Er schaffte das kaum für möglich Gehaltene. Milan Sasic gelang mit dem 1. FC Kaiserslautern in der vergangenen Saison nach einer schwachen Hinrunde noch der Klassenerhalt in der 2. Bundesliga.

Im Interview mit bundesliga.de äußert sich der Trainer der "Roten Teufel" zum Stand der Vorbereitung und den Zielen des FCK in der anstehenden Spielzeit.

bundesliga.de: Herr Sasic, wie zufrieden sind Sie mit der bisherigen Vorbereitung?

Milan Sasic: So wie die Vorbereitung bisher gelaufen ist bin ich sehr zufrieden. Wir haben in dieser Zeit sehr hart gearbeitet und die Stimmung in der Mannschaft ist momentan sehr positiv. Wir haben allerdings ein grundsätzliches Problem. Unser Kader ist nicht komplett. Das hat man in den Vorbereitungsspielen gemerkt. Ich hatte keine Möglichkeiten durchzuwechseln, wie dies bei vielen meiner Kollegen der Fall war.

bundesliga.de: Sie sprechen die personelle Situation beim FCK an…

Sasic: In der vergangenen Spielzeit standen wir sechs Spieltage vor Saisonschluss mit acht Punkten Rückstand auf das rettende Ufer da. Dass hat die Planungen für die neue Saison verständlicherweise wesentlich erschwert. Wir konnten erst sehr spät mit den Planungen beginnen und versuchen jetzt, uns gut für die anstehende Spielzeit aufzustellen. Dennoch soll das nicht als Alibi dienen. Das alles ändert nichts daran, dass ich in der Zukunft gerne mit dem FCK aufsteigen möchte.

bundesliga.de: Wie zufrieden sind Sie denn mit den Neuverpflichtungen, die der FCK bisher getätigt hat?

Sasic: Die Neuen haben sich sehr gut in die Mannschaft integriert, dass hat man in den Vorbereitungsspielen gesehen. Die Spieler werden allmählich eine Einheit. Dennoch müssen wir weiter daran arbeiten und uns vor allem taktisch verbessern. Aber man sieht von außen, dass es langsam passt.

bundesliga.de: Was entgegnen Sie den Leuten, die behaupten, der FCK würde in der kommenden Saison um den Aufstieg mitspielen?

Sasic: Wer das sagt hat kein Verständnis für unsere Situation. Wir spielen personell bedingt momentan mit einer nominellen Spitze. Wie kann man mit einem Stürmer denn ein Wort um den Aufstieg mitreden? Andere Clubs, wie beispielsweise unser vergangener Testgegner 1860 München, hat eine enorme Qualität in der Offensive. Die müssten dann ja fünf Mal aufsteigen. Wer sagt, dass Kaiserslautern aufsteigen muss, denkt falsch. Unser mittelfristiges Ziel ist es sicherlich aufzusteigen. Aber in diesem Jahr schon in diese Richtung zu denken, wäre ein fataler Fehler. Wir haben es in der vergangenen Saison in allerletzter Sekunde geschafft, den Klassenerhalt zu sichern. Da ist es total daneben jetzt schon wieder vom Aufstieg zu sprechen.

bundesliga.de: Der FCK hat im Sommer ausschließlich auf deutschsprachige Spieler gesetzt. Legen Sie in der kommenden Spielzeit mehr Wert auf eine gute Verständigung auf dem Platz?

Sasic: Das ist unsere klare Linie. Wir haben uns dazu entschlossen, sofern möglich, deutsche Spieler bzw. Spieler zu holen, die schon länger in Deutschland Fußball gespielt haben. Die Spieler sollen die Werte des FCK einschätzen können und wissen, was es bedeutet für uns zu spielen. Das war in der Vergangenheit nicht immer so. Man kann jetzt schon sagen, dass diese Entscheidung eine Richtige war. Der FCK will wieder nach oben und er soll auch wieder nach oben. Dass er allerdings wieder nach oben muss, wäre übertrieben gesagt. Erstmal wollen wir eine richtige Mannschaft sein und die Leute sollen von außen wieder erkennen was die Mannschaft will. Und das merken die Zuschauer nun auch wieder.

Das Gespräch führte Florian Bruchhäuser