Köln - Am 30. Spieltag der 2. Bundesliga stehen wieder einige spannende Partien auf dem Plan (ab Freitag 18.15 Uhr im Live-Ticker). In den Spotlights sagt bundesliga.de, worauf Sie am kommenden Wochenende besonders achten sollten. Der Fokus liegt zum Saisonendspurt weiter auf den Aufstiegs- und den Abstiegskandidaten.

Letzte Chance für Leipzig

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Das Topduell des 30. Spieltags steigt in Leipzig, wo der Tabellenfünfte RB Leipzig am Freitag auf den SV Darmstadt 98 trifft (ab 18.15 Uhr im Liveticker), der aktuell auf dem Relegationsplatz rangiert. Für die Sachsen dürfte es die letzte Chance sein, noch einmal richtig ins Rennen um den Bundesliga-Aufstieg eingreifen zu können. Ein Sieg würde sie auf drei Zähler an die Hessen heranbringen.

Zudem hat RB noch eine Rechnung mit den Lilien offen. Im Hinspiel setzte es im Duell der Aufsteiger eine 0:1-Niederlage, wodurch Leipzig von Platz drei verdrängt wurde - und seitdem nie mehr zum Aufstiegstrio gehörte. Darmstadt besiegen ist in dieser Saison allerdings äußerst schwer. Nur dreimal gingen die Hessen bisher als Verlierer vom Platz, keine andere Mannschaft verlor seltener. In den jüngsten 20 Spielen gab es für den SVD sogar nur eine Niederlage. Und jetzt trifft auch Dominik Stroh-Engel wieder. Nach mehr als 14 Stunden Ladehemmung beendete der Darmstädter Goalgetter (2013/14 machte er 27 Tore in der 3. Liga) gegen Heidenheim seine Flaute. Stroh-Engel hatte übrigens seinen bis dahin letzten Treffer beim 1:0 gegen Leipzig erzielt.

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Mit Remis in die Bundesliga

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Der 1. FC Kaiserslautern "unentschiedent" sich in Richtung Bundesliga. In den jüngsten sechs Spielen gingen die Roten Teufel vier Mal mit einem Remis vom Platz, auswärts zuletzt sogar drei Mal in Folge. Da ist der VfL Bochum am Freitag Abend (ab 18.15 Uhr im Liveticker) genau der richtige Gegner, um diese Serie fortzusetzen. Denn von fünf direkten Duellen zwischen diesen Clubs in der 2. Bundesliga gingen vier unentschieden aus.

Allerdings können die Pfälzer auch Siege. Immerhin gingen sie allein in den jüngsten 15 Spielen acht Mal als Sieger vom Platz, haben mit insgesamt 13 Dreiern die zweitmeisten Erfolge aller Clubs in der 2. Bundesliga auf dem Konto. Beim VfL sieht das anders aus. Die Westfalen haben erst sieben Mal gewonnen, zuhause sogar nur drei Mal. Zuletzt setzte es sogar drei Niederlagen in Folge.

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Team der Stunde im Abstiegskampf

Der VfR Aalen ist Tabellenletzter, aktuell trennen die Ostalbstädter zwei Punkte vom rettenden Ufer. Und doch ist der VfR das Team der Stunde im Abstiegskampf. Sechs Spiele in Folge hat die Mannschaft von Coach Stefan Ruthenbeck nicht verloren, das ist Clubrekord. Dabei wurden zehn Punkte eingefahren. Da kommt das Auswärtsspiel beim FSV Frankfurt am Sonntag (ab 13.15 Uhr im Liveticker) ganz gelegen, haben die Hessen doch zuletzt sieben Spiele in Serie nicht gewinnen können und dabei nie zu Null gespielt. In den jüngsten drei Spielen blieb der FSV sogar ohne eigenes Tor.

Historisch sind die Frankfurter in diesem Duell allerdings klar vorne. Noch nie haben sie ein Heimspiel gegen Aalen verloren. Die Ostablstädter kassierten zudem ihre höchste Zweitliga-Niederlage in Bornheim (am 8. März 2013 mit 1:6). Sollte der FSV erneut gewinnen, wäre der Club bei dann 38 Punkten wohl endgültig jedwede Abstiegssorgen los.

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Vorzeichen haben sich gedreht

Vor dem Hinspiel Anfang November waren beide Clubs noch eng beieinander. Die SpVgg. Greuther Fürth stand als einer der Favoriten der 2. Bundesliga auf Platz sechs, zwei Zähler hinter den Aufstiegsrängen. Der Karlsruher SC belegte mit nur einem Punkt weniger überraschend Platz acht. Seitdem sind die Wege der beiden Mannschaften weit auseinander gegangen und die Vorzeichen vor dem Rückspiel am Samstag (ab 12.45 Uhr im Liveticker) haben sich gedreht.

Der KSC ist mittlerweile ein heißer Aufstiegskandidat, hat nur einen Zähler Rückstand auf den Relegationsrang und blieb zuletzt elf Mal in Folge ungeschlagen. Fürth hingegen ist seit acht Spielen sieglos, hat überhaupt erst sechs Mal gewonnen - keine andere Mannschaft siegte seltener. Statt des avisierten Aufstiegs spielt die SpVgg. voll gegen den Abstieg. Nur drei Punkte stehen die Kleeblätter als 14. vor Platz 17. Immerhin, in Karlsruhe sind die Fürther seit 2006 ungeschlagen, haben vier Mal in Folge dort nicht verloren.

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Aufschwung bei St. Pauli

Der FC St. Pauli läuft mit großen Schritten auf den Klassenerhalt zu und steht nur noch einen Punkt vom rettenden Ufer entfernt. Seit Coach Ewald Lienen die Hamburger betreut (ab dem 18. Spieltag), ist es mit Pauli deutlich bergauf gegangen. Schon jetzt hat der Club von der Reeperbahn zwei Punkte mehr eingefahren als in der kompletten Hinrunde. In der Rückrundentabelle steht St. Pauli auf Platz zehn. Von den jüngsten drei Spielen wurden zwei gewonnen, insgesamt stehen vier Siege und drei Remis in der Rückserie auf dem Konto.

Nun hoffen die Hamburger, am Sonntag beim 1. FC Heidenheim 1846 (ab 13.15 Uhr im Liveticker) endlich den zweiten Auswärtssieg einzufahren. Bisher konnte nur im März in Braunschweig gewonnen werden. Im Hinspiel feierte der Aufsteiger aus Heidenheim mit 3:0 seinen historisch höchsten Auswärtssieg in der 2. Bundesliga. Doch in der Rückserie läuft es bei den Ostwürttembergern nicht mehr rund. Mit nur zehn Punkten ist Heidenheim Letzter der Rückrundentabelle. Von den jüngsten fünf Spielen wurde nur eins gewonnen.

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