Köln - Am 26. Spieltag der 2. Bundesliga stehen wieder einige spannende Partien auf dem Plan (ab Freitag 18.15 Uhr im Live-Ticker). In den Spotlights sagt bundesliga.de, worauf Sie am kommenden Wochenende besonders achten sollten.

1. Kann sich 1860 weiter befreien?

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Der Sieg der Münchner Löwen gegen Greuther Fürth am letzten Spieltag (Spielbericht) war für 1860 München ein dringend benötigtes Positiv-Erlebnis im Abstiegskampf. Gegen den VfR Aalen können die Münchner nachlegen. Besonders, da der Gegner am Freitagabend (ab 18.15 Uhr im Liveticker) dem Gastgeber liegt.

Zu Hause haben die Löwen gegen den VfR noch eine weiße Weste, gewannen die bisherigen zwei Duelle mit 3:0 und 4:0. Darüber hinaus hat 1860 in den jüngsten zehn Spielen jeweils zumindest ein Tor erzielt. Der Lauf von 1860 von nur einer Niederlage in den letzten fünf Spielen trifft auf eine fast genauso starke Bilanz des VfR Aalen. Das Team von der Ostalb verlor nur eins der vergangenen vier Spiele. Kleiner Fact am Rande: Beide Mannschaften verloren gegen den SV Sandhausen.

2. Kommt Nummer 17?

Am Samstag (ab 12.45 Uhr im Liveticker) steigt das Duell von Fortuna Düsseldorf und dem SV Darmstadt 98. Die Lilien haben eine fast schon beängstigende Serie vorzuweisen. Darmstadt ist seit 16 Spielen ungeschlagen. Das ist neuer Clubrekord in der 2. Bundesliga. Die bisher letzte Niederlage gab es am 9. Spieltag - gegen Fortuna Düsseldorf. Damals gewann die Fortuna mit 4:1.

Das ist einerseits erstaunlich, hat der SV Darmstadt in der gesamten Saison doch erst 17 Gegentore bekommen und damit die beste Abwehr der 2. Bundesliga. Andererseits: Gegen die Fortuna kann man schon mal vier Tore eingeschenkt bekommen. Nur zwei Mannschaften erzielten mehr Tore als Düsseldorf (38). Gegen RB Leipzig (Spielbericht) zeigten die Fortunen eine eher schwache Partie. Im Spiel gegen den Tabellenzweiten sollten sie nun auf jeden Fall aufpassen, dass sie nicht mit 1:0 zurückliegen. Alle 17 Spiele, in denen der SVD 1:0 führte, wurden nicht verloren.

3. Ausgerechnet nach Braunschweig

Der FC Ingolstadt stolpert bisher durch das Jahr 2015. Die souveränen Hinrunden-Schanzer konnten in diesem Kalenderjahr nur zwei von sechs Spielen gewinnen. Der Vorsprung auf den SV Darmstadt ist auf drei Punkte geschmolzen (Tabelle).

Und jetzt muss der Spitzenreiter ausgerechnet zu Eintracht Braunschweig.

In Braunschweig verloren die Schanzer beide bisher gespielten Partien (1:3 und 0:3). Diese Serie könnte jedoch nach dem Motto "aller guten Dinge sind drei" am Samstag (ab 12.45 Uhr im Liveticker) ein Ende finden. Denn Braunschweig gewann nur eins der jüngsten fünf Heimspiele. Dafür spricht auch die exzellente Auswärtsbilanz der Schanzer: Der FC Ingolstadt verlor in fremden Stadien nur eine Partie.

4. Klassisches 0:0?

FC Erzgebirge Aue gegen SpVgg. Greuther Fürth - ein Spiel, dass verdächtig nach einem torlosen Remis riecht. Denn die beiden Mannschaften sind die Teams, die in dieser Saison am häufigsten ohne Torerfolg blieben (je zwölf Mal). Doch das kann sich angesichts der Tabellensituation weder Aue noch Fürth leisten. Beide Teams werden am Sonntag (ab 13.15 Uhr im Liveticker) definitiv auf Sieg spielen. Aue will die rote Laterne abgeben, Fürth den Abstand zur Abstiegszone vergrössern.

Das Kleeblatt hat dabei die Zahlen auf seiner Seite. Aue kassierte in der 2. Bundesliga gegen kein Team so viele Niederlagen (neun) und Gegentore (32) wie gegen die Franken. Zudem gewannen die Fürther die letzten drei Spiele gegen Aue und sind seit sechs Partien gegen die Veilchen ungeschlagen. Aber dennoch sollte die Mannschaft von Mike Büskens nicht überheblich ins Spiel gehen und definitiv einen Rückstand vermeiden. Nur eine der jüngsten zehn Partien, in denen Aue in Führung lag, hat das Team verloren.

5. Das absolute Spitzenspiel

Südwestderby, Dritter gegen Vierter, ausverkauftes Haus - das Spiel zwischen dem Karlsruher SC und dem 1. FC Kaiserslautern (Sonntag ab 13.15 Uhr im Liveticker) verspricht ein absolutes Top-Duell zu werden. Beide Teams sind heiß und werden alles geben, um ihre Aufstiegschancen zu vergrößern (Aufstiegscheck). Dabei können die Pfälzer den Nordbadener mit einem Sieg einen Dämpfer verpassen und den Vorsprung auf Rang vier ausbauen.

Der KSC ist seit acht Heimspielen ungeschlagen, verlor saisonübergreifend nur eins der vergangenen 24 Heimspiele. Die bisher eher schwache Auswärtsbilanz der roten Teufel hat sich in den letzten Wochen etwas erholt. Der 1. FC Kaiserslautern verlor nur eins der jüngsten vier Auswärtsspiele, steht dennoch auf Platz 13 der Auswärtstabelle. 17 Mal trafen die beiden Mannschaften in der 2. Bundesliga aufeinander. Elf dieser Spiele endeten unentschieden.

Ob es viele Tore gibt…?

Ja, denn Karlsruhe schoss in sieben Spielen drei oder mehr Tore.

Nein, denn Kaiserslautern kassierte nur in einer Partie der laufenden Saison mehr als zwei Gegentore.