Köln - Alle neun Spiele versprechen an diesem Sonntagnachmittag am 33. Spieltag der 2. Bundesliga (ab 15:15 Uhr im Liveticker) höchste Spannung: In jedem Duell spielt zumindest eine Mannschaft um den Aufstieg oder den Klassenerhalt. Neben dem hochbrisanten doppelten Fernduell in Fürth und Aue, wo sich jeweils ein Auf- und ein Abstiegskandidat direkt gegenüberstehen, blickt bundesliga.de auf vier weitere spannende Begegnungen.

1. Das Verfolgerduell

Sowohl für Eintracht Braunschweig als auch für den Karlsruher SC, die beide am letzten Spieltag bittere Pleiten einstecken mussten, besteht im Kampf um den Aufstieg noch Resthoffnung. Im direkten Aufeinandertreffen (ab 15:15 Uhr im Liveticker) dürfte der Verlierer wohl aus dem Rennen sein (mögliche Konstellationen am 33. Spieltag).

Was den Teams noch Hoffnung machen darf, ist das relative schwierige Restprogramm der Konkurrenten 1. FC Kaiserslautern (Aue und Ingolstadt) und Darmstadt (Fürth und St. Pauli), wobei die Lilien mit sechs Zählern Vorsprung und dem deutlich besseren Torverhältnis von Braunschweig nur noch rechnerisch einzuholen sind.

Der KSC konnte das Hinspiel im Wildpark noch mit 1:0 durch ein Tor von Manuel Torres für sich entscheiden, doch die Badener haben in der gesamten Historie erst einmal in Brunschweig gewinnen können. Das war in der 2. Bundesliga vor knapp 13 Jahren. Der Siegtorschütze war ein gewisser Bruno Labbadia.

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2. Höchste Brisanz im Ostalb-Derby

Es ist schon eine eigenartige Ausgangssituation für den VfR Aalen: Da hat die Mannschaft von Stefan Ruthenbeck gerade einen 2:0-Auswärtssieg bei Fortuna Düsseldorf eingefahren, überhaupt nur eines der letzten neun Spiele verloren, und trotzdem steht man auf dem letzten Tabellenplatz.

Gewinnt der VfR am Sonntag nicht im Ostalb-Derby gegen den 1. FC Heidenheim (ab 15:15 Uhr im Liveticker), könnte, abhängig von den Ergebnissen auf den anderen Plätzen, auch schon der vorzeitige Abstieg drohen (mögliche Abstiesszenarien am 33. Spieltag). Was aber Hoffnung machen darf: Für Aufsteiger Heidenheim ist die Saison mehr oder weniger gelaufen - weder nach oben noch nach unten ist irgendwas möglich.

Gerade einmal 22 Kilometer müssen die Fans von Heidenheim nach Aalen fahren, die Partie ist bereits als Risikospiel eingestuft. "Die Scholz Arena muss zum Hexenkessel werden", appellierte VfR-Coach Stefan Ruthenbeck an alle schwarz-weißen Anhänger. Mit Erfolg: Es sind nur noch wenige Restkarten verfügbar.

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3. Bangen im bayrisch-fränkischen Derby

Auch für den TSV 1860 München sieht es vor dem Spiel gegen den 1. FC Nürnberg (ab 15:15 Uhr im Liveticker) kritisch aus: Um den Klassenerhalt zu sichern, sind die Löwen darauf angewiesen, dass die Teams vor ihnen patzen. Gewinnen Aue, Fürth und St. Pauli ihre Spiele, würde 1860 bei einer Niederlage gegen die Franken sogar schon als vorzeitiger Absteiger feststehen.

Dass es soweit nicht kommt, will der Anhang verhindern. Die selten volle Allianz-Arena soll diesmal prall gefüllt sein. Schon zu Wochenbeginn waren über 50.000 Tickets vergriffen - mehr als das Doppelte vom Saison-Durchschnitt.

Gelingt den Löwen ein Sieg, gibt es gleich doppelt Grund zum Feiern, denn der Verein wird am Sonntag auf den Tag genau 155 Jahre alt. In Monaten ausgedrückt sind das übrigens 1860.

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4. Der kleine Schritt zum großen Ziel

Seit dem 8. Spieltag führt der FC Ingolstadt die Tabelle der 2. Bundesliga an, nun will sich das Team von Ralph Hasenhüttl auf den letzten Metern auch nicht mehr die Butter vom Brot nehmen lassen.

Obwohl es seit drei Spielen kein Sieg mehr zu feiern gab, reicht am Sonntag gegen RB Leipzig (ab 15:15 Uhr im Liveticker) lediglich ein Punkt, um die Korken knallen zu lassen. Der Aufstieg wäre dann perfekt. Sollte ein Sieg dabei herausspringen, können die Schanzer neben dem Aufstieg auch direkt die Meisterschaft feiern.

"Wir haben unsere Fans im Rücken und konzentrieren uns auf uns, damit wir den kleinen Schritt noch gehen", sagte FCI-Keeper Ramadan Özcan. Im umkämpften Hinspiel, übrigens die erste Pflichtspielbegegnung der beiden Teams, gab es für Ingolstadt ein 1:0-Sieg durch ein Tor von Pascal Groß.

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Karol Herrmann