uns allen gut getan. Die Spieler bekommen langsam das Gefühl, dass sie auch mit dem neu zusammengesetzten Kader gut und erfolgreich spielen können und wachsen zunehmend zu einer Mannschaft zusammen." Der FSV fährt dabei mit einem klaren Ziel nach Dresden. "Wir wollen uns weiter verbessern und dabei punkten", sagte Möhlmann. Er muss in Dresden jedoch auf Tim Heubach (Aufbautraining nach Adduktoren-Operation) und Zafer Yelen (Trainingsrückstand nach Achillessehnenbeschwerden) verzichten.



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