Als am 17. Mai 2010 in der DKB-Arena in Rostock das Rückspiel der Relegation zwischen den Hausherren und dem FC Ingolstadt 04 abgepfiffen wurde, dürfte den Verantwortlichen und Fans der Schanzer ein Stein vom Herzen gefallen sein. Aber das nicht nur wegen des direkten Wiederaufstiegs in die 2. Bundesliga, sondern auch im Hinblick auf die neue Heimstätte des FCI. Denn während der Saison 2009/10 wurde fleißig am neuen Audi Sportpark gebaut, der im Juli 2010 dann seine Eröffnung feierte.

Am 22. Mai 2009 lud die Vereinsführung der Ingolstädter zum symbolischen Spatenstich auf das ehemalige Gelände der Bayern-Oil. Von da an hatten die Bauherren 14 Monate Zeit, um das neue Schmuckkästchen der 2. Bundesliga fertig zu stellen - auch wenn die ersten Auffüllarbeiten schon einen Monat zuvor begonnen hatten. Und der Zeitplan wurde eingehalten.

"Durch die Nähe zum Spielfeld, die steilen Ränge und die komplette Geschlossenheit ist das Stadionkonzept am englischen Modell orientiert", erklärt Bernd Kohlmeier, Projektleiter des Stadionneubaus den Audi Sportpark. 15.800 Zuschauern bietet das Stadion Platz - 9.800 auf Sitz- und 6.000 auf Stehplätzen.

Schon bei der Anfahrt zur Arena dürfen sich die heimischen und gegnerischen Fans über eine ausgeklügelte Infrastruktur freuen. Alleine 2600 Parkplätze stehen direkt am Stadion zur Verfügung, weitere 1000 am Shuttle-Parkplatz an der Manchinger Straße. Für die "Sportler" stehen 1500 Fahrrad-Stellplätze zur Verfügung. Doch egal ob PKW, Zweirad oder zu Fuß - die riesige Piazza auf der Westseite der Arena sorgte schon vor dem Spiel für einen warmen Empfang.

Fan-Raum im Stadion-Gürtel

Dass man sich im Stadion gleich ganz heimelig fühlt, dafür sorgen die komplett überdachten Zuschauerränge. Auch die Verpflegungsstationen und die sanitären Anlagen befinden sich nicht außerhalb der Arena - Wind und Wetter kann den Fans also nichts anhaben. Noch etwas komfortabler schauen wohl nur die Sponsoren und Partner auf den rund 1200 Business-Sitzen und in den 18 Logen mit hochwertigem Design und exklusiver Bewirtung.

Als besonderen Clou haben die Macher einen speziellen Fan-Raum im Gürtel des Stadions ausgedacht, der - auch unter der Woche - als Anlaufstelle für die Anhänger des FCI dient. "Es war uns ein besonderes Anliegen, vor allem die Meinung der verschiedenen Fangruppen sowie der Personen, die später im laufenden Betrieb in diesem Stadion arbeiten werden, einzuholen. Nur so konnten wir ihre Interessen bei den Planungen so gut wie möglich berücksichtigen. Damit werden für alle optimale Bedingungen in unserer neuen 'Heimat' geschaffen", sagt Projektleiter Kohlmeier. Recht hat er.