München - Aufstiegsfavorit Eintracht Frankfurt liegt mit elf Punkten bislang im Soll, doch einen Makel gilt es gegen den SC Paderborn am 6. Spieltag zu beseitigen. Die Münchner "Löwen" peilen gegen Union Berlin den dritten Sieg im dritten Heimspiel an. Und Eintracht Braunschweig will gegen Spitzenreiter St. Pauli die starke Form der vergangenen Wochen bestätigen (Sonntag, ab 13:15 Uhr im Live-Ticker/Liga-Radio).

Eintracht Frankfurt - SC Paderborn

Während die Eintracht alle drei Auswärtsspiele gewann, holte sie zuhause noch keinen Sieg. Vom 19. März datiert der letzte Heimerfolg. Nach dem "gefühlten" Heimspiel will das Team von Trainer Armin Veh nun im "echten" nachlegen. "Ich kann nicht sagen, ob das schon zu 100 Prozent aus den Köpfen raus ist", sagt Veh: "Ich war in der vergangenen Saison ja noch nicht hier."

Immerhin gewann Frankfurt zuletzt das Stadtderby gegen den FSV deutlich, das ja in die Commerzbank-Arena verlegt worden war. Mit Paderborn reist allerdings keine Laufkundschaft in die Main-Metropole. Mit sieben Punkten aus den ersten fünf Spielen erwischte Paderborn den besten Start seit dem Wiederaufstieg 2009. "Es ist nicht so, dass wir nur nach Frankfurt fahren und uns freuen, dort spielen zu dürfen", meint Cheftrainer Roger Schmidt: "Wenn wir eine Top-Leistung abrufen, können wir auch dort etwas mitnehmen."

Verletzungsbedingt fehlen dem SCP neben Sören Gonther, dessen Oberschenkelverletzung noch nicht auskuriert ist, Jens Wissing (Sprunggelenk), Jens Grahl (Innenmeniskusanriss), Florian Mohr (Meniskus) und Sven Krause (Reha). Dafür rücken Mittelfeldakteur Niclas Erlbeck, Abwehrspieler Sergej Schmik und Ersatztorwart Nico Burchert in den Kader. Eintracht-Coach Veh muss auf Georgios Tzavellas und Sonny Kittel verzichten (beide Reha). Alex Meier kehrt nach seiner Gelb-Rot-Sperre zurück in die Eintracht-Startelf. Ümit Korkmaz, der ohnehin leicht angeschlagen ist, sitzt wieder auf der Bank.




1860 München - Union Berlin

Nach sieben ungeschlagenen Spielen zuhause in Folge ist die Zielsetzung für 1860 München klar: drei Punkte. "Das wäre dann ein Top-Start und wir hätten uns vorne festgesetzt", sagt "Löwen"-Chefcoach Reiner Mauer, dessen Team zuletzt in Düsseldorf ein 1:3 hinnehmen musste. Maurers Plan gegen Union: "Wichtig wird aber vor allem sein, dass wir die Kreise von Torsten Mattuschka eindämmen können."

Mattuschka war beim 2:1 gegen Bochum vergangene Woche der überragende Mann. Allerdings konnte auch der Routinier nicht verhindern, dass der Saisonstart für Union zur Achterbahnfahrt geriet. In den vergangenen vier Spielen wechselten sich für Union Sieg und Niederlage ab, dabei fielen die beiden Pleiten mit 0:4 jeweils deutlich aus.

Bei 1860 kehrt Stefan Buck in den Kader zurück. Auch Stefan Aigner und Daniel Halfar, wegen eines grippalen Infekts unter der Woche lange fraglich, gaben Entwarnung und werden in der Startelf stehen. Dagegen wird Necat Aygün erst während der Länderspielpause wieder ins Mannschaftstraining einsteigen. Union-Coach Uwe Neuhaus bangt um die angeschlagenen Michael Parensen und Abwehrkollege Patrick Kohlmann (Rippenprobleme). Chinedu Ede, mit dem Union langfristig verlängert hat, und Markus Karl sind Optionen für die Startelf.




Eintracht Braunschweig - FC St. Pauli

Spitzenreiter St. Pauli peilt beim stark gestarteten Aufsteiger Braunschweig (10 Punkte aus fünf Partien) den fünften Saisonsieg an. Nach dem Last-Minute-Sieg der Hamburger im Montagsspiel gegen Duisburg ist das Selbstvertrauen groß, wie Siegtorschütze Fin Bartels betont: "Wir treten als Team auf und haben eine breite Brust." Für den guten Start der Gastgeber hat er eine einfache Erklärung. "Die Truppe der Eintracht schwimmt durch den Aufstieg immer noch auf einer Euphoriewelle. Sie gehen das Ganze locker an und haben dadurch auch Erfolg", sagt Bartels.

Dass es für die "Braun-Weißen" am Sonntag kein Spaziergang wird, ist dem 24-jährigen bewusst: "Braunschweig wird ein sehr schwerer Gegner sein." Eintracht-Trainer Torsten Lieberknecht erwartet ein enges Spiel gegen den Spitzenreiter: "Ich bin sicher, dass Feinheiten Ausschlag gebend sein werden. Für uns gilt es, die Phasen auszunutzen, in denen St. Pauli eventuell kurz die Balance verliert."

Der Coach muss auf Deniz Dogan (Hüftprobleme), Pascal Gos (Reha nach Knie-Operation) und Marjan Petkovic (Muskelfaserriss) verzichten. Marc Pfitzner ist nach seinen Adduktoren-Problemen wieder fit. Den Hamburgern fehlen weiterhin Carlos Zambrano, Charles Takyi, Marius Ebbers und Deniz Naki. Die zuletzt angeschlagenen Philipp Tschauner und Kevin Schindler sind einsatzbereit.