Zwei Tage nach dem Topspiel des SC Freiburg gegen den 1. FSV Mainz 05 feiert Julian Schuster seinen 24. Geburtstag. Im Interview der Woche verrät der Standardspezialist des Sport-Clubs nicht nur seinen Geburtstagswunsch.

Frage: Gleich nach dem Abpfiff waren sich von den Spielern über die Fans bis zum Trainer alle einig: Das 1:1 gegen RW Ahlen kam mehr einer Niederlage gleich als einem Unentschieden. Wie sieht es mit etwas Abstand betrachtet aus, Herr Schuster?

Julian Schuster: Auch der Abstand ändert nichts daran, dass es eine dieser gefühlten Niederlagen war - zwei verlorene Punkte. Richtig gut geschlafen habe ich am Montag zumindest nicht.

Frage:Im letzten Herbst, waren Sie noch Einwechselspieler, der ganz nah an der ersten Elf war. Jetzt sind Sie drin. Wie hat sich Ihr Fußballerdasein inzwischen verändert?

Schuster: Eigentlich gar nicht. Ich mache jedenfalls nichts anders als vorher - jeden Tag Gas geben und mich auf die Spiele zu freuen. Es ist ja gerade das Schöne am Fußball, dass alles sehr schnell gehen kann. Genau deshalb darf man sich aber auch nie zufrieden geben, weil es natürlich genauso schnell in die andere Richtung gehen kann.

Frage: Die Situation der Mannschaft ist ähnlich. Man hat das Ziel, oben zu stehen, durch harte Arbeit erreicht. Jetzt gilt es, oben zu bleiben. War es komfortabler, als Sie die Tabellenspitze noch vor Augen hatten?

Schuster: Nein. Jede Mannschaft würde gerne den Tabellenplatz mit uns tauschen. Wir haben uns eine super Ausgangsposition erarbeitet und alles in der eigenen Hand. Das ist doch genau das, was man will. Wir schauen jetzt von Spiel zu Spiel und machen uns keinen Druck. Wir arbeiten konzentriert daran, die kleinen Fehler abzustellen, die wir zuletzt gemacht haben. Dann gewinnen wir auch wieder unsere Spiele. Am liebsten natürlich bereits am kommenden Montag beim FSV Mainz.

Frage: Zwei Tage später feiern Sie ihren 24 Geburtstag. Was wünschen Sie sich außer einem Auswärtsdreier am Bruchweg?

Schuster: Das wir alle gesund bleiben und gemeinsam mit den Fans und dem ganzen Umfeld unser großes Ziel erreichen, im nächsten Jahr in der Bundesliga zu spielen.