Köln - Am 31. Spieltag der 2. Bundesliga stehen wieder einige spannende Partien auf dem Plan (ab Samstag 12.45 Uhr im Liveticker). In den Spotlights sagt bundesliga.de, worauf Sie am kommenden Wochenende besonders achten sollten. Besonders der Abstiegskampf brennt lichterloh: Gerade mal drei Punkten trennen die letzten fünf Teams.

Klare Vorzeichen

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Für den einen geht es ums sportliche Überleben, für den anderen um den letzten Strohhalm im Aufstiegskampf. Wenn der FC St. Pauli am Sonntag RB Leipzig empfängt sind die Vorzeichen klar: Will der Kiezclub in der 2. Bundesliga bleiben, dann helfen dem Tabellensiebzehnten nur drei Punkte. Zwei Zähler ist das rettende Ufer entfernt. Leipzig hingegen kokettiert seit letztem Wochenende wieder mit dem Aufstieg, weil Karlsruhe auf Relegationsrang drei derzeit nur noch fünf Punkte entfernt ist. Beide Teams trafen in der Hinrunde erstmals in einem Pflichtspiel aufeinander, die Sachsen siegten mit 4:1. Vor 17 Jahren war letztmals eine Leipziger Mannschaft am Millerntor zu Gast; St. Pauli gewann am 1. Mai 1998 das Zweitliga-Heimspiel gegen den VfB Leipzig dank eines Tores von Holger Stanislawski mit 1:0.

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Kann Aue überraschen?

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Ähnlich wie bei STP-RBL sind die Fakten beim Duell des FC Erzgebirge Aue gegen den Karlsruher SC. Während die Erzgebirger am Tabellenende stehen und dringend die drei Punkte benötigen, um die Chancen auf den Klassenerhalt zu wahren, steht der KSC derzeit auf Relegationrang drei, könnte mit einem Sieg also einen gewaltigen Schritt in Richtung Bundesliga gehen - gerade weil sich im heißesten Duell des 31. Spieltags die direkten Konkurrenten Kaiserslautern (2.) und Darmstadt (4.) die Punkte gegenseitig wegnehmen könnten. Während Aue mit 25 Toren nach 30 Partien die schlechteste Offensive der 2. Bundesliga stellt, hat die Karlsruher Defensive überhaupt erst 22 Gegentreffer zugelassen und stellt damit die beste Defensive der 2. Bundesliga. Schwere Voraussetzungen für Aue also.

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Heim- gegen auswärtsschwach

Rüber nach München, wo am Samstag die Eisernen vom 1. FC Union Berlin zu Gast bei den Löwen sind. Während Union das pure Mittelmaß der Liga verkörpert und als Zehnter jenseits von Gut und Böse steht, steckt 1860 München als 15. tief im Abstiegssumpf und muss unbedingt gewinnen, um nicht auf einen der Abstiegsränge abzufallen. München ist derzeit in der Heimtabelle Letzter, holte aus 15 Spielen in der Allianz Arena nur magere 13 Punkte. Auf der anderen Seite hat Berlin auswärts seit sieben Spielen nicht mehr gewonnen und kassierte in den letzten fünf Partien in der fremde satte 14 Gegentore. Es wird spannend!

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Krisentreffen 2015

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Es ist das Krisentreffen von 2015: Sowohl die SpVgg Greuther Fürth, als auch Fortuna Düseldorf sind schwach in dieses Jahr gestartet. Mit acht bzw. zehn Zählern nach elf Spielen seit Jahresbeginn liegen beide Teams ganz unten in der 2015-Tabelle und treffen in denkbar schlechter Form aufeinander. Den Fürthern gelang überhaupt nur ein Sieg im neuen Jahr (5 Remis, 5 Niederlagen): Mitte Februar beim FC St. Pauli.

Die Rheinländer holten in den letzten sieben Spielen nur einen einzigen Dreier (3 Remis, 3 Niederlagen) - am 26. Spieltag mit 2:0 gegen Darmstadt. Während die Fortuna noch von ihrer starken Hinrunde (28 Zähler/Rang vier) zehrt, und als Siebter zwar weit hinter den Aufstiegs-, aber auch weit vor den Abstiegsrängen liegt, sieht dies bei der Spielvereinigung ganz anders aus: Nur drei Punkte beträgt der Vorsprung als 14. auf die Abstiegszone. Die Franken spielen die schwächste Saison der Vereinsgeschichte und sind zum Siegen verpflichtet, um nicht noch weiter abzurutschen.

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Aalen im Aufwind, Bochum im Loch

Nachdem Aalen vor knapp zwei Monaten noch wie ein sicherer Absteiger aussah, hat der VfR zur Zeit das Momentum auf seiner Seite. Seit sieben Spielen ist man inzwischen ungeschlagen (2 Siege, 5 Remis) - Vereinsrekord ausgebaut! In den letzten sieben Partien erzielte der VfR Aalen auch immer mindestens einen Treffer - ebenfalls Vereinsrekord. Insgesamt gesehen ist Aalen damit deutlich besser drauf, als alle anderen Konkurrenten im Abstiegskampf, dass könnte für den Tabellensechzehnten der entscheidende Vorteil sein.

Auch der VfL Bochum scheint da als Gegner gerade recht zu kommen. Zuletzt kassierte der VfL vier Pleiten in Folge und befindet sich in einem tiefen Loch. Nur zwei magere Törchen gelangen in diesen vier Spielen. Zudem konnte Bochum nur einen Auswärtssieg in den letzten zwölf Partien in der Fremde verbuchen. Nur gut, dass das Team von Gertjan Verbeek mit sieben Punkten ein - noch - beruhigend wirkendes Punktepolster auf die Abstiegszone besitzt.

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Dennis-Julian Gottschlich