Zweitliga-Absteiger FC Ingolstadt hat sich den inoffiziellen Titel des Herbstmeisters in der 3. Liga gesichert. Die Oberbayern übernahmen durch ein 2:1 (1:1) beim SV Sandhausen am 19. Spieltag die Tabellenführung von Kickers Offenbach, das 1:2 (1:0) bei der zweiten Mannschaft von Bayern München unterlag und damit zum dritten Mal in Folge ohne Sieg blieb.

Ingolstadt führt das Klassement mit 33 Punkten aufgrund der besseren Tordifferenz vor den punktgleichen Offenbachern an, die als Zweiter allerdings immer noch direkt aufsteigen würden. Auf den Relegationsplatz verbesserte sich der VfL Osnabrück, der das Spitzenspiel gegen Wacker Burghausen 2:1 (2:1) gewann und wie das Spitzenduo 33 Zähler aufweist.

Braunschweig fällt zurück

Auf den Plätzen 4 und 5 folgen Erzgebirge Aue (31) und Eintracht Braunschweig (30). Aue siegte gegen Werder Bremen II 2:1 (2:0), während Braunschweig bei Rot-Weiß Erfurt 1:2 (0:0) unterlag, wodurch die ambitionierten Niedersachsen vom 3. auf den 5. Platz zurückfielen.

In Sandhausen gingen die Gastgeber bereits in der achten Minute durch einen verwandelten Foulelfmeter von Roberto Pinto in Front, mit dem Pausenpfiff traf David Pisot zum Ausgleich für Ingolstadt. Ersin Demir sorgte kurz vor Spielende (89.) für den Siegtreffer der Gäste, die durch ihren zehnten Saisonsieg die Tabellenführung übernahmen.

In München hatte Alexander Huber die Offenbacher in der 18. Minute per Kopf in Führung gebracht, nach einem katastrophalen Abwehrfehler der Hessen gelang aber Saer Sene in der 61. Minute der Ausgleich für die "kleinen" Bayern. Deniz Yilmaz machte dann in der 76. Minute mit dem 2:1 für die Mannschaft von Trainer Mehmet Scholl den sechsten Saisonsieg perfekt.

Später Siegtreffer für Heidenheim

Burghausen erwischte an der Bremer Brücke in Osnabrück einen Start nach Maß und ging durch Benjamin Gorka (10.) frühzeitig in Führung. Henrich Bencik (30.) und Aleksandar Kotuljac (40.) brachten die Hausherren aber noch vor der Pause auf die Siegerstraße.

Zudem siegte Wehen Wiesbaden im Mittelfeldduell gegen die SpVgg Unterhaching 2:1 (2:0) und der 1. FC Heidenheim setzte sich gegen Jahn Regensburg dank eines Last-Minute-Treffers in der fünften Minute der Nachspielzeit durch Richard Weil, der seinen zweiten Foulelfmeter des Spiels verwandelte, glücklich 3:2 (1:0) durch.

Dortmund macht Boden gut

Auch im Tabellenkeller spitzte sich die Situation am letzten Vorrundenspieltag zu. Schlusslicht Borussia Dortmund II bezwang am Sonntag Holstein Kiel ebenso mit 1:0 (0:0) wie der Wuppertaler SV Borussia Dynamo Dresden. Uwe Hünemeier traf in der 67. Minute für Dortmund, sogar erst drei Minuten vor dem Abpfiff war Romas Dressler für Wuppertal erfolgreich.

Mit 19 Punkten bleibt Dortmund zwar Tabellenletzter, hat aber nun nur noch drei Zähler Rückstand auf Wuppertal, das als 16. den ersten Nichtabstiegsplatz belegt. Kiel fiel durch die achte Auswärtsniederlage mit 19 Punkten auf den 17. Platz zurück. Dresden ist mit ebenfalls 19 Punkten jetzt Vorletzter.